Werder-Kapitän will noch nicht von seiner letzten Vorbereitung sprechen

Fritz hofft auf Neuzugänge: „Das würde uns guttun“

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Clemens Fritz schaut ein wenig sorgenvoll in die Zukunft. Der Werder-Kapitän hätte im Abstiegskampf ein besseres Gefühl, wenn sein Club auf dem Transfermarkt noch einmal tätig würde.

Bremen - Der Akku ist wieder voll. „Ich habe im Urlaub total entspannt, die Zeit einfach genossen – und natürlich auch trainiert“, sagt Clemens Fritz. Der Werder-Kapitän freut sich auf die heute startende Vorbereitung – weil es seine letzte als Bremer oder sogar als Fußball-Profi ist? Der 34-Jährige bleibt eine eindeutige Antwort schuldig. Dafür sagt er umso klarer, was er sich für die nahe Zukunft wünscht: „Der eine oder andere Neuzugang würde uns schon guttun.“

Clemens Fritz ist keiner, der das nur so dahersagt. Der Ex-Nationalspieler hat sich in der Winterpause seine Gedanken gemacht – und da spielten natürlich auch die Wechsel von zwei erfahrenen Spielern eine Rolle. Nils Petersen wurde an den SC Freiburg ausgeliehen, Eljero Elia an den FC Southampton. „Menschlich ist das sehr schade, beide sind charakterlich Supertypen. Auch Elia – das möchte ich ausdrücklich betonen“, sagt Fritz: „Die sportliche Entscheidung treffe ich nicht. Aber wenn man Abgänge hat, dann hofft man natürlich, dass es auch Neuzugänge gibt.“

Einer ist heute da: Levin Öztunali – ausgeliehen von Bayer Leverkusen. „Ein junger, entwicklungsfähiger Spieler“, urteilt Fritz über den erst 18-Jährigen. Und Trainer Viktor Skripnik habe schon bewiesen, „dass er ein gutes Händchen für junge Spieler hat“. Doch reicht das für den Abstiegskampf? Fritz hegt Zweifel. „Unsere jungen Spieler haben das wirklich hervorragend gemacht. Aber sie können in der Bundesliga noch nicht diese Konstanz haben. Und du musst auch immer mit Ausfällen rechnen“, warnt der Außenverteidiger und erinnert an die Verletzungen von Sebastian Prödl und Franco Di Santo: „Ich hoffe, sie sind bald wieder dabei.“

Gespannt ist er auf die Arbeit des Trainerteams, das im Oktober Robin Dutt und Co. abgelöst hat. „Sie können jetzt in der Vorbereitung ihre Philosophie noch mehr einbringen“, glaubt Fritz und wünscht sich: „Wir müssen den nächsten Schritt machen.“ Das letzte Hinrunden-Spiel gegen Borussia Dortmund sei schon ein guter Fingerzeig gewesen, in welche Richtung es gehen muss. „Aber wir dürfen uns von dem 2:1-Sieg nicht blenden lassen. Das war nicht das Dortmund der letzten Jahre. Auf uns wartet ganz viel Arbeit und eine ziemlich harte Rückrunde.“

Seine letzte im Werder-Dress? Immerhin läuft sein Vertrag im Sommer aus. „Ich habe einen Weg im Kopf, es gibt ein, zwei Optionen. Mehr möchte ich dazu nicht sagen“, antwortet der 34-Jährige, fügt dann aber noch an: „Es macht mir immer noch sehr viel Spaß, aber ich werde nicht jünger.“ Das klingt eher nach Abschied als nach Verbleib. Doch diese Interpretation mag Fritz nicht kommentieren und verabschiedet sich mit den Worten: „Jetzt wollen wir erst einmal alles tun, damit wir da unten rauskommen und dann in der Bundesliga bleiben.“

So sieht es übrigens auch der Club. „Clemens ist ein hundertprozentiger Werderaner. Wir haben ein sehr vertrauensvolles Verhältnis und werden das in aller Ruhe besprechen“, sagt Sportdirektor Rouven Schröder und betont zugleich: „Wir sind jetzt total auf unsere sportliche Situation fokussiert.“

kni

Werder-Jahresrückblick 2014

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