Der Kader gegen den FSV Mainz 05

Werder macht sich heiß: „Wir sind zum Siegen verdammt“

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Da soll es hingehen: Stürmer Nils Petersen will den Anschluss nach oben nicht verlieren.

Bremen - Von Carsten Sander. Auf dem Weg in die Kabine konnte Nils Petersen schon wieder Autogramme schreiben. Und das war heute nach dem Abschlusstraining des SV Werder Bremen vor dem Heimspiel gegen den FSV Mainz 05 morgen (17.30 Uhr) auch schon so etwas wie die Nachricht des Tages.

Denn es zeigte, dass Petersens rechte Hand bei dem Malheur kurz vor Ende der Einheit keinen Schaden genommen hatte. Nach einem Kopfballduell war der Stürmer unglücklich auf dem Arm gelandet, hielt sich hinterher mit Leidensmiene das Handgelenk. Doch wenige Minuten und einige Autogramme später war es nur noch „eine Kleinigkeit, nichts Schlimmes“, so Petersen, dessen Einsatz heute nichts im Wege steht.

Und das ist gut so. Denn Petersen ist nach zwei Toren in den vergangenen zwei Spielen gewissermaßen der Hoffnungsträger für die Partie gegen die Rheinhessen, der er selbst eine große Bedeutung zuschreibt: „Wenn wir in der Tabelle nicht den Anschluss nach oben verlieren wollen, sind wir gegen Mainz zum Siegen verdammt.“ So ist es. Werder braucht drei Punkte, um im Pulk jener Teams zu bleiben, die die Pforte nach Europa im Blick behalten wollen.

Die Profis am Weserstadion

Die Werder-Profis auf dem Weg zum Freitag-Training

Für einen Erfolg muss die Mannschaft allerdings an mindestens zwei Stellschrauben drehen. Auf der einen steht „Chancenverwertung“, auf der anderen „Konzentration von Anfang an“. Beides hatte Werder zuletzt in Fürth vermissen lassen. Erst fiel das schnelle Gegentor, dann trotz einer Vielzahl guter Chancen nur der Ausgleich durch Petersen. Ersatzkapitän Aaron Hunt sieht das Bremer Team deshalb in der Pflicht zur Wiedergutmachung. „Wir haben am letzten Spieltag etwas liegen gelassen, das darf uns nicht schon wieder passieren“, sagt er und rüttelt die Mitspieler vorsorglich schon lange vor dem Anpfiff wach: „Wir müssen alle noch konzentrierter ins Spiel gehen und einfache Fehler wie vor dem 0:1 in Fürth vermeiden.“

Frühe Rückstände wie vor einer Woche oder auch in Augsburg und Hannover „werfen uns jedes Mal zurück. Wir müssen dann selbst viel Aufwand betreiben, um das wieder auszubügeln“, klagt Hunt und fordert: Schluss damit! Auch mit der Schludrigkeit im gegnerischen Strafraum. Chancen herausspielen kann Werder, Chancen nutzen dagegen nicht so gut. „Das ist ein Manko. Selbst gegen Gladbach (Werder gewann 4:0, d. Red.) hätten wir noch drei, vier Tore mehr machen können“, meint Hunt und hofft, dass er und seine Kollegen heute alles richtig umsetzen. Also die beiden Grundelemente des Erfolgs liefern: Tore verhindern, Tore schießen.

Trainer Thomas Schaaf setzt darauf, dass das Personal des vergangenen Spieltags dazugelernt hat. Er lässt die Startelf unverändert – jedenfalls ist das die Erkenntnis aus dem Abschlusstraining. Schaaf formte aus dem „Fürth-Team“ die A-Elf, die die Reservisten übrigens mit 3:0 besiegte. Zwei Tore erzielte Aaron Hunt – der Kapitän geht eben mit gutem Beispiel voran.

Folgende 18 Spieler berief Thomas Schaaf heute in den Kader: Sebastian Mielitz, Raphael Wolf - Theodor Gebre Selassie, Sebastian Prödl, Sokratis, Lukas Schmitz, Assani Lukimya, Aleksandar Ignjovski - Zlatko Junuzovic, Aaron Hunt, Kevin De Bruyne, Mehmet Ekici, Philipp Bargfrede - Marko Arnautovic, Eljero Elia, Nils Petersen, Joseph Akpala, Niclas Füllkrug. 

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