Vertrag bis 2016 / Dutt: „Wird uns guttun“

Werder holt Cedric Makiadi

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Keine bestaunte Blüte der Bundesliga, aber ein Mann mit Erfahrung: Werder-Neuzugang Cedric Makiadi. ·

Bremen - Von Carsten Sander. Werder Bremen hat den ersten Neuzugang für die kommende Saison perfekt gemacht. Und wie erwartet hat sich der Club beim SC Freiburg bedient.

Doch nicht Julian Schuster oder Fallou Diagne unterschrieben an der Weser, sondern Mittelfeldmann Cedric Makiadi. Der 29-Jährige wechselt für eine Ablöse von geschätzten drei Millionen Euro nach Bremen und erhält einen Dreijahresvertrag. Werder nutzte bei dem Transfer eine Ausstiegsklausel im Vertrag des Deutsch-Kongolesen.

Auf diese Art verloren die Freiburger bereits Max Kruse, Jan Rosenthal, Johannes Flum und Daniel Caligiuri – nun blutet der Europa-League-Starter weiter aus. „Das tut mir auch ein bisschen leid“, sagt Werder-Sportchef Thomas Eichin, der in Freiburg geboren wurde. Doch Sentimentalitäten sind nicht gefragt, es geht um Werder. Und Eichin ist überzeugt, dass Makiadi im zentralen Bremer Mittelfeld zum Volltreffer wird: „Er ist ein Spieler, der auf dem Platz eine Führungsrolle übernimmt. Er ist konstant und vielseitig.“ Soll heißen: Sowohl als Sechser als auch als Gestalter geeignet.

Vor allem hat Makiadi aber das, worauf Werder in seiner Kaderplanung besonderen Wert legt: Erfahrung. „Die haben wir in ihm gefunden. Er hat die Reife, die wir brauchen“, meint Eichin, dessen Urteil sich mit Zahlen belegen lässt. 177 Bundesliga-Einsätze stehen in Makiadis Vita. Die ersten 48 beim VfL Wolfsburg, die restlichen 129 beim SC Freiburg. Bemerkenswert dabei: In den vier Jahren beim SC verpasste Makiadi nur fünf Bundesliga-Partien, stand 118 Mal in der Startelf. Und wer hat ihn soweit gebracht? Robin Dutt.

Der neue Werder-Coach hatte den in Kinshasa geborenen, aber in Lübeck aufgewachsenen Profi 2009 vom VfL Wolfsburg in den Breisgau geholt. Zwei Jahre arbeiteten sie gemeinsam im Breisgau, nun gibt‘s die Fortsetzung in Bremen. Dutt lobt Makiadi als „offensivstarken Spieler mit sehr guten defensiven Qualitäten. Er wird unserer Mannschaft guttun.“

Gleichwohl hat sich der Bremer Neuzugang bislang nicht als allseits bestaunte Blüte der Bundesliga hervorgetan. Und ein Großteil der Werder-Fans hatte für die zentrale Position im Mittelfeld auf einen klangvolleren Namen gehofft. Doch das, erklärt Eichin deutlich, „sind Hirngespinste. Wir brauchen ein stabiles Team, müssen erstmal wieder ein Gerüst haben.“

Cedric Makiadi soll ein tragendes Element sein – und freut sich offenbar so sehr auf die neue Aufgabe, dass er die Europa League mit Freiburg gegen den Neuanfang mit Werder tauscht. „Ich wollte diese Chance gerne wahrnehmen und in einer jungen Mannschaft Verantwortung übernehmen“, wird Makiadi in einer Pressemitteilung des SV Werder zitiert.

Mit seiner Verpflichtung wird einerseits die Luft für Mehmet Ekici in Bremen immer dünner und ist andererseits die Personalie Julian Schuster vermutlich vom Tisch. „Wir haben die Komponente gefunden, die wir brauchen“, so Thomas Eichin. Gesucht wird noch nach einem Innenverteidiger (Fallou Diagne?) und nach einem Stürmer. Eichin bestätigt das Interesse an dem Bulgaren Aleksandar Tonew (23) von Lech Posen: „Wir würden ihn gerne haben. Aber das geht auch anderen Clubs so.“

Zudem dementiert Eichin, dass der AC Florenz ein Angebot für den in Ungnade gefallenen Marko Arnautovic (Vertrag bis 2014) abgegeben hat. „Bei mir liegt nichts vor“, sagt der 46-Jährige.

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