Glücksgefühle und ein Rüffel beim Debüt

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Predrag Stevanovic feiert ersten Bundesliga-Einsatz

BREMEN . Sein Bundesliga-Debüt hatte sich Predrag Stevanovic ein wenig anders vorgestellt. In der 77. Minute war der 20-Jährige im Heimspiel gegen Wolfsburg eingewechselt worden, Werder lag 0:1 zurück – und verlor die Partie.

„Es wäre mir natürlich lieber gewesen, wir hätten gewonnen. Dann wäre ich richtig glücklich gewesen“, sagte der junge Mittelfeldspieler mit der schmalen Statur. Dennoch war Stevanovic, im Winter von Schalke 04 gekommen und eigentlich erstmal nur für die zweite Mannschaft vorgesehen, happy, das erste Mal Bundesliga-Luft geschnuppert zu haben.

Die Noten der Spieler

Verhängnisvolle Fehler und Flaute im Sturm

Als er von Co-Trainer Matthias Hönerbach gerufen wurde, um eingewechselt zu werden, „war ich schon etwas aufgeregt. Aber das ist doch normal“, berichtet Stevanovic: „Im Spiel war es dann aber okay. Es war einfach ein schönes Gefühl.“ Stevanovic’ Debüt war sicherlich auch der personellen Not geschuldet.

Dass Trainer Thomas Schaaf den Youngster in so einem wichtigen Spiel und bei einem Rückstand einwechselte, glich fast schon einer Verzweiflungstat. „Ich habe aber keinen besonderen Druck gespürt. Wenn ich auf den Platz komme, versuche ich mein Bestes zu geben. Ich will einfach nur Spaß haben“, schmunzelte der in Essen geborene Serbe.

Doch die Lust hat Marko Marin ihm fast verdorben. Als sich Stevanovic in Höhe des Mittelkreises zu einem taktischen Foul an Marcel Schäfer hinreißen ließ, indem er den Wolfsburger fest am Trikot zog, wurde Stevanovic von seinem Teamkollegen zusammengestaucht. „Das ist schon vergessen“, behauptete der Debütant später: „Das kommt vor im Fußball.“

Werder-Training am Montag

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Jetzt hofft Stevanovic, der sich selbst als „lockeren, aber sehr ehrgeizigen Typen“ bezeichnet, auf weitere Einsätze, bleibt dabei aber auf dem Teppich. „Vielleicht war es ein Startschuss. Vor allem aber weiß ich, dass ich weiter Gas geben muss. Natürlich ist so ein Einsatz auch ein wenig eine Bestätigung dafür, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Aber es war noch längst kein Signal, etwas erreicht zu haben.“  flü

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