Werder gewinnt in Salzburg ersten Titel

Erst die Ujah-Show, dann Wiedwalds Parade

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ZUM ZUNGESCHNALZEN: Anthony Ujah demonstrierte beim Hackentor zum 2:0 gegen Salzburg ausgeprägte technische Fähigkeiten.

Salzburg - Sie jubelten nicht ausgelassen, aber sie lachten und strahlten: Werder hat sich gestern Abend den ersten Titel der noch sehr jungen Saison geschnappt. Die Bremer gewannen beim Blitzturnier in Salzburg den Audi-Quattro-Cup und zeigten dabei zwei gute Leistungen. Im Halbfinale wurde Gastgeber FC Red Bull Salzburg in 45 Minuten dank einer Gala von Anthony Ujah mit 4:0 vom Platz gefegt. Im Finale trotzten die Bremer dann in Unterzahl dem FC Valencia ein 0:0 ab und entschieden das fällige Elfmeterschießen dank einer Parade von Keeper Felix Wiedwald für sich. Bestens gelaunt traten die Werder-Profis danach die Weiterreise zum einwöchigen Trainingslager in Zell am Ziller an.

FC Red Bull Salzburg - Werder Bremen 0:4: Einer hatte schon vor der Partie gewonnen – Zlatko Junuzovic. Der Werder-Profi wurde von seinen Landsleuten mit sehr viel Applaus empfangen. Danach feuerten die Gastgeber natürlich nur noch ihr Team an – und sahen durchaus überlegene Salzburger. Aber Werder verteidigte gut, ließ nur eine Chance durch Takumi Minamino zu, der an Felix Wiedwald scheiterte (12.). Da war Philipp Bargfrede auf der anderen Seite wesentlich abgeklärter. Nach feinem Doppelpass mit Anthony Ujah vollstreckte er zum 1:0 (16.). Und es wurde noch schöner: Der mutig agierende Spielmacher Maximilian Eggestein schickte Junuzovic auf die Reise, der bediente Ujah – und der Neuzugang vom 1. FC Köln beförderte den Ball mit der Hacke ins Netz (22.). Ein Traumtor! Da ging ein Raunen durch die Arena, die mit 8000 Zuschauern nur zu einem Viertel gefüllt war.

Salzburg wirkte geschockt. Der österreichische Meister, der sich schon am Ende seiner Vorbereitung befindet, lief nur noch hinterher. So durfte der sehr auffällige Linksverteidiger Ulisses Garcia ungehindert mit einem satten Schuss auf 3:0 erhöhen (27.). Danach vergab Franco Di Santo gleich drei gute Gelegenheiten, ehe er quasi mit dem Schlusspfiff nach Vorarbeit von Ujah doch noch das hoch verdiente 4:0 markierte (45.).

„Das ist gut für den Kopf. Die Mannschaft sieht, dass die Arbeit auch Positives bewirkt“, freute sich Viktor Skripnik nach dem Spiel, der Coach warnte aber zugleich: „Es ist keine Zeit für Euphorie, wir stehen erst am Anfang.“

Werder: Wiedwald - Zander, Galvez, Lukimya, U. Garcia - Bargfrede, Fritz, Junuzovic (36. Grillitsch), Eggestein (32. von Haacke) - Ujah, Di Santo.

Audi Quattro-Cup: Werder triumphiert

Werder Bremen - FC Valencia 0:0: Skripnik hatte bis auf Keeper Wiedwald ein ganz anderes Team ins Finale geschickt – und das durfte sich erst mal die spanische und dann auch die deutsche Hymne anhören. Warum auch immer… An Weltmeister Shkodran Mustafi kann es jedenfalls nicht gelegen haben, den hatten die Spanier gar nicht erst mitgebracht. Und der konnte durchaus froh sein, denn auf dem Kunstrasen wurde es nach einem Tag voller Sonnenschein durch ein Gewitter mit Blitz, Donner und Starkregen ziemlich unangenehm. Aber nicht nur das machte Werder den Abend schwer, sondern auch Felix Kroos: Der bereits von Schiedsrichter Christopher Jäger ermahnte Mittelfeldspieler meckerte erneut und quittierte die daraus resultierende Gelbe Karte mit einer abfälligen Handbewegung – Gelb-Rot (27.)! Eine für ein Testspiel ungewöhnliche, aber nicht falsche Entscheidung des österreichischen Unparteiischen. Werder hatte in Makiadi damit nur noch einen Sechser, agierte ansonsten weiter mit drei Mittelfeldspielern und einer Spitze. Im Halbfinale hatte Skripnik noch auf die gewohnte Raute gesetzt.

Die Bremer stecken die Unterzahl gut weg, Valencia kam zu keiner einzigen echten Chance mehr. Die Ersatz-Innenverteidigung Mateo Pavlovic und Oliver Hüsing machte einen ordentlichen Job. Florian Grillitsch hätte sogar für den Coup sorgen können, traf aber nur das Außennetz (44.). So musste ein Elfmeterschießen über den Turniersieg entscheiden – ein etwas ungewöhnliches, denn es galt sofort das K.o.-System. Und nach drei Schützen war Schluss, weil Wiedwald den Versuch von Salva Ruiz parierte. Julian von Haacke, der starke Levin Öztunali und Janek Sternberg hatten für Werder sicher verwandelt.

Werder: Wiedwald - Gebre Selassie, Hüsing, Pavlovic, Sternberg - Makkiadi, Kroos, - Öztunali, Aycicek (40. Grillitsch), Hajrovic (37. von Haacke) - Bartels.

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