Özils Traumtor gegen Dortmund – danach hechelten die Bremer hinterher / „Der Akku ist leer“

1:1 – Werder geht die Puste aus

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Werder-Bremen - Von Arne Flügge · Die Serie hat gehalten. Seit nunmehr 19 Pflichtspielen in Folge ist Werder Bremen ungeschlagen. Doch die Einschläge der ersten Niederlage seit dem Saisonauftakt gegen Frankfurt (2:3) kommen immer näher. Nur mit viel Glück erreichte die Mannschaft von Trainer Thomas Schaaf gestern Abend gegen Borussia Dortmund ein 1:1 (1:0).

„Dortmund war die bessere Mannschaft. Sie waren aggressiver, und wir hätten uns nicht beschweren können, wenn wir das Ding verloren hätten“, analysierte Bremens Torwart Tim Wiese die Punkteteilung vor 34 906 Zuschauern im Weserstadion. Wiese selbst hatte – mal wieder – großen Anteil daran gehabt, dass Werder am Ende nicht als Verlierer dastand. Mit einem Riesenreflex in der 81. Minute gegen den freistehenden Ex-Bremer Nelson Valdez hielt der Nationalkeeper das Unentschieden fest. „So eine dicke Chance, und ich mach’ sie nicht weg. Ich hab zu Wiese gleich nach der Szene zum Spaß Arschloch gesagt“, verriet Valdez – und konnte schon wieder schmunzeln. „Seit Wochen ist Tim blendend drauf, das ist schon fast Normalform geworden“, lobte Werder-Sportchef Klaus Allofs seine Nummer eins.

Die Fotos vom Spiel

Werder Bremen - Borussia Dortmund

Der 52-Jährige war am Ende froh, dass seine Mannschaft zumindest noch den einen Punkt in Bremen behalten und damit Platz zwei in der Liga behauptet hat. „Man hat gemerkt, dass die Mannschaft müde ist, in einigen Situationen hat der letzte Schritt gefehlt“, sagte Allofs.

Nach der achten englischen Woche und dem siebten Spiel in den vergangenen drei Wochen gehen die Bremer mittlerweile auf dem Zahnfleisch. „Die Beine sind schwer, uns hat am Ende die Kraft gefehlt“, räumte Mittelfeldstar Mesut Özil ein.

Dabei war zunächst alles nach Plan gelaufen. Werder dominierte das Spiel in der ersten Halbzeit und ließ kaum einmal eine gefährliche Situation des Gegners zu. „Ein Klassespiel, wir sind super reingekommen. Das war sehr intensiv“, lobte

Trainer Thomas Schaaf den Auftritt seiner Mannschaft in den ersten 45 Minuten.

Allerdings fehlte im Abschluss die letzte Konsequenz. Der verletzte Stürmerstar Claudio Pizarro wurde erneut schmerzlich vermisst. Hugo Almeida mühte sich, konnte den Peruaner aber nicht gleichwertig ersetzen.

So bedurfte es schon eines Geniestreichs, der in der 36. Minute zum verdienten Bremer 1:0 führte. Aaron Hunt setzte sich auf der rechten Seite durch, sah Mesut Özil im Rücken der Abwehr. Ein Traumpass, eine traumhafte Volleyabnahme – und der Ball zappelte im Dortmunder Netz. Ein Supertor des Nationalspielers!

Der Treffer hätte Werder eigentlich die nötige Sicherheit geben müssen, doch anstatt nun nachzulegen, zogen sich die Bremer zurück. „Wir müssen das 2:0 machen, das hätte uns heute gerettet“, sagte Allofs.

Doch stattdessen gaben die Dortmunder mit dem Pausenpfiff den ersten Warnschuss ab. Sahins Freistoß boxte Wiese gerade noch über die Latte.

Nach dem Wechsel machte dann der BVB enorm Druck und kam zu Chancen. Zunächst wurde ein Tor von Lucas Barrios wegen Abseits fälschlicherweise nicht anerkannt (53.), nur 60 Sekunden später war der Argentinier dann aber erneut zur Stelle und drückte den Ball in Manier eines Torjägers über die Linie. Diesmal zählte der Treffer – 1:1 (54.).

„Wir hatten nach dem 0:1 nichts zu verlieren, deswegen haben wir Gas gegeben und frech nach vorn gespielt“, beschrieb BVB-Stürmer Valdez den Dortmunder Offensivdrang: „Damit haben wir Werder den Spaß genommen.“

Nicht nur das. Die Bremer wirkten von Minute zu Minute müder. Die Dortmunder, weder international noch im DFB-Pokal aktiv, waren frischer. „Wir haben nichts mehr zugelassen und hätten heute einen Großen schlagen können“, meinte BVB-Abwehrspieler Mats Hummels. Doch Bremens Torwart Wiese hatte etwas dagegen, als er die Großchance von Valdez kurz vor Schluss zunichte machte. „Ich bin froh, dass wir den Punkt noch geholt haben“, sagte der Keeper: „Bei uns war der Akku leer. Es ging gar nichts mehr!

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