Bremer treffen in Europa League auf Austria Wien, Athletic Bilbao und Funchal

Werder geht als Favorit in die Gruppenphase

Freut sich auf attraktive und schlagbare Gegner in der Gruppenphase der Europa League: Werder-Trainer Thomas Schaaf.

Bremen - Von Arne FlüggeHSV-Idol Uwe Seeler hatte ein glückliches Händchen. Der Ehrenspielführer der deutschen Fußball-Nationalmannschaft loste Werder Bremen gestern in Monte Carlo attraktive, vor allem aber schlagbare Gegner zu.

In der Gruppe L der Europa League muss sich Werder mit Austria Wien, dem spanischen Team Athletic Bilbao sowie Nacional Funchal aus Portugal auseinandersetzen. Die beiden ersten der insgesamt zwölf Gruppen erreichen die K.o-Runde, Werder tritt zum Auftakt am 17. September (21.05 Uhr/live bei Sky und Sat.1) auf Madeira gegen Funchal an.

Eine Mannschaft, die Thomas Schaaf überrascht hat. „Sie haben in der Qualifikation Zenit St. Petersburg rausgeschossen. Das zeigt, dass sie zu tollen Leistungen fähig sind“, lobte der Werder-Trainer die Portugiesen, die von Haus aus „alle gute Fußballer“ seien. Funchals Trainer Manuel Machado ist für Werder kein Unbekannter. 2008 betreute er den SC Braga, gegen den sich die Bremer in der Runde der letzten 32 des UEFA-Cups mit 3:0 und 1:0 durchsetzten.

Bilbao, so Schaaf, habe als Vorjahres-13. der spanischen Primera Division zwar in der Liga nicht so sehr überzeugt, verfüge aber über eine „sehr, sehr starke Mannschaft, die über die vergangenen Jahre hinweg immer wieder Besonderes geleistet hat“. Dass die Nordspanier, die lediglich als Pokalfinalist in die Qualifikation gerutscht sind, traditionell auf Spieler aus dem Baskenland setzen, imponiert dem Bremer Trainer.

An Austria hat Schaaf noch beste Erinnerungen. 1989 traf er als Spieler in der zweiten Runde des UEFA-Pokals auf die Wiener Veilchen. „Das ist lange her, wir haben zu Hause hoch gewonnen und dann, naja, dort gedacht es geht von allein . . .“, blickte der Coach zurück. 5:0 und 0:2 hieß es damals aus Bremer Sicht.

Ein Spaziergang wird die Aufgabe für Werder diesmal nicht. Dennoch müssen sich die Bremer in der Gruppe L mit der Favoritenrolle abfinden – auch wenn Schaaf das gar nicht mag. „Wer Favorit oder Außenseiter ist, das ist mir wurscht“, behauptete der 48-Jährige: „Wir wollen gute Spiele, gute Ergebnisse abliefern und uns durchsetzen.“

Doch so ganz konnte Schaaf die Bürde des Favoriten dann doch nicht abschütteln. „Vom Papier her haben wir gute Chancen durchzukommen“, räumte der Bremer Coach ein, forderte aber: „Wir müssen Respekt vor jedem Gegner haben und dürfen nicht überheblich sein. Selbstbewusst ja, aber nicht nachlässig.“ Denn der internationale Wettbewerb habe schon häufig gezeigt, „dass man die Gegner nicht so einfach abhaken kann“.

Gleichwohl wäre es eine dicke Überraschung, sollte Werder sich nicht für die K.o.-Runde qualifizieren. Das weiß auch Werder-Sportchef Klaus Allofs : „Wir sind die vom UEFA-Ranking her am höchsten bewertete Mannschaft. Das bedeutet, dass wir in der Favoritenrolle sind. Und der wollen wir auch gerecht werden.“

Um am Ende vielleicht erster Europa-League-Sieger zu werden. Mit dem UEFA-Pokal, dem Vorgänger-Wettbewerb, hat’s schließlich nicht geklappt. Werder verlor im Mai das Finale gegen Schachtjor Donezk mit 1:2, „und diesmal wollen wir den Pokal auch mal gewinnen“, sagte Werder-Stürmer Claudio Pizarro.

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