Werder fühlt sich weiter als Nummer eins im Norden

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Marko Arnautovic zeigt an, wo Werder hingehört: nach oben.

BREMEN - von Björn Knips. Klaus Allofs kann sich noch gut daran erinnern: „Vor einigen Jahren haben sie bei Hannover 96 gesagt, dass sie mit ihren Möglichkeiten nie ins internationale Geschäft kommen werden.“ Jetzt ist der Club aus der Landeshauptstadt einziger Nordvertreter in Europa, aber deshalb noch lange nicht die neue Nummer eins ganz oben in der Republik, wie Allofs als Boss von Werder Bremen betont: „Da sind wir noch ein Stück voraus.“

Entsprechend selbstbewusst gehen die Bremer ins morgige Derby an der Leine (15.30 Uhr), aber überheblich sind sie deshalb noch lange nicht.

Ausgerechnet Marko Arnautovic, vor gar nicht so langer Zeit als unbedachter Dampfplauderer berüchtigt, wird da zum Mahner: „Natürlich ist Werder für mich die Nummer eins im Norden. Aber reden kann man viel, wir müssen das auf dem Platz auch beweisen.“ Der Österreicher ist in dieser Saison kaum noch zu bremsen. „Ich habe gemerkt, dass ich – egal in welchem Spiel oder in welchem Training auch immer – 110 Prozent geben muss.“ Für den Auftritt in Hannover seien sogar „120 Prozent nötig“ – und zwar von allen Bremern. Denn vor 96 hat Arnautovic Respekt: „Die stehen hinten gut, sind spielerisch auch nicht schlecht und sehr heimstark.“ Sein Coach Thomas Schaaf lobt in diesem Zusammenhang auch noch die Geduld des Gegners: „Sie können auf den Moment warten, das Tor zu machen.“

Training am Freitag

Werder-Training am Freitag

Werder kann das in dieser Saison aber auch – notfalls bis zur letzten Minute wie beim 2:1-Sieg gegen die Hertha. Doch bei aller Freude über den späten Erfolg und der Bestätigung von Platz zwei in der Tabelle ist Schaaf längst nicht zufrieden: „Wir müssen das klarer, dominanter, souveräner abliefern. Man muss immer seinem System, seiner Ordnung, seiner Philosophie folgen. Damit tun wir uns manchmal noch schwer.“

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Nur gut, dass Werder in dieser Saison ohne Reisestress unter der Woche viel an den Defiziten arbeiten kann. Findet auch Schaaf: „Früher blieb uns dafür bei all‘ den Spielen nur die Kurzform, also mehr das Erzählen als das Handeln. Jetzt können wir Themen intensiver bearbeiten.“ Und anstrengende Expeditionen in die tiefste Provinz der Ukraine bleiben den Bremern, anders als den morgigen Gastgebern auch erspart. Doch das spiele keine Rolle, behauptet Arnautovic: „Die werden hundertprozentig nicht müde sein. Die sind doch auch voll durchtrainiert und können so etwas gut aushalten.“ Der Stürmer rechnet sogar damit, dass 96 gegen Werder noch motivierter zur Sache gehen werde als am Donnerstagabend beim 2:1-Sieg gegen Worskla Poltawa. Schließlich geht‘s um die Vorherrschaft im Norden – und die Zukunft in Europa. Beide Teams sind heiße Anwärter und deshalb auch große Konkurrenten, wobei Arnautovic unmissverständlich klarmacht: „Wir müssen wieder nach Europa kommen.“ n kni

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