Naldo: „Ich denke, wir schaffen am Freitag drei Punkte in Stuttgart“

Werder fühlt sich als Sieger und ist bereit fürs Endspiel

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Turmbau zu Bremen – und Torschütze Naldo (2. von links) ist mittendrin: Der Brasilianer rettete Werder mit diesem Kopfball einen Punkt gegen Borussia Mönchengladbach.

Bremen - Ängstlich war vorgestern: Der SV Werder ist im Kampf um einen Platz im internationalen Geschäft endlich wieder mutig. Auf und neben dem Platz. So forsch wie am Dienstagabend beim 2:2 (1:0) gegen Borussia Mönchengladbach hatten die Bremer schon lange nicht mehr agiert – und das nach dem Platzverweis gegen Sebastian Boenisch sogar über eine Stunde in Unterzahl. Ähnlich angriffslustig ging es gestern weiter.

„Dieses Unentschieden ist eine positive Sache für uns. Ich habe jetzt ein gutes Gefühl und denke, wir schaffen am Freitag drei Punkte in Stuttgart“, frohlockte Naldo und fügte noch zuversichtlich an: „Wir haben gezeigt, dass wir die Europa League erreichen können.“

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Von der Einstellung her stimmt das. Von der Leistung her sind jedoch weiterhin Zweifel angebracht. Das Positive zuerst: Die Bremer fühlten sich zurecht als moralischer Sieger. Denn nach der frühen Führung durch Markus Rosenberg (18.) steckten sie die Rote Karte von Boenisch nach Notbremse an Patrick Herrmann (28.) ebenso gut weg wie Ausgleich (52.) und Rückstand (67.) – jeweils durch Mike Hanke. Werder gab nicht auf, demonstrierte Wir-Gefühl – und Naldo sorgte per Kopf für die Belohnung (74.). Es war der erste Punktgewinn gegen eines der Top-Vier-Teams der Bundesliga in dieser Saison. Den Claudio Pizarro hätte sogar verdreifachen müssen (81.), doch dem Peruaner ist die Torgefahr gerade irgendwie abhanden gekommen. Und so mochte sich Clemens Fritz zwar über die „unheimliche Moral“ seiner Mannschaft freuen, der Kapitän merkte aber auch kritisch an: „Wenn wir nicht gewinnen, werden wir unsere Ziele nicht erreichen.“

Seit nunmehr fünf Partien gab es keinen Dreier mehr. Gegen Gladbach wäre der auch ohne Platzverweis äußerst schwer geworden. Und das ist das Negative: Die Gäste überrannten die neu formierte Bremer Defensive ein ums andere Mal mühelos, um dann allerdings im Abschluss kläglich zu scheitern. Auch deshalb blieb Werder in der Partie. Wenn Naldo nun von „einem guten Spiel“ spricht, dann gilt das vornehmlich für die Leidenschaft und die wiederentdeckte Angriffslust. Zu der auch Thomas Schaaf seinen Beitrag leistete. Der Coach hatte sich nach dem Platzverweis schnell von der Idee verabschiedet, wie sonst üblich in solchen Situationen einen Stürmer zu opfern. Ersatzspieler Aleksandar Ignjovski musste sich wieder setzen und Pizarro sich ins Mittelfeld zurückfallen lassen. So blieben die Bremer in Unterzahl ziemlich offensiv – und wurden nach Naldos Ausgleich sogar noch offensiver, weil Schaaf für Innenverteidiger Francois Affolter Stürmer Niclas Füllkrug brachte. Der Trainer wollte den Dreier, bekam ihn zwar nicht, aber das Signal blieb bestehen: Auf der Zielgeraden der Bundesliga riskiert Werder alles, um auf die europäische Bühne zurückzukehren. Kein Wunder: Denn es wäre das erste Mal seit 30 Jahren, dass die Hanseaten in zwei Spielzeiten in Folge nur in Deutschland spielen.

Werder Bremen - Borussia - Mönchengladbach

Werder Bremen - Borussia Mönchengladbach 2:2

„Wir müssen in Stuttgart nachlegen“, fordert Spielmacher Marko Marin und findet die Bezeichnung „Endspiel“ für die morgige Partie beim Tabellenfünften absolut treffend: „Das kann man so sagen, denn wir müssen da gewinnen. Alles andere bringt uns nicht weiter.“ Einziges Problem: Beim Blick auf Stuttgarts Bilanz kann einem durchaus Angst und Bange werden. Die Schwaben haben seit acht Spielen nicht mehr verloren. · kni

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