Verdener Polizei wundert sich über die Begründung des Bundesligisten

Werder fühlt sich nicht sicher – Training verlegt

Im vorgezogenen Abschlusstraining ging es ordentlich zur Sache: Papy Djilobodji war dabei nicht gut auf Jannik Vestergaard zu sprechen, Kapitän Clemens Fritz schlichtete. - Foto: nph

Verden - Erst das Pokalfinale, dann ein Training der Werder-Profis – Verden hatte sich auf einen ganz besonderen Sportnachmittag im Stadion am Berliner Ring gefreut. Doch es kam gestern alles ganz anders. Der Bundesligist machte einen Rückzieher – aus Sorge vor zu viel Trubel.

Ursächlich dafür sei aber nicht die eigene, offenbar etwas zu naive Planung gewesen, so Sportchef Thomas Eichin, sondern: „Es wurde uns von der Polizei mitgeteilt, dass die Sicherheit nach dem Pokalspiel nicht so richtig übernommen werden könnte. Es wurde uns gesagt, es wäre besser, wenn wir das umgehen könnten.“ Helge Cassens widersprach dieser Darstellung. „Wir haben das nicht verboten, wir haben uns auch nichts gewünscht“, sagte der Pressesprecher der Verdener Polizei: „Wir haben nur dargelegt, was da los sein wird. Das war dann komplett Werders Entscheidung. Wir hätten uns darauf eingestellt, auch wenn es eine Herausforderung gewesen wäre.“

Werder war am Samstagabend nach Verden gereist, um sich in aller Ruhe im Niedersachsenhof auf das Schicksalsspiel heute gegen den VfB Stuttgart vorzubereiten. Gestern sollte dann um 17.30 Uhr das Abschlusstraining stattfinden – nach dem Kreispokalfinale zwischen dem TSV Dauelsen und dem SV Hönisch. Werder hatte diese Kröte – mit der ungewöhnlich späten Einheit – geschluckt, weil das Training unbedingt im Stadion stattfinden sollte. Doch als den Bremern bewusst wurde, dass so ein Finale ein echtes Spektakel ist – mit letztlich 400 Zuschauern, wurde der Club nervös. Zumal sich via Internet schon weitere Werder-Fans angekündigt hatten. Am Morgen zog der Bundesligist die Notbremse und schickte die Profis schon um 10 Uhr auf den Rasen.

„Für uns war das easy, wir steigen in den Bus und trainieren, die Fußballschuhe sind ja da“, meinte Eichin, der die Planänderung ganz entspannt sah: „Für uns ist das kein Problem, ob wir vormittags oder nachmittags trainieren.“ Für die Fans war es dagegen schon ärgerlich, doch da bat Eichin um Nachsicht: „Das ist momentan nicht unser Aspekt. Unser Aspekt ist, fit zu sein, fokussiert zu sein. In dieser Phase müssen wir das andere mal an die Seite legen.“ - kni

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