Clubchef bleibt bis 2015, Cheftrainer bis 2014 / Lemke: „Unendlich wichtig“

Der Werder-Frieden: Neue Verträge für Allofs und Schaaf

Von atmosphärischen Störungen keine Spur: gemeinsam lachen Klaus Allofs und Willi Lemke bei der Pressekonferenz nach der Einigung im Vertragspoker.

Bremen - Auf einmal ging alles ganz schnell: Geschäftsführer Klaus Allofs und Cheftrainer Thomas Schaaf haben gestern ihre im Sommer auslaufenden Verträge bei Werder Bremen verlängert. Nach langem Vertragspoker einigte sich Allofs mit dem Aufsichtsrat auf eine Fortsetzung der Zusammenarbeit bis 2015.

Der Kontrakt beinhaltet zudem eine leistungsbezogene Option für eine weitere Saison. Coach Schaaf unterschrieb bis 2014.

„Unendlich wichtige Baustellen“ seien damit noch rechtzeitig vor Weihnachten geschlossen worden, sagte Aufsichtsratschef Willi Lemke auf einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz und sprach von einer „Bescherung vor der Bescherung“.

Lange hatte es jedoch so ausgesehen, als ob in den Verhandlungen zwischen Allofs, dem Vorsitzender der Geschäftsführung, und Lemke, dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates, der Baum brennen würde. Den Protagonisten wurde ein Gerangel um Macht und Kompetenzen nachgesagt, von atmosphärischen Störungen war die Rede. Doch gestern herrschte der große Frieden. „Es gab einige Dinge zu klären. Dabei ging es auch mal rustikaler zu“, räumte Allofs zwar ein, aber es sei „immer nur um Sachfragen, nicht um persönliche Angelegenheiten“ gegangen. Sein Verhältnis zu Lemke? Ungetrübt. „Meine Unterschrift ist ein ganz klares Bekenntnis zu Werder Bremen, ohne Wenn und Aber. Die Verlängerung wäre nicht zustande gekommen, wenn es in den Befugnissen irgendwelche Veränderungen gegeben hätte“, betonte er.

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Auch Willi Lemke lobte demonstrativ die „konstruktive Auseinandersetzung: Wir haben beide hart und gut verhandelt.“ Vor allem aber lange. Im Februar hatte es das erste Gespräch gegeben. Wegen der damals heiklen sportlichen Situation hatte Allofs Gespräche aber abgelehnt und in den Sommer verschoben. Letztlich dauerte es bis gestern, ehe das Ziel erreicht war. „Die Tinte ist noch vor Weihnachten trocken – wie versprochen“, meinte Lemke.

Dabei hatte Allofs („Wir sind nicht unter Druck“) mit einer Entscheidung noch vor Jahresende nicht mehr gerechnet. und quasi schon auf gepackten Koffern gesessen. Allerdings nicht, um Werder für immer zu verlassen, sondern um über die Festtage mit der Familie in die Sonne zu fliegen. Doch dann kam das Kommando des Aufsichtsrates: Herkommen, verhandeln, Vertrag unterschreiben. Nach einem Telefon-Marathon unter den sechs Aufsichtsratsmitgliedern am Sonntag, wurde für gestern, 9.00 Uhr, ein Treffen mit Allofs anberaumt. Um 12.08 Uhr – Willi Lemke hatte extra auf die Uhr geschaut – war die Sache dann vom Tisch, der Vertrag verlängert. „Wir haben einen Kompromiss gefunden“, berichtete Lemke.

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Wie der aussieht, ließ sich niemand entlocken. Aus dem Vertragsinhalt ist nur bekannt, dass Allofs’ Jahresverdienst von geschätzten einer Million Euro künftig noch stärker als bislang an den sportlichen Erfolg der Mannschaft gekoppelt ist. „Dem konnte ich mich nicht entziehen, wenn ich von den Spielern das Gleiche verlange“, sagte Allofs. Zudem handelt es sich bei der Option um ein Zugeständnis des Aufsichtsrates an Allofs. Sollte Werder in der Saison 2014/15 ein im Vertrag fixiertes, aber nicht öffentlich gemachtes Ziel erreichen, würde sich der Kontrakt automatisch bis 2016 verlängern. · csa

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