Werder-Frauen starten am Sonntag mit Heimspiel gegen Köln in die Saison / Eta fordert volle Konzentration

Mit Mut und Respekt ins Abenteuer Bundesliga

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Marie-Louise Eta glaubt an Werders Stärke und wünscht sich einen Auftaktsieg gegen Köln.

Werder-Bremen - Von Astrid Labbert. Den Sieg gegen den VfL Bochum im DFB-Pokal im Rücken, starten die Werder-Frauen am Sonntag in die erste Bundesliga. Viel Selbstvertrauen wird nötig sein, um dort als Aufsteiger zu bestehen. „Wir müssen jedes Spiel an unsere Grenzen gehen“, sagt Kapitänin Marie-Louise Eta. Gegen Mitaufsteiger 1. FC Köln soll nun gleich der erste Sieg her: „Wir wollen den Zuschauern ein gutes Spiel bieten. Und wir wollen die drei Punkte.“

Sechs Wochen Vorbereitung mit dem neuen Trainer Steffen Rau und fünf Neuzugängen sowie Talenten aus der eigenen Jugend liegen hinter der Mannschaft. Jetzt kommt mit dem Saisonauftakt auf „Platz 11“ direkt eines der Spiele, bei dem die Werderanerinnen wichtige Punkte für das Saisonziel Klassenerhalt sammeln können. Köln zählt zu den Gegnern, gegen die sich die Grün-Weißen berechtigte Chancen ausrechnen können. „Im ersten Spiel ist schon ein gewisser Druck da, das lässt sich nicht von der Hand weisen“, gesteht auch Trainer Rau ein: „Wir wollen aber die drei Punkte in Bremen behalten.“

Während Werder als Vizemeister aufstieg, ließ Köln in der 2. Bundesliga Süd die Konkurrenz mit satten 20 Punkten Vorsprung hinter sich. „Es interessiert uns nicht, was vor zwölf Wochen war“, sagt Rau jedoch: „Es geht bei Null los. Köln wird fighten, wir wollen dagegenhalten. Ich bin gespannt, wie die Mädels die Vorgaben umsetzen.“

Für die Mannschaft wird der Auftakt in mehrfacher Hinsicht eine neue Erfahrung: Seit dem Aufstieg ist das Interesse an den Werder-Frauen gestiegen. Die Heimspiele werden im Stadion „Platz 11“ statt auf dem Nebenplatz ausgetragen, zur Premiere um 11 Uhr hoffen die Werder-Frauen auf eine ordentliche Kulisse.

Dazu kommt das dicke Fragezeichen, wie groß die Umstellung auf die erste Liga wirklich sein wird: „Fußball spielen können wir. Jetzt heißt es, körperlich und läuferisch dagegenzuhalten“, sagt Eta. Sie zählt zu den wenigen Spielerinnen im Kader, die über Erstliga-Erfahrung verfügen (Turbine Potsdam, Hamburger SV, BV Cloppenburg) und ihrem Team bei aller Vorfreude zum Auftakt vor allem eines mit auf den Weg geben will: „Wir dürfen uns nicht aus der Konzentration bringen lassen.“

Genau beobachten wird das auch die Frau, die hinter Werders Weg von der Gründung der Frauenfußballabteilung vor acht Jahren bis zur ersten Bundesliga steht: Birte Brüggemann. „Ein großes Ziel ist erreicht“, sagt die Abteilungsleiterin, um dann gleich nachzuschieben: „Jetzt wollen wir mit dem Klassenerhalt die nächste Etappe schaffen.“

Nur drei Tage Urlaub hat sie im Sommer gemacht, ansonsten das Abenteuer Bundesliga vorbereitet – soweit man das bei Abenteuern, noch dazu mit schmalem Geldbeutel, tun kann. „Wir sind froh, wenn es endlich losgeht“, betont Brüggemann.

Infos - Ein Livespiel pro Woche

Wo finden die Heimspiele statt? Stadion „Platz 11“ neben dem Weserstadion.

Wie teuer sind Eintrittskarten? Stehplatz 5 Euro (ermäßigt 3), Tribüne 7 bis 10 Euro (ermäßigt 5 bis 8), Kinder bis zehn Jahre haben freien Eintritt.

Was wird live im Fernsehen gezeigt? Ein Spiel der Frauen-Bundesliga pro Spieltag (Eurosport und im Livestream von DFB-TV http://tv.dfb.de/).

Wann wird gespielt?  Sonntags um 11 oder 14 Uhr (Abweichungen bei TV-Übertragung).

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