Treffen mit DFB-Sportdirektor

Werder fliegt auf Dutt

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Der Ex-Coach und sein Nachfolger? Thomas Schaaf (rechts) bekam im April beim Werder-Training Besuch von DFB-Sportdirektor Robin Dutt.

Bremen - von Björn Knips und Malte Rehnert. Wenn einer eine Reise tut, dann kann er viel erzählen. Wenn drei eine Reise tun, dann wollen sie einen Trainer verpflichten. Die komplette Werder-Geschäftsführung flog gestern Morgen nach Stuttgart, um dort mit Robin Dutt zu verhandeln.

Aktuelle News: Einigung mit Robin Dutt

Der Sportdirektor des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) soll in Bremen Nachfolger von Thomas Schaaf werden. Es wäre ein echter Coup. Eine offizielle Bestätigung des Treffens blieb gestern aus (Bericht hier). Sportchef Eichin wollte sich zum Thema Dutt nicht äußern: „Ich kommentiere weiterhin keine Namen.“

Somit bleibt auch offen, ob Dutt zugesagt hat. Der 48-Jährige scheint aber alles andere als abgeneigt, ins Bundesliga-Geschäft zurückzukehren. Sein Job beim DFB, den er erst im August vergangenen Jahres als Nachfolger von Matthias Sammer (jetzt Sportvorstand beim FC Bayern) angetreten hatte, macht ihn nicht so glücklich wie erhofft. Dem Vernehmen nach soll es ihn stören, dass er seine Vorstellungen in einem so großen Verband wie dem DFB nur langsam umsetzen kann.

Für Robin Dutt spricht einiges. Der gebürtige Kölner, dessen Vater aus Indien und dessen Mutter aus dem Hochschwarzwald stammt, hat schon einmal ein Trainer-Denkmal erfolgreich beerbt – Volker Finke in Freiburg. 16 Jahre lang hatte Finke im Breisgau regiert, dann übernahm Dutt das Zepter und führte den Sportclub mit einem Jahr Anlaufzeit 2009 zurück in die Bundesliga. Zwei Jahre später lockte Bayer Leverkusen den Fußball-Lehrer an den Rhein. Doch dort war für Dutt nach nur neun Monaten Schluss.

Trotzdem gilt der 48-Jährige als absoluter Fußball-Fachmann, der gut mit jungen Profis umgehen kann, modern spielen lässt und realistische Ziele verfolgt. Weil er auch über die nötige Bundesliga-Erfahrung verfügt, passt Dutt bestens in das Bremer Profil.

Schon vor wenigen Wochen hatte es übrigens ein erstes Treffen zwischen Dutt und Eichin gegeben. Damals ahnten allerdings wohl beide Parteien noch nicht, dass sie sich schon bald wiedersehen und sogar verhandeln würden. Dutt war am 16. April zu seinem Antrittsbesuch als DFB-Sportdirektor an die Weser gekommen. Erst plauderte er mit Schaaf, dann mit Eichin – und zum Schluss schaute er sich noch das Nachwuchsleistungszentrum an. Dabei machte er sich um Werder im Abstiegskampf keine Sorgen, „weil ein exzellenter Mann wie Thomas Schaaf weiß, was er zu tun hat. Er wird Werder wieder in ruhigere Fahrwasser bringen.“

Den Klassenerhalt hat Schaaf geschafft, doch danach durfte der 52-Jährige nicht weitermachen. Die Geschäftsführung wollte für den Neuanfang einen neuen Mann. Seitdem wurden viele Namen gehandelt. Zum Beispiel Peter Stöger (Austria Wien) und Roger Schmidt (Red Bull Salzburg). Beide sind kein Thema.

Robin Dutt

Robin Dutt soll der neue Trainer werden

Werder konzentriert sich auf Dutt. Der wollte in diesen Tagen eigentlich beim Lehrgang der U 21-Auswahl in Grassau am Chiemsee weilen und schauen, wie die Vorbereitungen auf die EM in Israel laufen. Doch der DFB-Sportdirektor, dessen Vertrag noch drei Jahre läuft, sagte kurzfristig ab. Wahrscheinlich, um die Reisegruppe aus Bremen zu empfangen.

14 Jahre Thomas Schaaf bei Werder Bremen

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