Werder-Coach vor Nordderby gut gelaunt

Sonnenschein Skripnik

+
Expertenrunde am Trainingsplatz: Werder-Geschäftsführer Dr. Hubertus Hess-Grunewald (links) doziert, sein Kollege Thomas Eichin, Sportdirektor Rouven Schröder und Trainer Viktor Skripnik (von links) hören zu.

Bremen - Von Björn Knips. Es steht heute viel auf dem Spiel, sehr viel sogar: Der SV Werder kann mit seinem 500. Bundesliga-Heimsieg Geschichte schreiben, den Klassenerhalt perfekt machen, Europa so nah wie lange nicht kommen und den Erzrivalen Hamburger SV fast schon in die Zweite Liga schicken.

Viktor Skripnik bereitete seine Mannschaft gestern mit einer kurzen und knackigen Ansprache aufs Abschlusstraining für das Nordderby vor.

Der SV Werder kann es sich aber auch mit einer Niederlage wieder ungemütlich machen und doch noch in Abstiegsnot geraten. Hochspannung also an der Weser? Beim Abschlusstraining gestern Nachmittag war davon nichts zu spüren. Im Gegenteil: Trainer Viktor Skripnik kam fröhlich aus der Kabine, strahlte wie die Sonne und ließ sich mit Fans fotografieren. Seine Ansprache ans Team war kurz und knackig, dann plauderte der Coach am Spielfeldrand ganz entspannt mit den Geschäftsführern Dr. Hubertus Hess-Grunewald und Thomas Eichin sowie Sportdirektor Rouven Schröder. Nach vier Spielen ohne Sieg und einer Woche mit Maulkorb für die Spieler setzt Skripnik nun offenbar wieder auf mehr Lockerheit.

Worauf er im Spiel setzt, das blieb geheim. Denn nach einer Viertelstunde mussten die Journalisten – wie üblich beim Abschlusstraining – raus. Und so bleibt die Frage: Welches Duo bildet das Abwehrzentrum? Jannik Vestergaard ist wohl gesetzt. Assani Lukimya, Sebastian Prödl und Alejandro Galvez kämpfen um den freien Platz. „Das wird eine harte Entscheidung, die mir Bauchschmerzen bereitet“, gestand Skripnik bereits auf der Pressekonferenz für das Nordderby. Für zwei andere Positionen hat er sich dagegen schon festgelegt: Raphael Wolf bleibt die Nummer eins, Janek Sternberg linker Verteidiger. Beide hatten bei der 2:3-Pleite in Stuttgart nicht gut ausgesehen. Wie allerdings auch einige Kollegen. „Beim letzten Gegentor machen wir 15 Fehler hintereinander – das ist fatal“, hatte Eichin anschließend geschimpft und mit Blick auf das Nordderby süffisant angemerkt: „Wenn du das gegen den HSV machst, schießt sogar der HSV ein Tor.“ Die Hamburger sind bekanntlich mit nur 16 Treffern in 28 Spielen das mit Abstand harmloseste Team der Bundesliga.

Nun hat allerdings ein Stürmer beim HSV das Sagen: Bruno Labbadia. Und der vierte HSV-Coach in dieser Saison hat bereits angekündigt, dass er mutiger agieren lassen will. So wie es sich Skripnik auch immer von seiner Mannschaft wünscht. Doch davon war zuletzt wenig zu sehen. Das erinnert ein wenig ans Hinspiel, als Werder gegen völlig verunsicherte Hamburger extrem zurückhaltend agierte und am Ende mit einer 0:2-Pleite bestraft wurde. Das soll sich heute nicht und das darf sich auch nicht wiederholen.

Abschlusstraining vor dem Nordderby

Daheim will Werder nach vorne spielen – und hat dafür eine Zusatzwaffe parat. Özkan Yildirim steht nach über einem Jahr erstmals wieder im Kader für ein Bundesliga-Spiel. Die lange Leidenszeit des Sulingers, der sich nach einer Leistenoperation mit einer Schambeinentzündung herumquälte, ist vorbei. Für die Startelf kommt der 22-Jährige sicherlich noch nicht infrage, aber als Joker ist er eine gute Alternative. Zumal Yildirim in drei seiner Nordderbys jeweils einmal getroffen hat. Okay, das war in der U 17. Aber offenbar hat sich Skripnik daran erinnert, der war nämlich schon damals der Trainer des kleinen Dribbelkünstlers. Für Yildirim musste Izet Hajrovic aus dem Kader weichen. Der Bosnier gilt nach einer enttäuschenden Saison als Verkaufskandidat.

Mehr zum Thema:

Siebter Dschungel-Tag in Bildern: Ekel-Prüfung und Klo-Erlebnis

Siebter Dschungel-Tag in Bildern: Ekel-Prüfung und Klo-Erlebnis

Alexander Zverev nun gegen Nadal - Djokovic ausgeschieden

Alexander Zverev nun gegen Nadal - Djokovic ausgeschieden

Die deutschen Promis bei der Berliner Fashion Week - Bilder

Die deutschen Promis bei der Berliner Fashion Week - Bilder

Grippewelle 2017: Die aktuelle Lage in Deutschland

Grippewelle 2017: Die aktuelle Lage in Deutschland

Meistgelesene Artikel

Neue Chance für Maximilian Eggestein

Neue Chance für Maximilian Eggestein

Ekici in Trabzon suspendiert

Ekici in Trabzon suspendiert

Test gegen Moskau verloren - Capin wechselt zu Davala

Test gegen Moskau verloren - Capin wechselt zu Davala

„Auf dem Spinning-Rad im Kraftraum einfacher“

„Auf dem Spinning-Rad im Kraftraum einfacher“

Kommentare