Werder-Coach Skripnik freut sich über „frische“ Spieler und einen knallharten Konkurrenzkampf

„Das wird ein heißer Tanz“

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Bei Wind und Regen durch den Bürgerpark: Werders Athletikcoach Reinhard Schnittker lief gestern vorweg, die Bremer Mannschaft hinterher.

Bremen - Eigentlich sollte es ein nicht zu unangenehmer Wochenauftakt werden, mit einem Lauf durch den Bürgerpark. Doch dann wurde es richtig ungemütlich für die Werder-Profis – wegen des Bremer Schmuddelwetters.

Stürmischer Wind und teilweise peitschender Regen waren gestern Vormittag die unliebsamen Begleiter. All das war aber nur ein kleiner Vorgeschmack, denn ab heute geht es für die Spieler richtig hart weiter. Nicht wegen der Witterung, sondern wegen der immer intensiver werdenden Kämpfe um die freien Plätze.

Normalerweise ist der Dienstag trainingsfrei – heute nicht. Die Mannschaft, die das komplette Wochenende entspannen durfte, versammelt sich um 10.00 Uhr zur ersten Rasen-Einheit der Woche. Die Vorbereitung auf das Heimspiel am Samstag (15.30 Uhr) gegen den FSV Mainz 05 beginnt. „Wir trainieren durch. Ich sage den Spielern: Wir haben noch nichts erreicht und müssen unsere Leistungen bestätigen“, erklärte Skripnik.

Acht Spiele sind es noch bis zum Ende der Bundesliga-Saison am 23. Mai. In den kommenden zwei Monaten wird sich zeigen, ob Werder noch mal in Abstiegsnöte gerät oder um einen Platz im internationalen Geschäft mitkämpft. Oder ob die Bremer (momentan 34 Punkte) im Niemandsland der Tabelle verschwinden.

Das letzte Viertel der Saison, es ist die alles entscheidende Zeit – und da trifft es sich gut, dass Skripnik (wenn morgen die Nationalspieler zurückkommen) personell nahezu aus dem Vollen schöpfen kann. Bis auf Luca Zander (Aufbautraining) und Santiago Garcia (Patellasehnenprobleme) sind dann alle Profis auf dem Platz. In der vergangenen Woche, die wegen der Länderspiele keine Pflichtaufgabe für Werder beinhaltete, hatte der Bremer Coach die Trainingsintensität ein bisschen heruntergeschraubt. „Wir haben überbelastete Spieler und welche, die nach ihren Verletzungen noch Rückstand haben und besonders heiß sind“, erklärte Skripnik. Die Rückkehrer wollte der 45-Jährige etwas bremsen – und den Stammkräften die Möglichkeit zum Verschnaufen geben.

Doch nun heißt es wieder Vollgas. Und Skripnik reibt sich die Hände, er freut sich auf das Hauen und Stechen um die Positionen. „Das wird ein heißer Tanz, wir gehen in eine heiße Phase. Jeder ist frisch, jeder will sich zeigen“, meinte der Ukrainer und ergänzte: „Ich denke, das wird eine gute Atmosphäre.“

Der Bremer Trainer rechnet damit, dass es in den Einheiten ordentlich zur Sache geht und sich seine Spieler gegenseitig zu Top-Leistungen hochpushen. „Das soll natürlich auch noch mal die Qualität steigern, das erwarten wir“, betonte Skripnik.

Besonders interessant wird der Konkurrenzkampf in der Innenverteidigung. Winter-Neuzugang Jannik Vestergaard, der sich aus seinem kleinen Formtief befreit hat und in Köln (1:1) zuletzt wieder sehr stark war, dürfte am Samstag gesetzt sein. Um den anderen Posten konkurrieren Sebastian Prödl und Assani Lukimya. Der Österreicher Prödl war zuletzt Vestergaards Partner, ist aber seit anderthalb Wochen bei seiner Nationalmannschaft und kehrt erst morgen nach Bremen zurück. Lukimya hingegen trainierte bei Werder voll durch. Der 29-Jährige, der erst wegen einer Bauchmuskelzerrung fehlte und dann in Köln, weil er zum zweiten Mal Vater wurde, hatte vor seiner Verletzung durchaus überzeugt.

Werder-Training am Montag

Noch keine ernsthafte Option für Mainz dürfte Alejandro Galvez sein. Der Spanier ist nach seinem Syndesmosebandanriss zwar im Training, scheint aber noch nicht ganz bei 100 Prozent zu sein. Wenn der 25-Jährige, der nach der Winterpause ein starkes Duo mit Vestergaard gebildet hatte, wieder voll da ist, wird der Kampf noch härter.

mr

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