Viel Lob für das 2:1 in Mainz

Werders Widerstandskämpfer

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Das letzte Werder-Tor der Saison! Theodor Gebre Selassie (li.) hat es geköpft – und es bringt nicht nur drei Punkte, sondern auch vier Millionen.

Mainz - Sein Torjubel war schon spitze – so wie früher bei Dalli Dalli, die Älteren werden sich erinnern. Florian Kohfeldt sprang in den Mainzer Himmel, nachdem Theodor Gebre Selassie Werders 2:1-Siegtreffer erzielt hatte.

Dieser Dreier am letzten Spieltag, der die Verbesserung auf Rang elf der Abschlusstabelle brachte, war dem Coach so wichtig – und die Entstehung noch viel mehr: „Wir haben uns heute gegen viele Widerstände gewehrt.“ Und Sportchef Frank Baumann jubilierte: „Das ist es doch, was wir immer wieder predigen: Du musst immer alles abrufen.“

Das hat die Mannschaft beim Saisonausklang bei Mainz 05 getan. Und so soll Werder in der Zukunft wieder nach oben kommen und gefälligst nichts mehr mit dem Abstiegskampf zu tun haben. „Ich hätte nichts dagegen“, meinte Baumann mit einem Lächeln im Gesicht. Er fühlt sich dabei mit dieser Mannschaft auf einem sehr guten Weg. Denn in Mainz bestand sie einmal mehr den Charaktertest. Denn rein sportlich gab es eigentlich nicht mehr viel zu gewinnen, der Urlaub lockte schon.

Dazu gab es diverse Ausfälle, einen frühen Rückstand und auch noch ziemlich hohe Temperaturen. „Die Jungs haben sich trotzdem voll reingehauen“, schwärmte Kohfeldt und meinte zu den vielen unfreiwilligen Umstellungen: „Es hatten alle die Bereitschaft, sich selbst zurückzunehmen und sich dafür in den Dienst der Mannschaft zu stellen. Das ist sehr, sehr wichtig.“

Werders Innenverteidigung wird zum Sorgenkind

Die Innenverteidigung war zum großen Sorgenkind geworden. Unter der Woche hatte sich Milos Veljkovic mit Fußproblemen abgemeldet, Ersatzmann Luca Caldirola aus ähnlichen Gründen ebenfalls. Blieben noch Sebastian Langkamp und der gerade erst genesene Niklas Moisander. Doch dessen Muskel streikte schon beim Warmmachen, also rutschte kurzfristig Marco Friedl in die Startelf, aus der sich Langkamp nach 38 Minuten mit einer Oberschenkelverletzung schon wieder verabschiedete.

Kohfeldt musste umstellen, schickte Rechtsverteidiger Theodor Gebre Selassie nach innen und beorderte Mittelfeldmann Maximilian Eggestein auf dessen Position. Als Achter fungierte nun der eingewechselte Jerome Gondorf. Und siehe da: Diese Notabwehr funktionierte ziemlich gut, es lief sogar besser als zuvor.

Fotostrecke: Werder gewinnt Saisonfinale bei Mainz 05

Werder Bremen gegen Mainz 05.
Werder Bremen gegen Mainz 05. © dpa
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Werder Bremen gegen Mainz 05. © gumzmedia
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Werder war nämlich ziemlich schlecht gestartet. Die Charakterfrage hätte da noch eine andere Antwort ergeben. Jean-Philippe Gbamin erzielte fast ohne Gegenwehr das 1:0 (12.). Den fast 4.000 Werder-Fans in der mit 34.000 Besuchern ausverkauften Opel-Arena war es allerdings ziemlich egal, sie beschäftigten sich mehr mit dem sich anbahnenden Abstieg des Hamburger SV. Dass sie dann auch ein Bremer Tor bejubeln durften, lag an der tollen Hereingabe von Maximilian Eggestein und den guten Vollstreckerqualitäten von Florian Kainz (22.) – 1:1.

Gebre Selassie lässt Werder jubeln

„Unser Anfang war wirklich nicht gut“, gestand Gebre Selassie und ärgerte sich durchaus. Aber nach dem Wechsel drehten die Bremer plötzlich auf. Die beste Chance besaß allerdings Ex-Werder-Profi Levin Öztunali, der die Latte traf (55.). Da machte es Gebre Selassie auf der anderen Seite besser: Er köpfte eine Kainz-Flanke zum 2:1 in die Maschen (79.). Riesenjubel bei den Bremern.

„Wir wollten bis zum Ende der Saison zeigen, was wir abrufen können“, tönte Jerome Gondorf. „Das ist wichtig für das Selbstvertrauen und macht die Sommerpause schöner“, freute sich Maximilian Eggestein – und Gebre Selassie erinnerte an die letzten fünf Spiele ohne Sieg: „Die wollten wir unbedingt durchbrechen.“ Mission geglückt! Werder hat 42 Punkte auf dem Konto – wer hätte das nach nur fünf Zählern aus den ersten elf Spieltagen gedacht?

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Quelle: DeichStube

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