Hier spricht der Kapitän

„Wir sind hungrig“

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Clemens Fritz

Bremen - Der aktuell älteste Werder-Profi geht bestens gelaunt in die neue Saison: Clemens Fritz ist von der Qualität der jungen Mannschaft überzeugt. Redakteur Björn Knips hat ein Interview mit ihm geführt.

Clemens Fritz, sollen wir Sie mit Werder-Papa oder Werder-Opa ansprechen?

Clemens Fritz: (lacht) Weder noch! Ich fühle mich trotz meiner 31 Jahre nicht als Papa und schon gar nicht als Opa. Klar, wir haben sehr viele junge Spieler. Wir befinden uns nun einmal im Umbruch und haben deshalb eben nicht die erfahrenste Mannschaft.

Sondern?

Fritz: Wir haben eine Mannschaft mit Qualität, die in der Lage ist, gute Leistungen zu zeigen. Wir wissen, dass wir das nur mit harter Arbeit schaffen können. Aber man sollte auch keine Wunderdinge von uns erwarten. Es kann auch Rückschläge geben.

Trauen Sie sich, ein Saisonziel zu formulieren?

Fritz: Wenn man bei Werder spielt, muss man immer den Anspruch haben, international dabei zu sein. Mir ist erst einmal ein guter Start wichtig, dann wird vieles einfacher. Und ich hoffe, dass wir von schweren Verletzungen verschont bleiben.

Was erwarten Sie von den Fans in dieser außergewöhnlichen Situation mit dem radikalen Umbruch?

Fritz: Sie sollen einfach so weitermachen wie immer. Denn unsere Fans haben das richtige Fingerspitzengefühl. Wir wissen, dass sie in den letzten beiden Jahren ziemlich gelitten haben. Das wollen wir ändern. Wir werden uns auf dem Platz zerreißen, das kann ich versprechen. Gerade in einem Umbruch muss man erkennen, dass die Spieler unbedingt wollen. Ich hoffe, dass dann der Funke vom Platz auf die Ränge im Weserstadion überspringt.

Trainer Thomas Schaaf wirkt in diesem Sommer wesentlich gelöster und der Mannschaft nun wieder ganz nah. Wie erklären Sie sich diese Veränderung?

Fritz: Auch er musste in der vergangenen Saison viel Kritik einstecken, das prallt nicht alles an einem ab. Thomas Schaaf ist total positiv. Natürlich wird hart gearbeitet, aber alle ziehen voll mit. Ich denke, das macht es für den Trainer auch etwas einfacher. Wichtig wird auch sein, dass wir uns diese Grundstimmung nicht durch Niederlagen kaputt machen lassen. Man muss dann nicht sofort alles negativ sehen.

Liegt die gute Stimmung im Team auch daran, dass es kaum noch Stars gibt?

Fritz: Das weiß ich nicht. Aber jedem ist doch klar, dass wir speziell in dieser Saison nur als Mannschaft erfolgreich sein können. Es ist kein Claudio Pizarro mehr da, auf dessen Tore wir uns immer verlassen konnten.

Worauf dürfen sich die Werder-Fans am meisten freuen?

Fritz: Auf eine junge Mannschaft, die gewillt ist, Erfolg zu haben. Jeder hat das Ziel, ins internationale Geschäft zurückzukehren. Wir sind hungrig, das ist das Entscheidende.

Und Sie haben keine Angst vor dem hammerharten Startprogramm?

Fritz: Nein, wieso auch? Das ist doch spannend. An einem Freitagabend die Saison beim Meister in Dortmund zu eröffnen, das ist einfach toll. Dann kommen die Nordderbys gegen Hamburg und Hannover – die sind auch immer etwas ganz Besonderes. Das macht doch Spaß. Ich freue mich drauf.

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