Skripnik verzichtet auf VIP-Karten

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Viktor Skripnik

Bremen - Die Vorfreude und das Fußballfieber steigen. Am Freitag startet die Fußball-Europameisterschaft in Polen und der Ukraine. Auch bei dem Werder Bremens ehemaligem Spieler Viktor Skripnik, der einer der bekanntesten Ukrainer ist, die je in der Bundesliga gespielt haben, wird die Aufregung größer.

In einem Interview mit dem Fußball-Magazin 11Freunde.de spricht der aktuelle Jugendtrainer von Bremens U18 nicht nur über seinen EM-Boykott. Nein, er geht auch auf Thomas Schaaf oder seine Vorbilder ein. Für die Kreiszeitung wird Skripnik übrigens einer der Kommentatoren während der EM sein. Des Weiteren werden der Franzose Valérien Ismaël, Schalkes Manager Horst Heldt, der ehemalige Werder-Stürmer Arie van Lent und der polnischer Fußballspieler Marek Leśniak, der unter anderem beim BSV Schwarz-Weiß Rehden Trainer war, ihre Beiträge, Meinungen und Anmerkungen abgeben.

Werder Bremens Ex-Profi Skripnik hat also einen ungewöhnlichen Weg gefunden, bei der Fußball-EM-Endrunde in der Ukraine gegen die politischen Verhältnisse in seinem Heimatland zu protestieren. Er boykottiere auf seine Art. Er verzichte auf VIP-Karten und kaufe sich stattdessen die einfachen Tickets und sitze in irgendeinem Eck des Stadions, das sagte der 42 Jahre alte ehemalige Abwehrspieler gegenüber 11Freunde.

Er war einer der ersten ukrainischen Fußballspieler, die in Deutschland bei einem Profiverein unter Vertrag standen. Auf die Frage, warum seine Wahl auf die Bundesrepublik und auf Werder Bremen fiel, erklärt Skripnik, dass er 1983, mit seiner ehemaligen Mannschaft zwischen Hamburg und Bremen im Trainingslager gewesen sei und dabei einen riesigen Bus in den Farben Grün und Weiß sah. Es war der Bus von Werder Bremen. "Ich als kleiner Mann aus Osteuropa, verliebte mich sofort in diese Farben und in diesen Namen. Hinzu kam, dass in der Saison 1987/88 Spartak Moskau gegen Bremen im UEFA-Pokal spielte. Spartak gewann zu Hause mit 4:1, im Weserstadion verloren sie aber gegen Bremen 6:2", erzählt er weiter.

Bremen sei sein Traumverein gewesen, doch leider war die Grenze immer noch zu. Nach dem Ende der Sowjetunion kamen internationale Trainer seine Stadt. Der ehemalige Trainer der DDR, Bernd Stange, empfahl Skripnik an den damaligen Werder-Trainer "Dixie" Dörner.

Als Jugendtrainer bei Werder Bremen gebe es Regeln, an die sich alle Trainer, allen voran Thomas Schaaf, halten würden. "Wir arbeiten an einer einheitlichen Philosophie. Wir fragen uns immer: Was passt zu Werder? Wie sollen sich unsere Jungs entwickeln?", betont Skripnik, auf die Frage, ob er sich an Thomas Schaaf orienitiere. Diese gemeinsame Philosophie vertreten nicht nur Schaaf, sondern alle Werder-Trainer, wie Mirko Votava oder Thomas Wolter. pfa

Hier gibt es das ganze Interview bei 11Freunde.de

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