Werders famoser 4:1-Sieg in Leverkusen

Pizarros Dreierpack zur rechten Zeit

Claudio Pizarro, Werder Bremen
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Werders Mann des Abends: Claudio Pizarro.

Leverkusen - Und sie können tatsächlich doch noch gewinnen, denn sie haben eben einen unglaublichen Claudio Pizarro in ihren Reihen! Die Profis des SV Werder Bremen landeten gestern Abend einen unfassbaren 4:1 (1:0)-Erfolg beim Tabellensechsten Bayer Leverkusen und verließen damit endlich mal wieder den Relegationsplatz. Pizarro war dabei mit drei Treffern natürlich der Matchwinner.

Der erste Dreier seit dem Rückrundenauftakt am 24. Januar auf Schalke verschafft auch Viktor Skripnik im Abstiegskampf wieder etwas Luft. Der Trainer war nach den enttäuschenden Bundesliga-Ergebnissen der vergangenen Wochen stark in die Kritik geraten. Doch der Club hielt an ihm fest. Mit Erfolg – zumindest gestern. Am Samstag muss im Heimspiel gegen Schlusslicht Hannover unbedingt nachgelegt werden.

Skripnik hatte geschickt in den erfolgreichen Pokalmodus geschaltet. Wie beim Viertelfinal-Coup vor drei Wochen setzte der Werder-Coach auf ein 4:1:4:1-System, allerdings diesmal nicht mit Jannik Vestergaard auf der Sechs, sondern mit Florian Grillitsch. Kein Platz war dagegen für Stürmer Anthony Ujah, der im Pokal ebenfalls erst auf der Bank gesessen hatte. Eine Überraschung war der Startelf-Platz von Levin Öztunali. Die Leverkusen-Leihgabe hatte es am Wochenende gegen Darmstadt nicht einmal in den 18er-Kader geschafft.

Skripnik blieb damit seiner Linie treu, die Aufstellung immer wieder zu verändern. Sein Kollege Roger Schmidt musste dagegen zwangsweise ein neues Team zusammenwürfeln, denn ihm fehlten gleich sechs Leistungsträger verletzungsbedingt. Und auch Schmidt war nicht wirklich dabei. Wegen seiner Sperre aus dem Dortmund-Spiel durfte er die Partie nur von der Tribüne aus verfolgen. Schmidt wurde von Co-Trainer Markus Krösche vertreten – einem Ex-Bremer.

Noten für die Werder-Profis in Leverkusen

Werder, Noten, Bremen, Leverkusen
Felix Wiedwald: In der ersten Halbzeit war Werders Schlussmann gar nicht gefordert, stand dafür aber gleich nach der Pause mehrfach im Brennpunkt: Retter gegen Calhanoglu (49.), Wendell (52.) und Chicharito (53.) – das waren ganz wichtige Szenen. Bei Djilobodjis Kopfball-Eigentor machtlos. Note: 2,5 © dpa
Werder, Noten, Bremen, Leverkusen
Theodor Gebre Selassie: Der Rechtsverteidiger ließ auf seiner Seite kaum etwas zu, schaltete sich auch ein paar Mal in die Offensive ein – allerdings ohne Ertrag. Note: 3 © dpa
Werder, Noten, Bremen, Leverkusen
Jannik Vestergaard: In der Innenverteidigung strahlte der 23-Jährige Ruhe aus, zeigte eine gute Kopfballquote. Sicherer und solider Rückhalt im Abwehrzentrum. Note: 3 © nordphoto
Werder, Noten, Bremen, Leverkusen
Papy Djilobodji: Feine Ablage zum 1:0 durch Fin Bartels. Auch bei Bremer Standards mit vorn – und nach 20 Minuten mit der Einschuss-Möglichkeit zum 2:0. Doch der Innenverteidiger braucht noch Zeit. Bei Wendells Chance (52.) zu weit weg vom Gegner. Äußerst ungeschickt: sein Kopfball aus sechs Metern zum Eigentor. Note: 4 © nordphoto
Werder, Noten, Bremen, Leverkusen
Santiago Garcia: Der Argentinier zeigte mal wieder einen engagierten Auftritt, vernachlässigte aber zu oft seine Aufgaben als Linksverteidiger. Die meisten Leverkusener Angriffe liefen daher über seine Seite. Note: 3 © nordphoto
Werder, Noten, Bremen, Leverkusen
Florian Grillitsch (l.): Vier Balleroberungen schon in der ersten Viertelstunde für den aufmerksamen 20-Jährigen als einzigen Sechser. Hatte nach elf Minuten Glück, dass sein laxer Fehlpass vor dem eigenen Strafraum ungestraft blieb. Robustes Einsteigen gegen Jedvaj wenig später – ohne Folgen. Note: 2,5 © nordphoto
Werder, Noten, Bremen, Leverkusen
Levin Öztunali: Der 19-Jährige kehrte eindrucksvoll in die Startelf zurück. Spulte ein hohes Laufpenum ab – als ob Bayers Leihgabe vorher die Turbo-Pille geschluckt hätte. Einige Male nur durch Fouls zu stoppen. Note: 3 © dpa
Werder, Noten, Bremen, Leverkusen
Clemens Fritz (bis 87.): Der Kapitän ist wieder da – und wie! Nach abgeklungener Verletzung ging der 35-Jährige voran – zweikampfstark, kompromisslos, dynamisch. Schnell nach vorn unterwegs. Kurz vor Schluss ausgewechselt – mit knapp zwölf Kilometern in den Beinen. Er kann Abstiegskampf! Note: 2 © nordphoto
Werder, Noten, Bremen, Leverkusen
Zlatko Junuzovic: Sein Freistoß nach vier Minuten leitete die wichtige Werder-Führung ein. Viel unterwegs – auch nach hinten. Etwa als er in Minute 23 gegen Bellarabi als Linksverteidiger aushalf. Holte den Elfmeter gegen Wendell (64.). Note: 2 © nordphoto
Werder, Noten, Bremen, Leverkusen
Fin Bartels (bis 61.): Sein satter Volley-Schuss aus 13 Metern zum frühen Bremer 1:0 nach 272 Sekunden – der Türöffner zum wichtigen Sieg! Nach einer Stunde und gut acht abgespulten Kilometern mit 75-prozentiger Passquote ausgewechselt, weil Trainer Skripnik hinten absichern wollte. Note: 2,5 © dpa
Werder, Noten, Bremen, Leverkusen
Claudio Pizarro (bis 84.): Das ist der Spürsinn eines Klasse-Stürmers! Der 37-Jährige ging bei einem Pass von Hilbert auf Kramer geistesgegenwärtig dazwischen und vollendete sein Solo per Lupfer zum 2:0. Eiskalter Vollstrecker zum 3:0 per Elfmeter (65.), und bei der Ecke von Junuzovic in Minute (83.) steht der Peruaner da, wo ein Torjäger stehen muss. Zwischen seinen Saisontreffern acht, neun und zehn lief er, so weit ihn die schon betagteren Füße trugen. Einfach überragend! Note: 1 © dpa
Werder, Noten, Bremen, Leverkusen
Milos Veljkovic (ab 61.): Durfte nach einer Stunde ran, um die Defensive zu stabilisieren. Note: - © nordphoto
Werder, Noten, Bremen, Leverkusen
Anthony Ujah (ab 84.): Der Angreifer kam für Matchwinner Pizarro, vergab vier Minuten vor Schluss noch das 5:1. Note: - © nordphoto
Werder, Noten, Bremen, Leverkusen
Lazlo Kleinheisler (ab 87.): Durfte den sicheren Bremer Sieg in der Schlussphase auf dem Rasen auskosten. Note: - © nordphoto

Der 35-Jährige, 1999 Deutscher A-Jugend-Meister mit Werder, sah dann sofort seinen Ex-Club jubeln. Denn nach nicht einmal fünf Minuten jagte Fin Bartels die Kugel ins Netz. Papy Djilobodji hatte den Ball nach einem Junuzovic-Freistoß perfekt zurückgelegt. Ein richtig schönes Tor. Und so sehenswert machte Werder weiter – und die 25 506 Zuschauer in der nicht ausverkauften BayArena fragten sich: Das soll ein völlig verunsicherter Abstiegskandidat sein?

Skripnik hatte es offenbar geschafft, seinen Spielern die Angst zu nehmen. Jedenfalls wirkten die Gäste hinten sicher und vorne mutig – vor allem Öztunali, der spielte seine einstigen und künftigen Kollegen zeitweise schwindelig. Da wäre sogar mehr als diese 1:0-Führung zur Pause möglich gewesen, wenngleich es die ganz dicken Chancen nicht mehr gab. Das galt allerdings auch für die Gastgeber, die vorne total enttäuschten.

Werder Bremen gewinnt 4:1 in Leverkusen

Claudio Pizarro, Werder Bremen, Leverkusen
Werder Bremen gewinnt in der Bundesliga dank drei Toren von Claudio Pizarro mit 4:1 in Leverkusen. © nordphoto
Claudio Pizarro, Werder Bremen, Leverkusen
Werder Bremen gewinnt in der Bundesliga dank drei Toren von Claudio Pizarro mit 4:1 in Leverkusen. © nordphoto
Claudio Pizarro, Werder Bremen, Leverkusen
Werder Bremen gewinnt in der Bundesliga dank drei Toren von Claudio Pizarro mit 4:1 in Leverkusen. © nordphoto
Claudio Pizarro, Werder Bremen, Leverkusen
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Claudio Pizarro, Werder Bremen, Leverkusen
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Claudio Pizarro, Werder Bremen, Leverkusen
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Claudio Pizarro, Werder Bremen, Leverkusen
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Claudio Pizarro, Werder Bremen, Leverkusen
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Claudio Pizarro, Werder Bremen, Leverkusen
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Claudio Pizarro, Werder Bremen, Leverkusen
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Claudio Pizarro, Werder Bremen, Leverkusen
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Werder Bremen gewinnt in der Bundesliga dank drei Toren von Claudio Pizarro mit 4:1 in Leverkusen. © no rdphoto
Claudio Pizarro, Werder Bremen, Leverkusen
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Claudio Pizarro, Werder Bremen, Leverkusen
Werder Bremen gewinnt in der Bundesliga dank drei Toren von Claudio Pizarro mit 4:1 in Leverkusen. © nordphoto

Das änderte sich nach der Pause: Nun machte der Favorit Druck. Chicharito hatte prompt die erste Großchance, scheiterte aber an Keeper Felix Wiedwald (53.). Da machte es auf der anderen Seite Pizarro viel besser. Der 37-Jährige klaute Christoph Kramer den Ball, stürmte allein aufs Tor zu und lupfte die Kugel über Bernd Leno hinweg ins Netz – 2:0 (55.). Das war die perfekte Antwort auf Bayers Sturmlauf, der damit allerdings nicht beendet war.

Hakan Calhanoglu hatte gleich die nächste Chance, doch wieder rettete Wiedwald (57.). Und kurz darauf reklamierte Bayer einen Handelfmeter, weil Pizarro den Ball an die Schulter bekommen hatte. Doch Schiedsrichter Marco Fritz pfiff nicht (59.). Anders als sechs Minuten später, nachdem Wendell den fleißigen Junuzovic im Strafraum von den Beinen geholt hatte. Pizarro schnappte sich den Ball und versenkte den Elfmeter sicher. 3:0!!! Die 3 000 mitgereisten Fans konnten es kaum fassen und sangen siegestrunken: „Der SVW ist wieder da.“

Nur einer machte da nicht mit: Djilobodji schien mit seinen Gedanken ganz woanders zu sein, als eine Flanke von Admir Mehmedi an den Fünfmeterraum segelte. Er köpfte die Kugel unhaltbar ins eigene Netz (69.).

Egal, denn Pizarro bewies noch mal Köpfchen und beförderte eine Junuzovic-Ecke zum 4:1 ins Tor. Dieser 37-Jährige ist einfach unglaublich und macht Werder wieder ganz viel Mut im Abstiegskampf. kni

Pizarros Karriere in Bildern

Claudio Pizarro
Willkommen in Bremen: Ein junger Claudio Pizarro macht sich im August 1999 für seinen allerersten Bundesliga-Einsatz bereit. © imago/Team 2
Claudio Pizarro
Beim Startelf-Debüt gelingt Pizarro gleich sein erstes Bundesliga-Tor. Kaiserslauterns Andreas Reinke ist machtlos. Innerhalb der nächsten Woche lässt er fünf weitere Treffer folgen und erobert die Fan-Herzen im Sturm. © imago/Jaspersen
Claudio Pizarro
Auch beim „Wunder von der Weser“ gegen Olympique Lyon, als Bremen eine 0:3-Pleite aus dem Hinspiel noch dreht, ist Pizarro beteiligt. Er erzielt den 4:0-Endstand. © imago/Jaspersen
29 Tore erzielte Pizarro in zwei Jahren für Werder. Hier bejubelt er einen Treffer mit Rade Bogdanovic.
29 Tore erzielte Pizarro in zwei Jahren für Werder. Hier bejubelt er einen Treffer mit Rade Bogdanovic. © imago
Claudio Pizarro
Nach zwei Jahren in Bremen folgt Pizarro dem Ruf aus München. Neben Vizepräsident Dr. Fritz Scherer (l.) und Karl-Heinz Rummenigge präsentiert er stolz das Trikot mit der Nummer 14. © imago/ActionPictures
Claudio Pizarro
Für den FC Bayern spielt Pizarro erstmals in der Champions League. Im April 2002 bejubeln Stefan Effenberg und Bixente Lizarazu seinen 2:1-Siegtreffer gegen die „Galaktischen“. Zinedine Zidane schaut enttäuscht zu, im Rückspiel setzt sich Real Madrid aber durch. © imago/WEREK
Claudio Pizarro
Zwei der erfolgreichsten ausländischen Bundesliga-Torschützen beim gemeinsamen Jubel: Claudio Pizarro nimmt Sturmpartner Giovanne Elber Huckepack. Ein Bild, an das sich die Konkurrenz im Oktober 2002 gewöhnen musste. © imago/WEREK
Claudio Pizarro
Mit den Bayern gewinnt Pizarro die ersten Titel. In der Saison 2002/03 werden sie Meister und Pokalsieger. Im Finale trifft „Pizza“ gegen Kaiserslautern und reckt anschließend den Pokal in die Höhe. © imago/Ulmer
Claudio Pizarro
Im Mai 2005 feiert Pizarro erneut das Double. Während er auf dem Münchner Rathausbalkon die Meisterschale präsentiert, verbirgt sich hinter dem DFB-Pokal sein langjähriger Mitspieler Torsten Frings. © imago/ActionPictures
Claudio Pizarro
Ausgebremst: In London wird Pizarro in der Saison 2007/2008 nicht glücklich. Für den FC Chelsea erzielt er nur zwei Tore und kommt über die Rolle des Einwechselspielers nicht hinaus. Nach einer einjährigen Leihe verpflichtet Ex-Klub Werder  den Peruaner 2009 erneut. © imago
Auch auf dem Bremer Rathausbalkon darf Pizarro sich den Pott krallen. Das DFB-Pokal-Finale 2009 gewann Werder Bremen dank Mesut Özil mit 1:0 gegen Bayer Leverkusen. Im UEFA-Cup-Finale hatten sie weniger Glück, verloren gegen Schachtar Donezk mit 1:2 in der Verlängerung.
Auch auf dem Bremer Rathausbalkon darf Pizarro sich den Pott krallen. Das DFB-Pokal-Finale 2009 gewann Werder Bremen dank Mesut Özil mit 1:0 gegen Bayer Leverkusen. Im UEFA-Cup-Finale hatten sie weniger Glück, verloren gegen Schachtar Donezk mit 1:2 in der Verlängerung. © imago
Die Entschlossenheit steht ihm ins Gesicht geschrieben: Pizarro trifft zum 1:0 gegen Twente Enschede und egalisiert damit das Hinspielergebnis in der Europa League. Seine beiden weiteren Tore markieren den Hattrick und bringen Werder in die nächste Runde. Dort scheiden sie trotz seiner drei Scorerpunkte gegen Valencia aus. (Februar 2010)
Die Entschlossenheit steht ihm ins Gesicht geschrieben: Pizarro trifft zum 1:0 gegen Twente Enschede und egalisiert damit das Hinspielergebnis in der Europa League. Seine beiden weiteren Tore markieren den Hattrick und bringen Werder in die nächste Runde. Dort scheiden sie trotz seiner drei Scorerpunkte gegen Valencia aus. (Februar 2010) © imago
Küsschen für die Fans: Auch gegen Köln gelingt Pizarro im November 2011 ein Hattrick. Nachdem er den 2:0-Vorsprung durch Christian Clemens und Lukas Podolski ausgeglichen hatte, erzielt er kurz vor Schluss den 3:2-Siegtreffer.
Küsschen für die Fans: Auch gegen Köln gelingt Pizarro im November 2011 ein Hattrick. Nachdem er den 2:0-Vorsprung durch Christian Clemens und Lukas Podolski ausgeglichen hatte, erzielt er kurz vor Schluss den 3:2-Siegtreffer. © imago
Der zweite Werder-Abschied: Die Werder-Bosse Klaus Filbry, Klaus Allofs und Klaus-Dieter Fischer (v.l.) verabschieden Pizarro im September 2009 aus Bremen.
Der zweite Werder-Abschied: Die Werder-Bosse Klaus Filbry, Klaus Allofs und Klaus-Dieter Fischer (v.l.) verabschieden Pizarro im September 2009 aus Bremen. © imago
Zwar rückt Pizarro bei seiner erneuten Station in München ins zweite Glied, Glanzpunkte setzt er aber weiterhin. Über einen dürften sich auch Werder-Fans gefreut haben: Beim 9:2-Schützenfest gegen den HSV erzielte „Pizza“ im März 2013 vier Tore und legt zwei weitere auf.
Zwar rückt Pizarro bei seiner erneuten Station in München ins zweite Glied, Glanzpunkte setzt er aber weiterhin. Über einen dürften sich auch Werder-Fans gefreut haben: Beim 9:2-Schützenfest gegen den HSV erzielte „Pizza“ im März 2013 vier Tore und legt zwei weitere auf. © imago
Aber nicht nur gegen den HSV zeigte er seine Klasse. Beim 5:2-Erfolg gegen Werder Bremen im April 2014 macht Pizarro zwei Tore selbst und bereitet eins vor.
Aber nicht nur gegen den HSV zeigte er seine Klasse. Beim 5:2-Erfolg gegen Werder Bremen im April 2014 macht Pizarro zwei Tore selbst und bereitet eins vor. © imago
Abschied mit einem Titel. 2015 war Pizarro kaum noch zum Einsatz gekommen.
Abschied mit einem Titel. 2015 war Pizarro kaum noch zum Einsatz gekommen. © imago
Claudio Pizarro
Weniger Glück hatte Pizarro im Trikot der peruanischen Nationalmannschaft. Für eine WM spielte er bisher nie. Bei der Copa America war der größte Erfolg die Teilnahme am Halbfinale 2015. Dort war gegen Chile Schluss. © imago/Fotoarena
Ankunft in Bremen im September 2015: Als Pizarro am Münchner Flughaften gesichtet wird, verbreiten sich die Bilder im Netz wie ein Lauffeuer. Als er in Bremen landet, erwarten ihn dort bereits zahlreiche Werder-Fans sowie Pressevertreter. Was für eine Rückkehr!
Ankunft in Bremen im September 2015: Als Pizarro am Münchner Flughaften gesichtet wird, verbreiten sich die Bilder im Netz wie ein Lauffeuer. Als er in Bremen landet, erwarten ihn dort bereits zahlreiche Werder-Fans sowie Pressevertreter. Was für eine Rückkehr! © imago
Wenig später ist es so weit: Gegen Hoffenheim feiert Pizarro die nächste Werder-Rückkehr. Der Einstand gelingt, mit einer Torvorlage in der Nachspielzeit bringt er Werder auf die Siegerstraße.
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Der Torhunger ist noch längst nicht gestillt. Im Spiel gegen Hertha trifft Pizarro per Elfmeter zum Anschluss und hat es danach ganz eilig. Sein Wille wird belohnt, wenig später stibitzt der Peruaner Santiago Garcia den Ausgleichstreffer. Er hatte den Ball noch mit den Haarspitzen gestreift.
Der Torhunger ist noch längst nicht gestillt. Im Spiel gegen Hertha trifft Pizarro per Elfmeter zum Anschluss und hat es danach ganz eilig. Sein Wille wird belohnt, wenig später stibitzt der Peruaner Santiago Garcia den Ausgleichstreffer. Er hatte den Ball noch mit den Haarspitzen gestreift. © imago
Pizarro hat immer noch den richtigen Torriecher und schenkt den Leverkusenern beim 4:1-Sieg drei Tore ein. 
Pizarro hat immer noch den richtigen Torriecher und schenkt den Leverkusenern beim 4:1-Sieg drei Tore ein.  © imago
Mitte März 2016 zieht Pizarro mit Marco Bode als Werders Rekordtorschütze gleich. Pizarro erzielte gegen Mainz 05 (1:1) seinen 101. Treffer im Werder-Trikot.
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Rund vier Wochen später schoss er sich dann im Spiel gegen den VfL Wolfsburg (3:2) zum alleinigen Rekordtorschützen bei Werder.
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Pizarro bejubelt mit Mannschaftskollege Santiago Garcia seinen 102. Treffer im Bremer Trikot.
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Der Peruaner brauchte für seinen Rekord gerade einmal 183 Spiele und somit 196 Partien weniger als der ehemalige deutsche Nationalstürmer Bode.
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Sein Comeback gab Pizarro am ersten Spieltag gegen Hannover 96.
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Von wegen eingerostet! Claudio Pizarro zeigt auch im hohen Alter noch seinen sportlichen Mehrwert für Werder. Nur zwei Tage nach seinem 40. Geburtstag bereitete er den Siegtreffer des halb so alten Johannes Eggestein sehenswert vor.
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Mit einem Tor in der sechsten Minute der Nachspielzeit gegen Hertha BSC wurde Claudio Pizarro mit 40 Jahren und 136 Tagen ältester Torschütze der Bundesliga-Geschichte.
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