"Diskutieren, wie es damit weitergeht"

Bode kann sich Abschaffung der „50+1“-Regel vorstellen

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Aufsichtsratschef bei Werder Bremen, Marco Bode.

Bremen - Werder Bremens Aufsichtsratschef Marco Bode kann sich eine Abschaffung der „50+1“-Regel in der Fußball-Bundesliga vorstellen.

„Die 50+1-Regel ist ein guter Gedanke. Wenn es aber zu viele Ausnahmen gibt, macht das keinen Spaß. Und dann ist schon zu diskutieren, wie es damit weitergeht“, sagte der frühere Nationalspieler in einem Interview der „Süddeutschen Zeitung“.

Sollte die Regel gekippt werden, erwartet Bode „dramatische Auswirkungen. Das wäre ein echter Paradigmen-Wechsel für die Bundesliga, der alles verändert. Ich halte das nicht für unmöglich. Dann werden wir Verhältnisse wie in England bekommen. Mit echten Mehrheitsbeteiligungen, sehr stark internationalisiert“, erklärte der 46 Jahre alte Bremer Ehrenspielführer.

Die 50+1-Regel besagt, dass Vereine die Mehrheit bei ausgegliederten Profi-Kapitalgesellschaften behalten müssen. Ausnahmen gibt es für Clubs, bei denen sich Gesellschafter mindestens 20 Jahren engagieren und für die Werksclubs Bayer Leverkusen und den VfL Wolfsburg.

Zudem regte Bode eine Veränderung bei der Regelung der TV-Gelder zugunsten von Traditionsclubs an. „Wir sind der Meinung, dass bei der Verteilung der TV-Gelder nicht nur rein sportliche Gesichtspunkte relevant sein dürfen“, erläuterte er. „Ich denke, zu einem gewissen Teil sollten alle das gleiche bekommen. Und dann sollte man auch die TV-Attraktivität berücksichtigen. Das würde Traditionsclubs etwas bevorzugen. Wir wollen da mehr Gerechtigkeit im System.“

dpa

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