Bremen kämpft, unterliegt aber

Ujah verpasst Ausgleich-Wunder gegen Bayern

+
Juan Bernat (liegend) bringt Bremens Anthony Ujah fast zu Fall. 

Bremen - Erträgliche Niederlage für Werder Bremen und ein Startrekord für Bayern München. Weitgehend ungefährdet setzte sich der Rekordmeister bei Werder Bremen mit 1:0 (1:0) durch, auch wenn Bremens Angreifer Anthony Ujah zweimal die Chance hatte auszugleichen. 

Für die von Viktor Skripnik trainierten Gastgeber war es die fünfte Niederlage hintereinander. Mit dem neunten Sieg im neunten Bundesligaspiel steuert der Titelverteidiger aus München hingegen auch nach der Länderspielpause unbeirrt Richtung Herbstmeisterschaft.

Für den Treffer des Tages im Weserstadion sorgte Thomas Müller in der 23. Minute. Der Weltmeister war nach Vorarbeit von Thiago aus kurzer Distanz erfolgreich, es war das neunte Saisontor des Nationalspielers. 60 Sekunden zuvor war Torjäger Robert Lewandowski in aussichtsreicher Position mit einem Kopfball an Werder-Keeper Felix Wiedwald gescheitert. Für den Tabellenführer war es mittlerweile der zehnte Sieg gegen die Norddeutschen hintereinander. Der Spitzenreiter gewann damit auch das zwölfte Pflichtspiel in dieser Spielzeit. Die Norddeutschen indes warten seit nunmehr neun Jahren auf einen Dreier im Weserstadion gegen den FC Bayern.

20 Minuten lang hatten sich die Münchener Gäste durchaus schwer getan. Die Hanseaten sicherten ihren Strafraum gut ab, wobei der nominelle “Sechser“ Philipp Bargfrede fast die Position eines Liberos einnahm. Nach vorne allerdings brachten die Platzherren kaum etwas zustande, von einem eher harmlosen Schuss des jungen Melvyn Lorenzen (12.) abgesehen. Bayern-Trainer Pep Guardiola beorderte in dieser Phase Müller zu sich und nur 180 Sekunden später traf der Bayern-Angreifer. Nach dem Führungstreffer begnügten sich die Bayern zunächst damit, den Vorsprung mit in die Halbzeitpause zu nehmen. Nach dem Seitenwechsel wuchs der Druck aufs Werder-Tor, Müller (50.) und Lewandowski (52.) verpassten gute Einschussmöglichkeiten. Der in der ersten Halbzeit unauffällige Arturo Vidal verstolperte in der 62. Minute eine weitere gute Torchance. Oftmals aber fehlte auch ein Ideengeber, Guardiola beließ dennoch Douglas Costa auf der Reservebank. Kreativspieler wie Arjen Robben, Kingsley Coman oder Frank Ribery fehlten.

Werder unterliegt knapp mit 0:1 gegen Bayern

Glück dann für die Bajuwaren in der 68. und 75. Minute, Werder-Stürmer Anthony Ujah vergab zweimal in aussichtsreicher Position. Daraus hätte der Angreifer mehr machen können. Das Werder-Wunder blieb aus. 

Torschütze Müller und Vorlagengeber Thiago verdienten sich bei den Münchnern die Bestnote. Aus der Mannschaft von Trainer Viktor Skripnik ragten in der Defensive Theodor Gebre Selassie sowie Kapitän Clemens Fritz heraus. Der Bremer Spielführer kam für die Grün-Weißen zu seinem 250. Bundesligaeinsatz. pfa/sid

Schema:

Werder Bremen - Bayern München 0:1 (0:1)

Bremen:  Wiedwald - Gebre Selassie, Lukimya, Galvez, Santiago Garcia - Bargfrede - Bartels, Fritz (78. Pizarro), Junuzovic, Lorenzen (59. Öztunali) - Ujah. - Trainer: Skripnik

München: Neuer - Rafinha (78. Kimmich), Jerome Boateng, Alaba, Bernat - Alonso - Lahm, Thomas Müller, Vidal (90.+2 Pantovic), Thiago - Lewandowski. - Trainer: Guardiola

Schiedsrichter: Christian Dingert (Lebecksmühle) Tor: 0:1 Thomas Müller (23.)

Zuschauer: 42.100 (ausverkauft)

Gelbe Karten: Santiago Garcia (3), Bargfrede - Rafinha (2), Kimmich (2)

Erweiterte Statistik (Quelle: deltatre):

Torschüsse: 8:13

Ecken: 2:3

Ballbesitz: 26:74 %

Mehr zum Thema:

Siebter Dschungel-Tag in Bildern: Ekel-Prüfung und Klo-Erlebnis

Siebter Dschungel-Tag in Bildern: Ekel-Prüfung und Klo-Erlebnis

Alexander Zverev nun gegen Nadal - Djokovic ausgeschieden

Alexander Zverev nun gegen Nadal - Djokovic ausgeschieden

Die deutschen Promis bei der Berliner Fashion Week - Bilder

Die deutschen Promis bei der Berliner Fashion Week - Bilder

Grippewelle 2017: Die aktuelle Lage in Deutschland

Grippewelle 2017: Die aktuelle Lage in Deutschland

Meistgelesene Artikel

Neue Chance für Maximilian Eggestein

Neue Chance für Maximilian Eggestein

Rummenigge redet nicht so gerne über Gnabry

Rummenigge redet nicht so gerne über Gnabry

Janek Sternberg darf bleiben

Janek Sternberg darf bleiben

„Auf dem Spinning-Rad im Kraftraum einfacher“

„Auf dem Spinning-Rad im Kraftraum einfacher“

Kommentare