0:0 gegen Mainz sorgt bei Werder für null Verdruss

Zufriedenheit trotz der verpassten Chance

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Entspannte Gesichter beim Training am Sonntag

Bremen - Es war ein herrlicher Sonntagvormittag am Weserstadion. Ostern, Sonnenschein– und zufriedene Fußballer drehten auf dem Trainingsplatz ihre Runden. Dass eben diese Fußballer am Tag zuvor mit dem 0:0 im Heimspiel gegen Mainz 05 erneut eine Chance liegengelassen hatten, sich im Rennen um die Europa-League-Plätze besser zu positionieren, sorgte für null Verdruss.

Statt sich über einen verpassten Sieg zu ärgern, wurde das Positive gesucht und gefunden. Beispiel Sebastian Prödl: Das Remis, sagte er, habe gereicht, um „Mainz auf Distanz zu halten“. Und der Klassenerhalt sei durch den Punkt auch so gut wie sicher. Ernsthafte Sorgen wolle er sich fortan nicht mehr machen, meinte der Österreicher. Das sehen jedoch längst nicht alle so. „Mit 35 Punkten können wir noch nicht den dicken haken hinter die Sache machen“, widersprach Prödls österreichischer Landsmann Zlatko Junuzovic, der wegen müder Beine diesmal nur den Joker gegeben hatte.

Auch Geschäftsführer Thomas Eichin wäre ein Dreier lieber gewesen als die Punkteteilung. Man müsse weiter „höllisch aufpassen“, mahnte er mit Blick auf die Verfolger. Doch derlei Aussagen wirken bei zehn Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz und nur noch sieben verbleibenden Spielen etwas überzogen. Zumal auch Eichin aus dem 0:0 Aspekte herausfiltern konnte, die gegen einen plötzlichen Einbruch bei Werder sprechen. Denn vor noch gar nicht allzu langer Zeit habe sein Team Spiele wie dieses gegen Mainz mit großer Sicherheit noch verloren.

Wolf stark, Kroos unsichtbar

„Ich bin deshalb froh und erleichtert, dass wir einen Zähler mitgenommen haben“, meinte der 48-Jährige und strich heraus: Schlecht zu spielen und trotzdem zu punkten, sei auch eine Qualität. Eine neue für Werder. Jannik Vestergaard, im Winter geholter Innenverteidiger, kennt die Zeiten nicht, in denen Werder quasi alle engen Spiele verlor. Seit er da ist, geht es bergauf mit der Mannschaft – auch wenn gegen Mainz längst nicht alles nach Plan lief.

Vestergaard: „Das war kein Top-Spiel von uns. Da war viel Luft nach oben. Die komplette Mannschaft hat unter ihrem Niveau gespielt. Aber wir haben kein Gegentor kassiert. Das zeigt, dass wir stabiler geworden sind. Die Entwicklung ist da.“ Und das war Grund genug, fröhlich in die Ostertage zu starten. Seit dem lockeren Training am Morgen, das Clemens Fritz (Nackenblockade), Philipp Bargfrede und Torhüter Raphael Wolf ausließen und lieber im Kraftraum arbeiteten, ist für alle frei.

Am Ostermontag wird nicht trainiert, erst am Dienstag (15 Uhr) geht es weiter. Bis dahin wird sich Trainer Viktor Skripnik noch der Aufarbeitung der Mainz-Partie widmen und die Gedanken langsam Richtung Sonntag und dem Auswärtsspiel beim Ligaletzten VfB Stuttgart lenken. Mit Träumen von der Europa League wird er aber trotz der rechnerischen Chance keine Zeit verschwenden. Skripnik sagte dazu, was er seit Wochen sagt: „Wir sind noch nicht soweit.“
csa

Torloses Remis gegen Mainz

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