Werder-Kapitän

Junuzovic über einen Dämpfer, große Zufälle und die Zukunft

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Zlatko Junuzovic kam zur zweiten Halbzeit ins Spiel, konnte die 1:2-Niederlage aber auch nicht mehr verhindern.

Hannover - Die Niederlage stürzte Zlatko Junuzovic nicht in große Depressionen. „Es war nochmal ein Warnzeichen für den Saisonendspurt“, sagte der Österreicher nach dem 1:2 des SV Werder bei Hannover 96, wirkte dabei aber nicht sonderlich besorgt.

Alles an ihm strahlte Gelassenheit aus – was die Pleite betrifft, was seine erneute Auswärts-Joker-Rolle betrifft und auch was seine Zukunft angeht. Junuzovic lächelte entspannt. Das Spiel in Hannover hakte er bereitwillig als schlechte Erfahrung und als Gelegenheit ab, daraus zu lernen. „Es war ein kleiner Dämpfer. Aber auch diese schlechten Momente müssen wir mitnehmen und daraus unsere Lehren ziehen“, erklärte der 30-Jährige. Es waren Standardsätze, routiniert dargeboten.

Auch über seine eigene, immer seltsamer anmutende Rolle sprach Junuzovic völlig unaufgeregt. Dass er erneut in einem Auswärtsspiel nicht erste Wahl war (bereits zum vierten Mal in Folge), nimmt er so locker, wie es lockerer kaum geht. „Ich kann damit umgehen. Es passt schon“, sagte Junuzovic und beugte den Diskussionen vor, er könnte – wie einst Norbert Meier zum Heimspiel-Meier wurde – zum Heimspiel-Junuzovic werden. „Das ist nur Zufall“, behauptete er über die Reservistenrollen in fremden Stadien und erklärte ganz ohne bösen Unterton: „Ich bin kein reiner Heimspieler. Mit dem Trainer ist immer alles abgesprochen.“

Rückenprobleme bei Junuzovic

In Hannover habe es zudem einen besonderen und triftigen Grund gegeben, weshalb Junuzovic nicht in der Startelf stand. Rückenprobleme hätten ihn in den Tagen vor dem Spiel gequält. „Er war nicht bei hundert Prozent. Es war schon ein Risiko, ihn überhaupt nach der Pause zu bringen“, meinte Coach Florian Kohfeldt und drehte der Junuzovic-Diskussion den Hahn zu: „Das darf heute wegen der Verletzung wirklich kein Thema sein.“

Junuzovics Vertragslage ist dagegen ein Dauerbrenner. Wenig erstaunlich hatte der Profi auch auf diesem Gebiet nichts Spektakuläres zu berichten. Ihm läge nichts vor, über das er entscheiden könnte. Alle müssten sich „noch ein paar Wochen gedulden“. Und die Meldungen, Clubs aus den USA seien an ihm interessiert, tat er als „Gerüchte“ ab. So wie er ziemlich sicher alles abtun wird, bis er irgendwann irgendwo einen Vertrag unterschreibt.

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Quelle: DeichStube

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