Wahlausschuss hat große Namen im Visier

Zieht Hoetzel in den Aufsichtsrat?

Bremen - So spannend war es selten vor einer Mitgliederversammlung des SV Werder: Gesucht werden drei neue Aufsichtsratsmitglieder – und der Wahlausschuss ist mittendrin in der Suche und hat seine Hausaufgaben teilweise sogar schon gemacht. Laut Informationen dieser Zeitung ist Andreas Hoetzel ein möglicher Kandidat für einen Aufsichtsratsposten.

Hoetzel arbeitet für die Bremer Lagerhaus-Gesellschaft (BLG), ist dort der Leiter der Unternehmenskommunikation. Zudem führt er den Verein „Unternehmen für Bremen“, ist in der Wirtschaft also bestens vernetzt. Ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl.

Andreas Hoetzel

Der Wahlausschuss sucht aber auch nach Geschäftsleuten, die Werder mit ihrer Finanzkraft, mit ihrem Namen und vor allem mit ihren Verbindungen in die deutsche, aber auch in die internationale Wirtschaft sehr gut tun würden. Und da gibt es in Bremen jede Menge Potenzial. So sind zum Beispiel Kai-Uwe Hollweg und Andre Wedemeyer von Cordes & Graefe, Andreas und Christian Jacobs aus der Jacobs-Dynastie, Friedrich und Peter Lürßen von der Lürssen-Werft, Familie Koch (Kaefer Isoliertechnik), Joachim Linnemann vom Immobilienunternehmen Justus Grosse, Klaus-Peter Schulenberg (CTS Eventim) und Kurt Zech (Zechbau) für ein aktives Mitwirken beim Unternehmen Werder (immerhin 100 Millionen Euro Umsatz) sehr interessant. Es wird gerade abgeklopft, ob diese und andere Personen bereit sind, dem Aushängeschild der Stadt in nicht einfachen Zeiten zu helfen. 

Der Aufsichtsrat umfasst sechs Mitglieder. Der Wahlausschuss, bestehend aus dem Ehrenrat sowie den Abteilungsleitern und Referenten des Vereins, hat entschieden, Ex-Manager Willi Lemke (70) und Ex-Profi Hans Schulz (73) nicht mehr zu nominieren. Das haben die beiden Betroffenen gegenüber dieser Zeitung bestätigt. Beschlossen ist auch das Ausscheiden von Werner Brinker, dem ehemaligen Chef von Werders Topsponsor EWE. Aufsichtsratschef Marco Bode soll unbedingt weitermachen. Axel Plaat (Schatzmeister des SV Werder) und Marco Fuchs (Chef des Raumfahrtunternehmens OHB) werden aller Voraussicht nach wieder direkt vom Verein in das Kontrollgremium entsandt.

Am 21. November entscheiden die Mitglieder – und Sportchef Frank Baumann ist sich schon jetzt sicher: „Wir werden einen sehr guten Aufsichtsrat bekommen.“ 

kni

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