Pokalspiel gegen Atlas letztes Spiel für 62-Jährigen

„Flavios“ letzter Espresso: Werder-Zeugwart Fritz Munder geht in den Ruhestand

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„Kommt in meine Arme, Jungs!“ - Die Spieler des SV Werder Bremen herzten ihren Zeugwart Fritz Munder (Mitte) ein letztes Mal im Weserstadion. Er geht in den Ruhestand.

Bremen - Der Ball war kaum im Netz, da steuerte Niklas Moisander auch schon entschlossen auf die Ersatzbank zu. Der Kapitän des SV Werder Bremen wollte seinen Treffer zum zwischenzeitlichen 2:0 gegen den SV Atlas Delmenhorst mit einem ganz bestimmten Mann feiern: Fritz Munder. „Er ist einfach eine Werder-Legende, ich bin direkt zu ihm gerannt“, sagte Moisander später über den 62-Jährigen. 

Für Fritz Munder war das DFB-Pokalspiel gegen die Nachbarn aus Delmenhorst ein ganz besonderes - es war nämlich sein letztes als Zeugwart von Werder Bremen. Nach über zehn Jahren in Diensten des Vereins verabschiedet sich Munder in den Ruhestand - und hinterlässt eine große Lücke. 

„Er hat sich perfekt darum gekümmert, dass alles an seinem Platz war“, sagte Cheftrainer Florian Kohfeldt - und betonte: „Fritz ist einer von denen, die im Verborgenen arbeiten, aber für die Jungs brutal wichtig sind – auch für mich. Mit ihm habe ich sogar mal Aufstellungen besprochen, weil er einen anderen Blick hat.“

Zeugwart Fritz Munder hört bei Werder Bremen auf den Spitznamen „Flavio“

Aufgrund seiner Frisur, die der von Ex-Formel-1-Größe Flavio Briatore ähnelt, trägt Munder bei Werder den Spitznamen „Flavio“. Sein Verhältnis zur Mannschaft? Sehr eng. Das machte auch Altmeister Claudio Pizarro nach dem Atlas-Spiel deutlich - mit einer kleinen Anekdote: „Wir haben so lange zusammengearbeitet. Er hat mir vor den Spielen immer einen Espresso gegeben, und dann habe ich Tore gemacht.“ Gegen Atlas, da habe er sich seinen Kaffee allerdings selbst zubereitet. Pizarro wird sich daran gewöhnen müssen. Mit dem Toreschießen hat es ja trotzdem geklappt. „Ich hoffe, dass er glücklich wird“, sagte der Stürmer über den Zeugwart, dessen Nachfolger in Boban Aleric schon gefunden ist.

Auch Kohfeldt wünscht Munder nur das Beste - in Kontakt bleiben werden die beiden Männer ganz sicher. Genau wie der Chefcoach stammt Munder aus Delmenhorst, wohnt dort in derselben Straße wie Kohfeldts Vater. „Wir werden uns wiedersehen“, sagte der Trainer.

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Zwei Stunden nach der offiziellen Bekanntgabe des Wechsels trainiert Ömer Toprak bereits mit seinen neuen Teamkollegen von Werder Bremen und sagt: „Ich war heiß darauf für Werder zu spielen.“ Nach dem Werder-Spiel gegen Atlas Delmenhorst kam es zu Fan-Ausschreitungen, bei denen zwei Polizisten verletzt wurden. Derweil hat Frank Baumann nach dem schwierigen Toprak-Deal weitere Transfers von Werder Bremen angekündigt. Und nach guter Leistung gegen Atlas Delmenhorst darf Christian Groß weiter bei den Profis von Werder Bremen bleiben.

Quelle: DeichStube

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