Werders Bilanz

Kommentar: Es ist Zeit für einen neuen Partner

Werder steht in dieser Saison wieder für attraktiven Fußball und sucht nun einen strategischen Partner, der den eingeschlagenen Weg begleiten soll.
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Werder sucht nach einem strategischen Partner, der die finanziellen Spielräume erweitern soll.

Ein Kommentar von Björn Knips. Die Zahlen sind überraschend. Wer hätte gedacht, dass Werder plötzlich nicht mehr so abhängig von Transfereinnahmen ist? Werder-Boss Klaus Filbry sieht darin eine neu gewonnene Stärke des Bundesligisten. Natürlich macht das Hoffnung, dass die Bremer dauerhaft im Fußball-Oberhaus bestehen können.

Die Sache hat nur einen Haken: Werder profitiert in erster Linie vom neuen TV-Vertrag – und das eben nicht allein. Bei allen Clubs sind die Einnahmen im Bereich Medien erheblich gestiegen. Die Traditionsvereine haben dabei für sich zwar noch eine bessere Abrechnungsformel herausgeschlagen, aber das allein wird sie nicht schützen. Es hilft in diesem Bereich nur der sportliche Erfolg. Dann fließt aus den TV-Geldtöpfen wirklich wesentlich mehr auf das eigene Konto als bei der Konkurrenz. 

Dort wird es allerdings genauso schnell auch wieder verschwinden. Denn wenn alle Vereine mehr Geld haben, werden die Preise für Spieler und Gehälter steigen. So war es schon immer im Fußball. Letztlich braucht es weitere Einnahmequellen. Das Sponsoring zum Beispiel. Da hat Werder zwar zugelegt, aber der Trend geht in der aktuellen Saison schon wieder in die andere Richtung. 

Werder bietet wieder attraktiven Fußball

Der sportliche Aufschwung unter Trainer Florian Kohfeldt reicht entweder noch nicht aus oder Werder muss sich einfach noch besser vermarkten. Die Gelegenheit könnte kaum besser sein. Die Mannschaft belegt Rang sieben in der Tabelle, spielt attraktiven Fußball, hat einen echten Star wie den Niederländer Davy Klaassen verpflichtet – und schafft neue wie die Eggestein-Brüder. Werder ist wieder in und kein Abstiegskandidat mehr. 

Übrigens wäre das auch ein guter Zeitpunkt, die Suche nach einem Investor oder strategischen Partner zu intensivieren. Schon einmal – in den fetten Champions-League-Jahren – wurde dieser Moment verpasst. Werder sollte die neue Stärke nutzen, denn allein mit höheren TV-Geldern wird es gegen die vielen fremdfinanzierten Clubs auf Dauer sicher nicht mehr reichen.

Kruses Ansprache auf der Mitgliederversammlung

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