Kriegt Osako bei Werder noch die Kurve?

Der Japan-Effekt als vielleicht letzte Chance für Yuya Osako beim SV Werder

Bei Werder Bremen läuft für ihn aktuell nichts zusammen, bei der japanischen Nationalmannschaft schoss sich Yuya Osako aber den Frust von der Seele.
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Bei Werder Bremen läuft für ihn aktuell nichts zusammen, bei der japanischen Nationalmannschaft schoss sich Yuya Osako aber den Frust von der Seele.

Bremen – Dass Yuya Osako ein sehr guter Fußballer ist, steht außer Frage. Nur hat er das in seiner Zeit beim SV Werder Bremen viel zu selten gezeigt. Inzwischen scheint auch Trainer Florian Kohfeldt den ganz großen Glauben an den Japaner verloren zu haben. Seit Anfang Januar hat er ihn nicht mehr in die Startelf berufen und ihn zuletzt fast gar nicht mehr eingesetzt. Doch nun hofft Werder, dass Osako nach einem ganz besonderen Trip in die Heimat wieder wichtig wird. Es dürfte wohl die letzte Chance für den 30-Jährigen in Bremen sein, auch wenn sein Vertrag noch bis 2022 läuft.

„Wenn man das Gesamtpaket nimmt mit Nationalmannschaft, Heimat, Spiele absolviert, Tore gemacht und vorbereitet – so etwas tut jedem Menschen gut“, fasste Werders Leiter Profi-Fußball Clemens Fritz Osakos Länderspielreise zusammen und fügte noch an: „Wir freuen uns für ihn. Wir hoffen, dass Yuya gestärkt und voller Kraft in Bremen eintrifft.“ Am Donnerstag wird das der Fall sein. Dann darf sich Yuya Osako noch von der langen Reise erholen, ehe auch für ihn am Freitag die Vorbereitung mit Werder Bremen auf das Stuttgart-Spiel am Sonntag startet.

Wegen der Corona-Pandemie war der Japaner schon länger nicht mehr in seiner Heimat gewesen. Auch die Einsätze in der Nationalmannschaft gestalteten sich in dieser Zeit schwierig. Umso eindrucksvoller meldete sich Osako nun zurück. Beim 3:0-Testspielsieg gegen Südkorea bereitete der Angreifer zwei Treffer vor und in der WM-Qualifikation steuerte er drei Tore zum 14:0-Kantersieg gegen die Mongolei bei. Letzteres sollte gewiss nicht überbewertet werden, aber Fritz betonte: „Es ist egal, gegen welchen Gegner du dir das Selbstvertrauen holst.“

Yuya Osako soll Schwung von Nationalmannschaft zu Werder Bremen mitnehmen - Rückkehr in die Heimat?

Gleiches gelte für die Spielpraxis. In Bremen war Yuya Osako seit seinem Startelf-Einsatz Anfang des Jahres gegen Union Berlin nur noch Ergänzungsspieler. Vier Mal ließ in Kohfeldt zuletzt sogar komplett draußen, ehe er ihn im letzten Spiel vor der Länderspielpause gegen Wolfsburg noch für die Schlussphase brachte. Ohne die ganz große Wirkung. In Osakos Statistik für diese Bundesliga-Saison steht weiterhin nur ein Assist – mehr nicht. Viel zu wenig für einen Spieler seiner Klasse, für den Werder Bremen vor knapp drei Jahren eine Ablösesumme von 4,5 Millionen Euro an den 1. FC Köln überweisen hat.

„Gerade in der Offensive verfügt unser Trainer über einige Alternativen. Der Konkurrenzkampf ist groß“, meinte Fritz und formulierte gleichzeitig eine klare Forderung an die Adresse von Yuya Osako: „Wichtig ist, dass man nach einer guten Länderspielreise diesen Schwung auch mitnimmt – ins Training und die nächsten Wochen.“ Gelingt Osako das nicht, dürften beide Seiten im Sommer über eine vorzeitige Trennung nachdenken. Der Japaner fühlt sich zwar in Bremen sehr wohl, aber in seiner Heimat wird schon länger über eine Rückkehr spekuliert. (kni) Auch interessant: Neue Marktwerte für Werder Bremen: Großer Sprung für Romano Schmid!

Weiter zur letzten Meldung vom 1. Februar 2021:

Ansteigende Formkurve: Kohfeldts Auszeit für Werder Bremens Stürmer Yuya Osako zahlt sich aus

Bremen - Viel hat nicht gefehlt und aus einem guten wäre ein sehr guter Tag für Yuya Osako geworden. Während des Heimspiels von Werder Bremen gegen den FC Schalke 04 (1:1) wäre dem Japaner beinahe sein erstes Saisontor geglückt - nur eine Glanzparade von Schalke-Keeper Ralf Fährmann verhinderte den Treffer. Lob vom Trainer gab es für Osako hinterher aber auch ohne Tor, denn Florian Kohfeldt sieht den Stürmer nach einem massiven Formtief auf dem Weg zurück zu alter Stärke.

„Gegen Schalke hat Yuya gezeigt, was er drauf hat“, sagte Kohfeldt, der Osako in der 61. Minute für Josh Sargent ins Spiel gebracht hatte. 14 Ballkontakte, ein Torschuss, zwei Torschussvorlagen und darüber hinaus an der Entstehung des 1:1 für Werder Bremen durch Kevin Möhwald beteiligt - Yuya Osakos Arbeitsnachweis konnte sich in der Tat sehen lassen. Das war in der jüngeren Vergangenheit eher selten der Fall gewesen.

Passiert bei Werder Bremen noch etwas am Deadline-Day? Hier geht‘s zum Transfer-Ticker!

Vor dem Auswärtsspiel in Leverkusen (1:1) hatte Kohfeldt Osako Anfang Januar erstmals überhaupt aus dem Kader gestrichen. In der Woche danach gegen den FC Augsburg (2:0) ließ er ihn auf der Bank schmoren. „Es gab einen Punkt, an dem ich seine Aufstellung nicht mehr rechtfertigen konnte“, sagte der Trainer des SV Werder Bremen rückblickend, „es war ja nicht so, dass ich seine Leistungen nicht gesehen habe.“ Auf dem Platz, so schien es, liefen die Spiele einfach so am Angreifer vorbei.

Werder Bremen: Yuya Osako bekam freie Tage und Besuch von der Familie

Kohfeldt suchte deswegen das Gespräch mit Yuya Osako und verschaffte ihm eine Auszeit, damit der Stürmer den Kopf wieder frei bekommen kann. „Yuya ist ein sehr sensibler Mensch. Seine Familie ist aus Düsseldorf zu ihm nach Bremen gekommen. Er hatte drei Tage frei, damit er mal durchatmen kann“, berichtete Kohfeldt, dessen Auszeit ganz offenbar zum Erfolg geführt hat.

Nach den Kurzeinsätzen gegen Gladbach und Hertha BSC kam Osako gegen Schalke 04 erstmals wieder länger zum Einsatz und nutzte seine Chance. „Yuya ist dran geblieben und hat weitergemacht“, freute sich Kohfeldt, der nun auf eine ähnlich erfolgreiche Rückrunde des 31-Jährigen hofft wie im Vorjahr. Vier seiner insgesamt acht Treffer hatte Osako in der Spielzeit 2019/2020 in der zweiten Saisonhälfte erzielt. (dco) Auch interessant: Das DFB-Pokal-Achtelfinale des SV Werder Bremen gegen Greuther Fürth im Live-Ticker der DeichStube!

Zur letzten Meldung vom 7. Januar 2021:

Werder Bremen: Begnadigung für Yuya Osako? Trainer Kohfeldt will sich noch nicht festlegen

Bremen – Vor Werders Bremens Auswärtsspiel bei Bayer 04 Leverkusen hatte Trainer Florian Kohfeldt Angreifer Yuya Osako zu einer Kunstpause verdonnert und ihn wegen zuvor schwacher Leistungen erstmals nicht in den Kader berufen. Ob der Japaner beim Heimspiel gegen den FC Augsburg (Samstag, 15.30 Uhr) wieder zum Aufgebot zählt, ließ Kohfeldt am Donnerstag noch offen.

Auf eine entsprechende Nachfrage antwortete der ansonsten auskunftsfreudige Coach kurz und knapp: „Das werde ich erst am Freitag entscheiden, im Sinne der Mannschaft und im Sinne von Yuya.“ Geht es nach dem Spieler, dürfte klar sein, dass er in den Kader des SV Werder Bremen zurückkehren will. Alles andere wäre höchst ungewöhnlich. Ob es aber für die Mannschaft am besten wäre, kann nur Kohfeldt beurteilen. Schließlich hat er den 30-Jährigen während der Trainingswoche, in der nicht alle Einheiten öffentlich waren, hautnah erlebt.

Werder Bremen: Yuya Osako „ordentlich“ im Training - Kader-Rückkehr gegen FC Augsburg?

Yuya Osako, so viel verriet Kohfeldt immerhin noch, habe in den vergangenen Tagen „einen ordentlichen Eindruck“ im Training hinterlassen. Während der Einheiten, die zu beobachten waren, wirkte der Japaner in der Tat gelöst, lachte vor allem beim Wochenauftakt am Dienstag viel und bekam von seinen Kollegen, speziell von Stürmer Davie Selke, während der Übungen immer wieder aufmunternde Worte zu hören. Nach der Einheit legte er gemeinsam mit Leonardo Bittencourt noch eine Sonderschicht Freistoßtraining ein.

Insgesamt machte Yuya Osako also nicht den Eindruck, als würde er sich hängen lassen, was seine Chancen auf eine Rückkehr in den Kader erhöhen dürfte. Dass der Stürmer gegen den FC Augsburg wieder in der Startelf des SV Werder Bremen steht, ist aber unwahrscheinlich. (dco) Auch interessant: Verfolgt Werder Bremen gegen den FC Augsburg im Live-Ticker der DeichStube. Und: So seht Ihr das Bundesliga-Spiel von Werder Bremen gegen den FC Augsburg live im TV und im Live-Stream.

Zur letzten Meldung vom 11. Januar 2021:

Werder-Coach Florian Kohfeldt erklärt die Zwangspause für Yuya Osako: „Unfair, alles immer nur auf Yuya abzuladen“

Bremen/Leverkusen – Erst die Watsch‘n, dann die Streicheleinheit: Florian Kohfeldt hat Yuya Osako nach dessen Nicht-Berücksichtigung für die Partie bei Bayer Leverkusen Hoffnung auf eine Rückkehr in den Kader gemacht – allerdings legt sich der Coach des SV Werder Bremen auf keinen Zeitpunkt fest.

Dass Yuya Osako am Samstag nicht zum Aufgebot des SV Werder Bremen gehörte, hatte sich in den Tagen davor angedeutet. Nach der Partie erläuterte Florian Kohfeldt, wie es nun mit Osako weitergehen wird. „Ich werde ihn auf gar keinen Fall fallenlassen. Yuya wird sich in den kommenden Wochen über das Training Sicherheit zurückholen und irgendwann – ob jetzt nächste Woche oder erst in zwei, drei Wochen – wieder ein Kandidat für den Kader sein.“

Werder Bremen: Yuya Osako aus Kader gestrichen - doch Trainer Florian Kohfeldt verteidigt seinen Spieler

Dass Osako es am Wochenende nicht war, hatte viel mit dem Spiel davor zu tun. Beim 0:2 von Werder Bremen gegen Union Berlin war der Japaner der Schlechteste unter vielen Schlechten gewesen, anschließend führte Kohfeldt nach eigener Aussage zwei Einzelgespräche mit ihm. Florian Kohfeldt: „Wir haben extrem viel geredet. Danach waren wir beide der Meinung, dass er vom Kopf her mal eine Pause braucht.“ Auch um ihn mal aus dem Fokus der Kritiker zu nehmen, die sich auf Yuya Osako eingeschossen hätten. „Yuya wurde letzte Woche zurecht kritisiert, auch von mir, aber er wurde aus meiner Sicht auch sehr, sehr häufig, sehr hart angegangen. Nicht nur von den Medien, sondern auch, was die Gesamtstimmung um ihn herum angeht“, erklärte der Trainer, für den sich das Ganze so darstellt: „Alle spielen schlecht und Yuya kriegt‘s ab. Es ist unfair, alles immer nur auf Yuya abzuladen. Ich nehme ihn daher extrem in Schutz.“ (csa)

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