Comeback gegen Leverkusen?

Werder Bremen konsequenter mit Yuya Osako? Kohfeldt hofft auf die Rückkehr des Japaners

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Kehrt mit Angreifer Yuya Osako auch die Konsequenz beim SV Werder Bremen zurück?

Bremen - Der SV Werder Bremen ist nach acht Spieltagen nicht dort, wo der SV Werder Bremen gerne sein will. Nach zuletzt drei Remis in Folge sehnt man sich nach einem Sieg. Das bevorstehende Comeback von Yuya Osako macht diesbezüglich Hoffnung. 

Update (22. Oktober 2019): Zwei Rückkehrer! Yuya Osako und Ömer Toprak sind wieder im Mannschaftstraining bei Werder Bremen. Feiern sie ihre Comebacks gegen Bayer Leverkusen?

Kuschelig ist es in der Liga. Ganz oben in der Tabelle steht Borussia Mönchengladbach, auf Platz neun rangiert Bayer Leverkusen – ein riesengroßer Abstand? Mitnichten. Tatsächlich trennen die Teams nur zwei Punkte. Das ist eine einzigartige, ja fast schon historische Großwetterlage. Denn noch nie seit Einführung der Drei-Punkte-Regel vor 24 Jahren ging es in der oberen Tabellenhälfte nach acht Spieltagen so eng zu wie aktuell. Schön und gut, sagt da der Fan von Werder Bremen: Und was hat das mit uns zu tun? Nichts! Und genau das ist das Problem.

Eigentlich wollte der SV  Werder Bremen in dieser Saison oben mitspielen. Dass es (zunächst?) nicht so ist, liegt an der Verletztenmisere. „Wir können einfach nicht aus dem Vollen schöpfen“, sagt Sportchef Frank Baumann. Und es liegt an Spielen wie dem 1:1 gegen Hertha BSC am vergangenen Wochenende. Dominant aufgetreten, nur einen Zähler eingefahren – Trainer Florian Kohfeldt strich später die „fehlende Konsequenz vorne und hinten“ als Hauptgrund für den verpassten Sieg heraus. 

SV Werder Bremen: Abstand zum Relegationsplatz kürzer als zur Tabellenspitze

Sollte heißen: Entweder muss man vorne die Chancen nutzen oder hinten keine zulassen. Weil beides nicht ausreichend gelang, fehlen wieder zwei Punkte, und der Abstand zum großen Getümmel zwischen Platz eins und neun beträgt fünf Zähler. Der zum Relegationsplatz jedoch nur drei Pünktchen.

Das Schlimme an dieser Zwischenbilanz ist nicht, dass es so ist, sondern dass es nicht so sein müsste. Siehe die Hertha-Partie. Siehe das klare Chancenplus, das eigentlich zum Sieg hätte reichen müssen. Eigentlich. Doch der SV Werder Bremen ließ viel liegen. Dennoch sagt Trainer Florian Kohfeldt, dass er „weit davon entfernt ist, das jetzt schon als Vorwurf zu formulieren. Die reine Form der Abschlüsse ist in keiner Form überheblich – wenn es so wäre, würde ich sofort was sagen. Aber das kann ich den Spielern nicht anlasten.“

SV Werder Bremen: Berechtigte Kritik an mangelnder Konsequenz vor den Toren

Dennoch steht die Kritik der mangelnden Konsequenz vor den Toren – hinten wie vorne. Ein Phänomen, das bei Werder Bremen immer mal wieder zu bestaunen ist. Mal macht die Mannschaft aus wenig viel (wie beim 2:2 in Frankfurt), mal aus viel wenig (wie gegen Hertha). Und gegen Düsseldorf (1:3) ist zum Saisonstart mal alles schiefgelaufen. Trainer Florian Kohfeldt sieht es und spricht es auch deutlich an: „Es ist immer ein Thema und wird auch immer ein Thema jeder Mannschaft sein, diese Konsequenz zu haben. Es ist nicht allein wichtig, dass wir uns gut entwickeln. Es ist wichtig, dass wir gewinnen.“

Das ist ein bisschen eine Ergänzung zu seinen ersten Aussagen nach dem Hertha-Spiel, als er die gute Entwicklung als positives Ergebnis vorangestellt hatte. Auch mit etwas Abstand sei er noch bei „dreiviertel guter Laune“, meint Kohfeldt: „Das Training in der Länderspielpause hat gefruchtet. Wir haben schon eine andere Mannschaft gesehen.“ Das fehlende Viertel zum vollständigen Glück sind die fehlenden Tore und Punkte.

SV Werder Bremen: Yuya Osako könnte gegen Bayer Leverkusen sein Comeback geben

Hilfe ist aber im Anmarsch. Denn Florian Kohfeldt rechnet in der heute beginnenden Trainingswoche mit der Rückkehr von Yuya Osako in den normalen Übungsbetrieb. Und dann mit dem Comeback am Samstag im Auswärtsspiel bei Bayer Leverkusen. „Ich will nicht zu viel spekulieren. Aber bei Yuya sehe ich eine gute Chance, dass er gegen Leverkusen zumindest einen Teileinsatz haben kann.“ Im vier Tage später folgenden DFB-Pokalspiel gegen den 1. FC Heidenheim könne der Japaner dann wieder voll zur Verfügung stehen, so Kohfeldt.

Yuya Osakos Rückkehr wäre deshalb so wichtig, weil er bis zu seiner Muskelverletzung jene Konsequenz vor dem gegnerischen Tor gezeigt hatte, die gegen Hertha vermisst wurde. Obwohl er vier Spiele verpasst hat, ist er mit drei Toren immer noch der erfolgreichste Torschütze des SV Werder Bremen in der laufenden Saison. „Seine Rückkehr wäre schon gut für uns. Bei aller Wertschätzung für andere: Yuya ist ein Top-Spieler, das habe ich immer gesagt“, erklärt Florian Kohfeldt.

SV Werder Bremen: In den nächsten Wochen kommen weitere Rückkehrer hinzu

Milot Rashica ist auch top – nur am Samstag nicht. Drei Striche standen für ihn am Ende in der Spalte „vergebene Möglichkeiten“. Ein kleiner Bruch, nachdem Rashica in den ersten beiden Spielen nach seinem Comeback jeweils getroffen hatte. Florian Kohfeldt hält es mit Rashica aber wie mit der Allgemeinheit: kein Vorwurf. „Das waren klare, gute Abschlüsse von ihm. Er kann nach seiner fünfwöchigen Verletzungspause noch nicht wieder bei hundert Prozent sein. Aber Rocket wird kommen, da mache ich mir keine Sorgen.“

Rashica in Top-Form zusammen mit Yuya Osako in Top-Form – das könnte das Gegenmittel für die fehlende Konsequenz im Angriff sein. Und der Antrieb, der Werder Bremen irgendwann in der Saison doch noch in die knisternd-kuschelige Spitzengruppe der Liga hievt.In der Defensive stehen derweil ebenfalls Comebacks an. Nach mehreren Verschiebungen sollte Ömer Toprak gegen Bayer Leverkusen wieder dabei sein. Niklas Moisander könnte wie Osako ebenfalls in dieser Woche seinen Wiedereinstieg ins Mannschaftstraining feiern. Ein Startelf-Kandidat wird er am Wochenende jedoch sicher nicht sein. (csa)

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Für Thomas Schaaf, Interims-Co-Trainer von Werder Bremens U23, war das Spiel gegen Hannover 96 II auch das Wiedersehen mit seinem Ex-Spieler Christoph Dabrowski, der Werder 1999 durch ein Tor zum zum Klassenerhalt schoss. Gut, aber da geht noch mehr - Leonardo Bittencourt hat bei Werder Bremen noch Luft nach oben. Weltweit auf Platz 91: So viel Geld für Transfers hat Werder Bremen in den letzten zehn Jahren ausgegeben.

Quelle: DeichStube

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