Yatabare – nach Frust-Wochen, Frust-Erlebnis in Ingolstadt

„Eine kleine Maschine“

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Die Sperre zu ertragen, „war nicht leicht für mich“, sagt Sambou Yatabare.

Bremen - Von einer Erlösung zu sprechen, trifft es schon ganz gut. Als Sambou Yatabare in Ingolstadt sein Werder-Debüt feiern durfte, war diese seltsame Zeit des Gesperrtseins im neuen Club endlich vorbei.

„Es war“, sagt der Nationalspieler aus Mali, „wirklich nicht leicht für mich. Ich war frustriert.“ Verständlich. Denn beim Start in ein neues Leben erstmal das Stoppschild gezeigt zu bekommen, ist eine schwere Geduldsprobe. Und wer Sambou Yatabare dann in Ingolstadt hat loslegen sehen, der kann erahnen, wie viel Energie sich in ihm aufgestaut hatte während der Drei-Spiele-Sperre, die er aus Belgien mit in die Bundesliga gebracht hatte.

Er sei „eine kleine Maschine“, sagt Werder-Geschäftsführer Thomas Eichin über den Mittelfeldspieler, den er sich 2,5 Millionen Euro Ablöse kosten ließ, und beschwärmt dessen kraftvollen Spielstil: „Er marschiert, macht Meter ohne Ende – das gefällt mir.“ Nach seiner Einwechslung zur zweiten Halbzeit sei Yatabare „sicherlich belebend“ gewesen. Weshalb das Debüt des 26-Jährigen trotz des von ihm verursachten Strafstoßes (Eichin: „Ein doofer Elfer“) nicht als misslungen bezeichnet werden muss.

Dass Yatabare nicht von Anfang an spielte und dann als eigentlich zentraler Akteur auch noch auf der rechten Seite eingesetzt wurde, war „kein Problem für mich. Ich habe in meiner Karriere schon rechts oder auch links gespielt“, sagt er. Aber klar: Die Mitte bleibt das Ziel, für diese Position hat Werder ihn auch verpflichtet. Doch vorerst nimmt Yatabare, was kommt. Er ist froh, überhaupt wieder auflaufen zu dürfen. „Ich bin hier, um der Mannschaft zu helfen und meine Qualität einzubringen. Auf welcher Position ich das mache, muss der Trainer entscheiden“, sagt er.

Das Frust-Erlebnis in Ingolstadt und Tabellenplatz 16 sind übrigens keine Fakten, die den 1,90-Meter-Mann mit der Flüsterstimme schrecken können. „Ich habe überhaupt keine Angst, dass wir absteigen könnten. Wir werden auch in der kommenden Saison erstklassig spielen“, sagt der Bundesliga-Neuling voller (pflichtgemäßer) Überzeugung.

csa

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