Neuer Vertrag für den Werder-Keeper

Wolf schreibt sich glücklich

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Werder-Keeper Wolf: „Bälle fasse ich im Moment nicht an – nur Kugelschreiber“

Bremen - Von Björn Knips. Die meisten Werder-Profis sind ausgeflogen und nutzen den ungewöhnlichen Zwischendurch-Urlaub mitten in der Vorbereitung für einen Kurztrip in den Süden. Raphael Wolf nicht. Der Keeper ist in Bremen geblieben und gestern sogar im Weserstadion gewesen. Dienstlich. Aber nicht zum Training.

„Bälle fasse ich im Moment nicht an – nur Kugelschreiber“, berichtete Wolf bestens gelaunt. Denn kurz zuvor hatte der 26-Jährige seinen Vertrag mit Werder bis 2017 verlängert – inklusive Option auf eine weitere Spielzeit. „Ich freue mich riesig und bin glücklich, dass ich unterschrieben habe“, sagte Wolf und fügte noch an: „Es macht großen Sinn für meine Zukunft, bei Werder zu sein. Ich fühle mich hier sehr wohl.“ Schon Ende der abgelaufenen Saison hatte Werder dem Keeper, dessen alter Kontrakt bis 2015 lief, ein Angebot vorgelegt.

Ein nicht allzu Üppiges, es brauchte noch einige Verhandlungsrunden, bis sich beide Parteien schließlich einig waren. Der Wolf-Seite ging es darum, dass der Keeper wie eine Nummer eins bei einem Bundesligisten bezahlt wird. Denn bislang galt der 26-Jährige finanziell als ganz kleine Nummer bei Werder. Er war vor zwei Jahren als Nummer zwei hinter Sebastian Mielitz geholt worden – und das vom kleinen österreichischen Club SV Kapfenberg. Eine damals sehr günstige Lösung. Jetzt kostet Wolf mehr. „Es war ein fairer Prozess, beide Seiten können zufrieden sein“, urteilte Sportchef Thomas Eichin und lobte: „Raphael hat eine tolle Entwicklung bei uns genommen, und diese Entwicklung ist längst noch nicht abgeschlossen.“

So sieht es natürlich auch Wolf, der ein spannendes Jahr hinter sich hat. Ende November löste er Mielitz im Tor ab. Im Januar machte ihn Trainer Robin Dutt zur Nummer eins für die Rückrunde. Nach der Saison dann auch gleich zum Stammkeeper für die nächste Spielzeit. Mielitz musste gehen – und sucht sein Glück nun in Freiburg. Nach den vielen positiven Monaten und dem gestrigen Glückstag mit der Unterschrift mag sich Wolf aber alles andere als ausruhen. „Jetzt gebe ich Gas, das soll ja nicht mein letzter Vertrag gewesen sein.“ Bis Samstag wird aber ausschließlich gelaufen – erst beim Trainingslager im Zillertal will der Keeper wieder zum Ball greifen. So hat es schließlich der Trainer befohlen.

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