Werder an Außenstürmer dran

Winterliche Wechselspiele

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Werders Sportchef Frank Baumann steht eine arbeitsreiche Zeit bevor: Vom 1. bis zum 31. Januar hat in Deutschland das Winter-Transferfenster geöffnet.

Bremen - In der Winterpause könnte sich bei Werder Bremen personell einiges tun. Der Verein ist an einem neuen Außenstürmer dran, Verteidiger Luca Caldirola steht derweil vor dem Absprung.

An Heiligabend bleibt das Handy aus, dieser Tag, der 24. Dezember, gehört nur der Familie. Da wird Frank Baumann auch in diesem Jahr keine Ausnahme machen. Davor und danach erwartet den Sportchef von Werder Bremen aber wieder eine enorm arbeitsreiche Zeit. Vom 1. bis zum 31. Januar ist das Winter-Transferfenster geöffnet. Es ist nach der deutlich längeren Wechselperiode im Sommer die wichtigste Zeit des Jahres für die Bundesliga-Manager.

Spieler abgeben, neue verpflichten – nicht wenige Vereine nutzen den Winter, um vor Beginn der Rückrunde personell noch einmal nachzujustieren. Angesichts der heiklen sportlichen Situation – Werder überwintert auf dem Relegationsplatz – ist der Wunsch der Bremer Fans nach neuen Spielern groß. Baumann hält sich in diesem Punkt öffentlich (noch) bedeckt. Das muss er auch, um mögliche Transfers nicht zu gefährden. Immerhin deutete der 42-Jährige nach dem Pokalspiel gegen den SC Freiburg an, dass sich bei Werder in beide Richtungen etwas tun könnte.

Außenstürmer-Suche: Werder will große Lösung

Ganz oben auf der Bremer Einkaufsliste steht ein neuer Mann für die plötzlich frei gewordene Planstelle im Sturm. Nachdem sich Fin Bartels im Auswärtsspiel bei Borussia Dortmund (2:1) die Achillessehne gerissen hat und nun für den Rest der Saison ausfällt, hält Baumann Ausschau nach Ersatz für den 30-jährigen Stammspieler. „Wir haben die Situation, dass uns mit Fin ein Leistungsträger die komplette Rückrunde fehlen wird. Natürlich muss man sich da Gedanken machen, ob wir diesen Ausfall so ersetzen können“, sagte der Sportchef im „VW-Talk“ – und fügte vielsagend an: „Diesen Spielertypen haben wir im Kader nicht nochmal.“

Nach Informationen der DeichStube ist Werder bereits an einem Außenstürmer dran. Es soll sich dabei um eine für Bremer Verhältnisse große Lösung handeln. „Es muss passen und sinnvoll sein. Wir werden nichts tun, um etwas getan zu haben und die Öffentlichkeit zu beruhigen“, sagte Baumann. Heißt: Lässt sich der Wunschkandidat für den Sturm nicht an die Weser locken, kommt auch kein anderer. Grundsätzlich sei das Vertrauen in den bestehenden Kader auch so schon groß genug, betonte Baumann.

Werder-Verteidiger Luca Caldirola gilt als heißer Transfer-Kandidat in der Winterpause.

Im Kader sind momentan aber längst nicht alle Werder-Profis glücklich, was Abgänge im Winter wahrscheinlich macht. Als heißester Kandidat gilt Innenverteidiger Luca Caldirola, der bereits im November angekündigt hatte, in der Winterpause das Gespräch über seine Zukunft suchen zu wollen.

In der laufenden Saison bringt es der 26-Jährige nur auf einen Einsatz. Zuletzt war dem italienischen Erstligisten Cagliari Calcio Interesse am ehemaligen U21-Kapitän Italiens nachgesagt worden. Bei Werder schätzen sie Caldirola für seine Loyalität zwar sehr und würden ihn gerne halten, sollte der Verteidiger in den nächsten Tagen aber einen ernsthaften Wechselwunsch vortragen, dürfte ihn der Club ziehen lassen.

Baumann: „Kann sein, dass wir den einen oder anderen Abgang haben“

Auch Izet Hajrovic und Aron Johannsson wären sportlich verzichtbar, beide besitzen bei Werder allerdings gut dotierte Verträge, die sie im Winter kaum aufgeben werden. Johannssons Arbeitspapier läuft noch bis 2019, seine sportliche Perspektive hat sich nach dem Trainerwechsel von Alexander Nouri hin zu Florian Kohfeldt zudem verbessert. Nach überstandenen Knieproblemen stand der US-Amerikaner zuletzt wieder zweimal im Kader. Im Pokal gegen Freiburg kam er am Mittwochabend sogar zu einem Kurzeinsatz.

Hajrovic ist im Sommer ablösefrei. Wenn Werder ihn noch verkaufen möchte, muss es der Verein also jetzt tun. Dass der bosnische Nationalspieler in Bremen einen neuen Vertrag bekommt, ist so gut wie ausgeschlossen. „Man muss bewerten, dass der eine oder andere Spieler unzufrieden ist, weil er in den letzten Wochen und Monaten nicht so viel gespielt hat“, sagte Baumann. „Es kann sein, dass wir den einen oder anderen Abgang haben.“ Sollte das passieren, stellte der Sportchef in Aussicht, entsprechend nachzurüsten. „Wenn wir einen Spieler abgeben, kann es sein, dass wir die Position eins zu eins ersetzen.“

Schon gesehen?

Die WechselStube: der Transfergerüchte-Ticker

Quelle: DeichStube

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