Tod im Alter von 69 Jahren

Lemke über verstorbenen Burgsmüller: „Ein Sportler mit Herz und Profil“

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Manni Burgsmüller ist eine absolute Bundesliga-Legende und hat sich auch bei Werder zu einem sehr verdienten Spieler entwickelt.

Bremen/Essen – 447 Bundesligaspiele hat er während seiner Karriere absolviert, dabei 213 Tore geschossen und die Fans immer wieder mit seiner Schlitzohrigkeit begeistert. Wie erst am Montag bekannt wurde, ist Manfred „Manni“ Burgsmüller am vergangenen Samstag nun überraschend im Alter von 69 Jahren gestorben.

Die Bundesliga trauert um einen ihrer ehemaligen Stars, der 1988 seinen größten Erfolg mit Werder Bremen feierte und die Deutsche Meisterschaft gewann. 

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Lemke: „Manni war ein echter Werderaner“

„Die Nachricht von seinem Tod macht mich sehr betroffen“, sagt Werders ehemaliger Manager Willi Lemke, der Burgsmüller im Sommer 1985 von Rot-Weiß Oberhausen nach Bremen geholt hatte. Bis 1990 stand der Stürmer an der Weser unter Vertrag, ehe er seine Karriere beendete. „Manni war ein Sportler mit großem Herz und Profil, ein echter Werderaner“, betont Lemke, der sich auch heute noch genau an Burgsmüllers ersten Auftritt im Werder-Trikot erinnern kann: „Gleich bei seinem Debüt gegen Gladbach hat er ein absolutes Traumtor geschossen.“ 

Und seine Verpflichtung damit direkt bestätigt. Lemke und Trainer Otto Rehhagel hatten zuvor viel Kritik einstecken müssen, dass sie einen immerhin schon 35-jährigen Profi verpflichtet hatten. Aber Burgsmüller zahlte das Vertrauen zurück. In seinen 114 Spielen für Werder traf er 33 Mal – und war auch abseits des Platzes immer für eine Überraschung gut. 

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Baumann über Burgsmüller: „Manni hat den Menschen sehr viel Freude gemacht“

„Er hat verbal auch gerne mal Blödsinn gemacht“, erinnert sich Lemke. Und in der Tat sind von Burgsmüller etliche Sprüche überliefert, die in keiner Fußball-Stilblüten-Sammlung fehlen dürfen. „Ein Engel bin ich bestimmt nicht, ein Rebell aber auch nicht“, oder „Meine Mutter hat mich viel zu früh geboren. Das große Geld wurde erst später verdient“, sind da nur zwei Beispiele, die die Zeit überdauert und dazu beigetragen haben, dass Burgsmüller auch heute noch ein großer Name im Fußball ist.

„Manni hat den Menschen sehr viel Freude gebracht“, sagt Werders Sportchef Frank Baumann, der vom Tod des gebürtigen Esseners gestern Abend am Rande des Testspiels in Oldenburg erfuhr. „Ich spreche im Namen des ganzen SV Werder, wenn ich sage, dass er bei uns Spuren hinterlassen hat“, betont Baumann. Bei Borussia Dortmund ist das nicht anders.

Vor seiner Zeit im Norden hatte Burgsmüller von 1976 bis 1983 beim BVB gespielt. Auch dort war er zu einer Legende geworden: Seine 135 Ligatore sind in Dortmund bis heute Vereinsrekord. Dortmunds Manager Michael Zorc zeigt sich ebenfalls betroffen von der Nachricht über den Tod des Ex-Profis und sagt: „Als ich beim BVB als Profi angefangen habe, war Manni Kapitän. Er war ein Super-Typ, der mir auch sehr viel geholfen hat.“ Und der seinen Platz in den Geschichtsbüchern der Bundesliga sicher hat: Mit 213 Treffern ist Burgsmüller bis heute der viertbeste Torjäger. Für das deutsche Nationalteam bestritt er drei Länderspiele.

Im Anschluss an seine Karriere als Fußballer, die er im Alter von 40 Jahren beendete, sorgte Burgsmüller für Schlagzeilen im American Football. Als Kicker der Düsseldorf Rhein Fire feierte er in der Zeit von 1996 bis 2002 mehrere Erfolge. Zuletzt war Burgsmüller im Sportmarketing aktiv.

Quelle: DeichStube

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