Das Ende einer Ära

Willi Lemke scheidet aus Aufsichtsrat aus 

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„Werder-Willi“ scheidet nicht im Groll aus dem Gremium.

Bremen - Bei Werder Bremen geht im Herbst eine Ära zu Ende: Willi Lemke wird nach 35 Jahren in verantwortlicher Position aus dem Aufsichtsrat des Clubs ausscheiden.

"Nach Gesprächen mit den Verantwortlichen habe ich für mich entschieden, dass ich nicht mehr für den Aufsichtsrat kandidieren werde", erklärte Lemke gegenüber "kreiszeitung.de". Lemke, der am Freitag seinen 70. Geburtstag feiert, beendet am Jahresende zudem nach acht Jahren seine Tätigkeit als Sonderberater für Sport im Dienste von Frieden und Entwicklung bei den Vereinten Nationen. Dieses Amt hatte er 2008 übernommen, bei Werder ist er seit 1981 in die Führung des Clubs eingebunden. 1981 fing er als Manager an, 1999 wechselte er in den Aufsichtsrat, den er zwischen 2005 und 2014 als Vorsitzender anführte. Marco Bode löste ihn in dieser Position ab. 

Wenn Ende November auf der Mitgliederversammlung des Clubs der Aufsichtsrat neu gewählt wird, gehört Lemke nicht mehr zu den Kandidaten. Ob ihm der Rückzug seitens des Vereins nahegelegt wurde oder er aus freien Stücken geht, bleibt offen. Klar ist nur, dass "Werder-Willi" nicht im Groll aus dem Gremium scheidet: "Es gibt keinen Riss zwischen mir und Werder. Wenn meine Erfahrung, mein Rat oder meine Tat gefragt sind, stehe ich dem Verein lebenslang zur Verfügung", sagte Lemke, der sich derzeit in seiner UN-Funktion bei den Olympischen Spielen in Rio aufhält.

„Er ist ein großer Werderaner“, sagte Aufsichtsratsboss Marco Bode am Samstagabend nach dem Testspiel gegen Ingolstadt: „Und ich hoffe und bin mir sicher, dass er es bleibt. Aber wir haben eben auch eine gewisse Erneuerung, einen Generationswechsel.
csa/mr

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