Keeper überzeugt als neue Nummer eins

Wiedwald wartet auf die Null

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F. Wiedwald

Bremen - Ein guter Schiedsrichter, heißt es, ist einer, über den nicht gesprochen wird. Denn dann hat er keine Fehler gemacht. Für Torhüter gilt im Grunde das Gleiche. Felix Wiedwald war bislang auch kein großes Gesprächsthema bei Werder – doch deshalb den Schiedsrichter-Spruch auch auf ihn zu übertragen, reicht als Würdigung seiner Leistungen in den ersten vier Partien der Bundesliga-Saison nicht aus.

Der neue Bremer Schlussmann hat nicht nur keine Fehler gemacht, sondern auch überzeugend gespielt. Seine Noten: 2, 3, 2 und 2,5. So einen Start hat er sich gewünscht. „Es läuft gut für mich“, sagt der Keeper, lässt aber erkennen, dass er keinen Hang zur Selbstzufriedenheit hat. „Es war noch kein Zu-null-Spiel dabei. Das ist ein kleiner Wermutstropfen.“

So sieht er es. Allerdings sollte niemand vergessen, wie heikel die Mission des verbissen, fast schon humorlos wirkenden Torhüters bei Werder ist. Nach Sebastian Mielitz und Raphael Wolf braucht Werder endlich wieder eine sichere Nummer eins – und Wiedwald soll es sein, obwohl er vorher noch nie die Nummer eins in einem Bundesliga-Team war. „Es ist jetzt etwas anderes als der Ersatzmann zu sein. Der Fokus liegt allein auf mir. Ich muss bestehen“, schildert er die Situation. Der Aufgabe ist er – gemessen an den ersten vier Partien – gewachsen. „Ich hoffe, dass es so weiterläuft“, sagt er, ist aber innerlich auch auf das Gegenteil vorbereitet: „Bis jetzt habe ich noch keinen entscheidenden Fehler gemacht, aber natürlich wird der irgendwann kommen.“

Muss ja nicht. Felix Wiedwald macht zwischen den Pfosten und auch im Gespräch einen selbstsicheren Eindruck. Auf jeden Fall ist er gut geerdet – speziell die Ziele mit Werder betreffend. Anders als Claudio Pizarro mag er nämlich noch nicht vom europäischen Geschäft träumen: „Ich denke, da sollten wir die Kirche im Dorf lassen…“

csa

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