Wiedwald bleibt die Nummer eins

Starke Worte für und vom Torwart

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Werder-Keeper Felix Wiedwald

Bremen - Die Diskussion endete, bevor sie erst richtig begonnen hatte. Und dafür war Viktor Skripnik mit deutlichen Worten verantwortlich. „Wir diskutieren nicht über den Torwart“, stellte der Coach klar – und Felix Wiedwald damit für die nächste Partie gegen Mönchengladbach einen Freifahrtschein aus.

Der Keeper hatte bei beiden Gegentoren zur 1:2-Heimpleite gegen den FC Augsburg eine unglückliche Figur gemacht. Und sofort wurde spekuliert, ob der erfahrene Ersatzmann Jaroslav Drobny nun eine Chance bekommen wird. „Natürlich wünsche ich mir einen Torwart, der alles hält“, meinte Skripnik. Wohlwissend, dass es den nicht gibt. Und das reichte ihm fast schon für einen Freispruch für Wiedwald. „Der Freistoß kam aus so kurzer Entfernung, kann man den überhaupt parieren?“, fragte der Coach und gab sich die Antwort damit quasi schon selbst.

Auch Wiedwald sah bei dem Freistoß aus 16 Metern von Konstantinos Stafylidis keinen Fehler von sich, obwohl der Ball in der Torwartecke eingeschlagen war: „Damit hatte ich auch gerechnet, weil ich dahin selbst geschossen hätte. Aber es standen auch noch 20 Leute davor. Ich habe den Ball so spät gesehen, da konnte ich nicht mehr reagieren.“ Beim ersten Gegentor hatte er reagiert, trotzdem jubelte Jeffrey Gouweleeuw. Der nicht gerade harte Schuss aus allerdings sehr kurzer Distanz war Wiedwald dann doch irgendwie durchgerutscht.

Bei Gnabry blitzt Klasse auf – beim Rest nicht

„Mir hat das Quäntchen Glück gefehlt“, urteilte der 26-Jährige und gestand: „An manchen Tagen hält man so einen.“ Starke Worte, denen noch stärkere folgten: „Ich habe schon bewiesen, dass ich solche Bälle halten kann.“ Wiedwald ist zwar ehrlich, aber gleichzeitig auch selbstbewusst. Er weiß nur zu genau, dass er sich viele solcher Spiele nicht mehr erlauben kann. Dafür ist die Konkurrenz inzwischen auch zu groß. Drobny ist ein anderes Kaliber Ersatztorwart. Der 36-Jährige hat in der Vorsaison beim Hamburger SV den oft verletzten Stammkeeper Rene Adler mehrfach bestens vertreten. Zwischendurch wurde sogar diskutiert, ob Drobny nicht im Tor bleiben müsste. Doch das war letztlich beim HSV ebenso kein Thema wie aktuell auch bei Werder.

Und Wiedwald freut sich über die Rückendeckung des Trainers: „Das ist schön.“ Gleichzeitig weiß er auch, dass er sich darauf nicht ausruhen darf. Deshalb ließ er sogleich ein großes Versprechen folgen: „In den nächsten Wochen werde ich beweisen, dass ich die Nummer eins bin.“ Und einmal in Fahrt schaute Wiedwald trotz des Fehlstarts auch noch optimistisch auf das große Ganze: „Wir wissen, was in uns steckt. Unser Ziel muss ein einstelliger Tabellenplatz sein – und der ist auch noch drin. Es ist doch erst der zweite Spieltag gewesen.“
kni

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