Werder-Profis gehen entschlossen in das Duell

Mal wieder mit Mut nach München

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Bayern München gegen Werder Bremen am 26.08.2016.

Bremen - Es hatte etwas von Zweckoptimismus und klang wie das berühmte Pfeifen im Walde, aber das tut es ja schon seit etlichen Jahren, wenn Werder Bremen ein Spiel gegen Rekordmeister Bayern München bevorsteht und sich die Bremer Profis im Vorfeld zu ihren Erfolgsaussichten äußern sollen.

Seit 18 Bundesliga-Duellen warten die Grün-Weißen nun schon auf einen Sieg gegen den Primus. Am Sonntag nimmt Werder nun den 19. Anlauf, um endlich mal wieder das zu schaffen, worauf viele gar nicht mehr zu hoffen wagen.

„Wir werden alles daran setzten, diese drei Punkte zu holen“, betonte Werders Kapitän Zlatko Junuzovic. Der Österreicher dürfte aber selbst gewusst haben, dass sein Satz angesichts der seit 2008 bestehenden Sieglosserie höchstens wie der kleine Bruder einer Kampfansage klang. Aber sei es drum. Im Grunde bleibt den Bremern ja auch gar nichts anderes übrig als sich vor dem scheinbar aussichtslosen Kräftemessen selbst stark zu reden. Ein Wort, dass in dieser Woche in nahezu allen Bremer Aussagen zum Spiel in München auftaucht, hat nur drei Buchstaben. Es lautet: Mut.

Die großen Bayern sind verwundbar

„Wir wissen, dass wir jetzt ein sehr schweres Spiel haben, in dem Mut erforderlich ist, um dort zu bestehen“, betonte etwa Sportchef Frank Baumann, der bei Werders letztem Sieg gegen die Bayern am 20. September 2008 – das Spiel endete damals mit 5:2 – noch selbst auf dem Platz stand. Wenn man so möchte, ist Maximilian Eggestein der Baumann des heutigen Spielerkaders. Vergleichbar ruhig am Ball und vergleichbar ruhig außerhalb des Platzes – und auch seine Sätze über das Spiel am Sonntag kommen denen des Sportchfes sehr nahe. „Wir wollen mutig spielen, müssen aber auch schlau agieren und dürfen nicht zu risikoreich sein“, sagte der 20-Jährige. Leverkusen habe am ersten Spieltag der Rückrunde zwischenzeitlich schließlich gezeigt, dass auch die großen Bayern verwundbar seien. „Diese Nadelstiche wollen wir auch setzen“, sagte Eggestein. Sein Teamkollege Jerome Gondorf weiß, dass dafür ordentlich Laufarbeit erforderlich sein wird: „Wir müssen viel laufen und uns auf ein sehr, sehr intensives Spiel einstellen.“

Schlechteste Bayern-Bilanz aller aktuellen Bremer Profis

Theodor Gebre Selassie kennt das alles schon zur Genüge. Der Tscheche hat bereits neunmal in seiner Laufbahn in der Bundesliga gegen die Bayern gespielt – und bisher alle Duelle verloren. Das ist die schlechteste Bayern-Bilanz aller aktuellen Bremer Profis. „Irgendwann muss sich an dieser Serie ja endlich mal etwas ändern“, sagte Gebre Selassie und erinnerte an den 2:1-Hinrundenerfolg in Dortmund, bei dem er sogar Torschütze war: „Gegen Dortmund hatten wir auch noch nicht gewonnen, seit ich hier bin.“ Wer weiß? Vielleicht taugt das ja als gutes Omen.

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Quelle: DeichStube

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