Werder seit acht Spielen im Weserstadion ungeschlagen

Endlich wieder Herr im Hause

Ein inzwischen wieder gewohntes Bild: Die Werder-Profis feiern im Weserstadion nach dem Abpfiff mit ihren Fans.
+
Ein inzwischen wieder gewohntes Bild: Die Werder-Profis feiern im Weserstadion nach dem Abpfiff mit ihren Fans.

Bremen - Am Ostersonntag wird alles wie immer laufen, Heimspieltage sind bei Werder strikt durchgetaktet. Nachdem die Mannschaft die Nacht im Park-Hotel verbracht hat, wird gemeinsam gefrühstückt, dann geht es per Bus durch die Stadt zum Weserstadion, wo Eintracht Frankfurt ab 15.30 Uhr als nächster Gegner versuchen wird, drei Punkte aus Bremen zu entführen.

Seit Florian Kohfeldt Werder-Trainer ist, ist das noch keinem Verein gelungen. Seit acht Spielen in der Liga – dazu kommt eines im DFB-Pokal – ist Werder zu Hause ungeschlagen, das ist der beste Bremer Wert seit acht Jahren und momentan hinter den Bayern der beste der Liga. „Es ist für uns ein Riesenplus, dass wir diese Fans im Rücken haben“, weiß Kohfeldt. Am Sonntag will er mit ihnen ein siegreiches Osterfest feiern.

Längste Heim-Erfolgsserie seit 2010

Hannover, Stuttgart, Mainz, Hoffenheim, Hertha BSC, Wolfsburg, Hamburg und Köln – sie alle sind zuletzt sieglos aus Bremen abgereist, stolze 18 Punkte hat Werder in diesen acht Spielen gesammelt. Kohfeldt hat das Weserstadion nach langer Zeit wieder zu einem Ort gemacht, an dem kein Gegner gerne spielt. Zum Vergleich: Eine längere Erfolgsserie am Osterdeich legte Werder zuletzt im Jahr 2010 hin, als die Mannschaft unter Trainer Thomas Schaaf zwischen Februar und August saisonübergreifend neun Partien ungeschlagen blieb.

„Ich freue mich, dass wir in Bremen noch nicht verloren haben, seit ich Trainer bin“, sagt Kohfeldt, der den grün-weißen Fans einen großen Anteil daran zuschreibt. „Sie tragen uns auch über Phasen in einem Spiel hinweg, die nicht ganz so einfach sind“, lobt der 35-Jährige und meint damit vor allem enge Spiele wie gegen Stuttgart (1:0) und Hamburg (1:0).

Florian Kohfeldt hat noch keines seiner Heimspiele als Werder-Cheftrainer verloren.

Kohfeldt ist in seiner Art als Trainer allerdings viel zu sachlich, viel zu analytisch, als dass er der neuen Bremer Heimstärke während der Vorbereitung auf ein Spiel große Bedeutung beimessen würde. „Wir sind da sehr auf die inhaltlichen Themen fixiert“, erklärt der Trainer. „In einer Spielvorbereitung macht es erstmal keinen großen Unterschied, ob es nun ein Heim- oder Auswärtsspiel ist.“ Ab dem Moment, wo der Bus vom Park-Hotel in Richtung Weserstadion fährt, kommt es dann aber doch auf – dieses besondere Wir-Gefühl.

„Ein paar Symbole sind da total wichtig“, betont Kohfeldt. Da sind zum Beispiel die Fans, in Trikots, mit Schals behangen, die der Mannschaft auf dem Weg zujubeln. Und da ist die Kabine, im Sport ohnehin eine Art Heiligtum, ein Ort, zu dem nur wenige Auserwählte Zugang erhalten. „Du bist kurz vor einem Heimspiel in der Kabine, in der du jeden Tag bist. Es ist unser Zuhause. Vielleicht haben die Spieler im Hinterkopf, dass sie das verteidigen wollen.“ Hat in den vergangenen Wochen ziemlich gut geklappt.

Noch eine Serie: Sechs Oster-Spiele in Folge nicht verloren

Werders Vereinsrekord in Sachen Heimspiel-Siegesserie in der Bundesliga datiert übrigens aus den 1980er-Jahren. Zwischen August 1984 und März 1987 blieb das Team in unglaublichen 43 Spielen hintereinander zu Hause unbesiegt. Mehr schaffte in der Ligageschichte nur Bayern München (73, zwischen 1970 und 1974).

Von solchen Zahlen sind Kohfeldt und seine Mannschaft freilich noch meilenweit entfernt – dafür, dass es gegen Frankfurt das neunte Heimspiel ohne Niederlage gibt, spricht aber einiges. Werder ist gut drauf, das Stadion ausverkauft, und – noch so ein statistischer Mutmacher – ihre sechs jüngsten Duelle an einem Osterwochenende haben die Bremer nicht verloren.

Schon gelesen?

Zurück im Fokus: Kohfeldt warnt vor falscher Sicherheit

Gondorf und Augustinsson arbeiten am Comeback

Mehr News zu Werder Bremen

Holen die Grün-Weißen doch noch einen Offensivspieler? Werder Bremen soll angeblich an einer Ausleihe von Amin Younes vom SSC Neapel interessiert sein.

Quelle: DeichStube

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Zwei Jahre nach Einsturz: Neue Brücke in Genua eingeweiht

Zwei Jahre nach Einsturz: Neue Brücke in Genua eingeweiht

Das Pixel 4a hat mehr Power - aber noch kein 5G

Das Pixel 4a hat mehr Power - aber noch kein 5G

Haushaltgeräte gebraucht kaufen

Haushaltgeräte gebraucht kaufen

Wie werde ich Metalltechniker/Metalltechnikerin?

Wie werde ich Metalltechniker/Metalltechnikerin?

Meistgelesene Artikel

Sponsor bleibt an Bord: Werder Bremen verlängert Vertrag mit der Sparkasse

Sponsor bleibt an Bord: Werder Bremen verlängert Vertrag mit der Sparkasse

Werder freut sich auf 4G im Weserstadion: Neues Mobilfunknetz soll im September stehen

Werder freut sich auf 4G im Weserstadion: Neues Mobilfunknetz soll im September stehen

Talent Ihorst verlängert bei Werder und wird verliehen

Talent Ihorst verlängert bei Werder und wird verliehen

Werder-Training: Fans auch nach der Sommerpause nicht zugelassen

Werder-Training: Fans auch nach der Sommerpause nicht zugelassen

Kommentare