Interview vor #SVWBMG

Im WhatsApp-Chat mit Jannik Vestergaard

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Von Timo Strömer. Gladbachs Jannik Vestergaard (25) ist ein entspannter Typ! Ein WhatsApp-Interview vor seiner Rückkehr nach Bremen? Kein Problem – herausgekommen ist ein launiger Chat mit dem dänischen Nationalspieler. Klickt Euch im Slider durch die unbearbeitete Originalfassung oder lest die abgetippte Variante weiter unten.

Hi Jannik, super, dass Du dir die Zeit nimmst. Wo bist Du gerade?

Jannik Vestergaard: Hey, kein Ding! Bin im Moment mit dem Hund draußen.

Am Sonntag spielst Du in Bremen. Mal ehrlich, kribbelt es da noch besonders oder ist das mittlerweile ein Spiel wie jedes andere?

Vestergaard: Wenn das Spiel läuft, ist es ein Spiel wie alle anderen auch. Ich versuche meine Aufgaben zu erfüllen und möchte gewinnen. Aber jetzt und nach dem Spiel ist es natürlich besonders und ein Spiel, worauf ich mich freue.

Zu welchen Bremern hast Du noch Kontakt?

Vestergaard: Zu Delaney natürlich und zu Theo. Ansonsten habe ich mich mit jedem gut verstanden und freue mich aufs Wiedersehen und die Gespräche – auch auf die mit denen aus dem Staff.

Mit Thomas Delaney warst Du ja auch gerade erst in der dänischen Nationalmannschaft zusammen. Wie ist Euer Verhältnis? Seid Ihr „nur“ Kollegen oder dicke Freunde?

Vestergaard: Thomas und ich sind gute Freunde. Wir kennen uns schon seitdem wir acht Jahre alt sind oder so. Wir haben damals bei FC Kopenhagen in der Jugendabteilung zusammen gespielt.

Er ist in Bremen schnell zum Publikumsliebling geworden. Er wirkt extrem lässig, was für ein Typ ist er?

Vestergaard: Ein ruhiger Mensch, der alles im Blick hat, freundlich und nett zu allen ist, aber auf dem Platz ein Feuer in sich entwickelt und alles gibt, um zu gewinnen. Nur am Sonntag wird's natürlich nicht klappen.

Er möchte irgendwann mal in England spielen. Ist er mittelfristig zu gut für Werder?

Vestergaard: Dass wir Skandinavier von klein auf schon sehr den Fokus auf den englischen Fußball richten, ist – so glaube ich – bekannt. Jeder von uns ist mit dem Traum groß geworden. Ob der zu groß ist? Das würde ich jetzt nicht sagen. Werder ist ein großer Verein. Ob es aber trotzdem irgendwann in der Zukunft passiert, dass er Deutschland mit England austauscht, kann ich aber nicht ausschließen. Ich kann es aber anders herum auch nicht garantieren.

Wie sieht's bei Dir aus? Lockt die Insel?

Vestergaard: Ich bin im Moment sehr glücklich! Aber im Fußball weiß man nie.

Werder zu verlassen und nach Gladbach zu gehen, war für Deine Karriere jedenfalls der richtige Schritt, oder?

Vestergaard: Für mich definitiv. Ich habe mich in einer sehr guten Mannschaft beweisen müssen und die Chance gehabt, auf höchstem internationalen Niveau testen zu können. Dass die letzte Saison nicht unseren Erwartungen entsprochen hat, ist klar. Das wollen wir dann in der jetzigen besser machen!

Werder steckt derweil schon wieder unten drin. Wenn Du so von außen drauf schaust: Hat sich Werder seit Deinem Wechsel überhaupt weiterentwickelt?

Vestergaard: Ich finde ja. Sie sind stabil und besser als die vier Punkte bisher. Bei denen mache ich mir keine Gedanken!

Jannik Vestergaard: Seine Karriere in Bildern

Wenn Ihr gegen Werder gewinnt, gibt es in Bremen aber endgültig eine Trainerdiskussion...

Vestergaard: Das weißt du besser als ich!

Ist Werder in dieser Saison vielleicht einfach mal fällig?

Vestergaard: Ich glaube nicht. Die Mannschaft ist stabil und hat in der Rückrunde letztes Jahr gezeigt, wozu sie in der Lage ist. Sie haben halt bisher die Spiele nicht für sich entscheiden können. Das kommt aber. Am übernächsten Spieltag – klar.

Max Kruse fällt verletzt aus. Gut für Dich als Verteidiger...

Vestergaard: Klar. Er ist ein Topspieler, der jeder Mannschaft wehtun kann.

Mit Ishak Belfodil erwartet Dich nun ein ganz anderer Stürmer-Typ. Ist es für Dich als großgewachsener Abwehrspieler einfacher, gegen einen bulligen Stürmer wie Belfodil zu verteidigen oder gegen einen drahtigen Spieler wie Fin Bartels?

Vestergaard: Nach dem, was ich von ihm gesehen habe, ist er trotz seiner Größe beweglich und mit einer guten Technik. Also jetzt nicht nur groß. Aber es kommt immer drauf an: Ein kleinerer, wendiger Spieler, der mit viel Platz und mit Tempo auf einen zukommt, ist nicht wirklich meine Lieblingssituation. Aber steht der mit dem Rücken zum Tor und wird angespielt, habe ich den Vorteil. Für den Großen ist es umgekehrt.

Guckst Du dir im Vorfeld Videos der gegnerischen Stürmer an? Wie bereitest Du dich auf Belfodil und Co. Vor?

Vestergaard: Wir werden immer von den Trainern gut auf den Gegner eingestellt. Mit Videos und Analysen. Man weiß also mehr oder weniger, was auf einem zukommt.

Jannik, wir sind gleich am Ende. Werder - Gladbach ist am Sonntagabend um 18 Uhr. Es wird ja viel über die Zerstückelung des Spieltages diskutiert. Wie ist es für Dich als Spieler, dass es x unterschiedliche Anstoßzeiten gibt?

Vestergaard: Für mich ist das kein Problem. Ich habe aber auch noch nicht Sonntag früh spielen müssen. Mich als Spieler stört es nicht, dass es für die Fans ab und zu nicht einfach ist, kann ich aber nachvollziehen. Für mich als Spieler ist es aber egal.

Für Dich als American-Football-Fan ist Sonntagabend aber eher unglücklich...

Vestergaard: Da hast Du Recht (lacht).

Deine New England Patriots schwächeln ein wenig...

Vestergaard: Ja, stimmt. Aber Tom Brady nicht.

Zurück zum Fußball: Wie geht's am Sonntag aus?

Vestergaard: 2:0 für uns.

Dann wird's ungemütlich in Bremen. Kein Mitleid mit der Ex?

Vestergaard: Am Sonntag nicht, sonst ja!

Jannik, dickes Danke für den entspannten Chat! Viele Grüße aus der DeichStube!

Vestergaard: Danke und ebenso! Wir sehen uns.

Schon gelesen?

-Nils Petersen und Alexander Ignjovski im Whats-App-Interview

-Santiago-Garcia im Skype-Interview

Quelle: DeichStube

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