Di Santo fehlt gegen Viertligist FV Illertissen

Zu hart trainiert? Werder mit Sorgen nach Ulm

Training vor dem Pokal-Spiel

Bremen - Von Björn Knips. Wenn ein Bundesligist zu einem Viertligisten reist, dann kommt es nicht gut, wenn vorher verletzungsbedingte Ausfälle beklagt werden. Also hat Werder-Coach Robin Dutt auch geschwiegen. Doch es ist schon heftig, welche Spieler ihm heute in der ersten Runde des DFB-Pokals im Ulmer Donaustadion gegen den FV Illertissen (14.30 Uhr/Sky live) nicht zur Verfügung stehen.

Denn bei Franco Di Santo blieb die erhoffte Blitzheilung aus, der Argentinier trainierte gestern nach seinen Knieproblemen erneut nur individuell und wird heute fehlen. Neben Di Santo sind auch Sebastian Prödl (Muskelfaserriss), Theodor Gebre Selassie (Knochenödem im Oberschenkel) und Ludovic Obraniak (Adduktorenprobleme) am Ende einer harten Vorbereitung beim Pflichtspielstart nicht einsatzfähig. Einer vielleicht zu harten Vorbereitung?

Ekici besteht den Medizincheck

„Es sind keine Verletzungen, die in eine Kategorie gehören“, hatte Dutt seine Trainingsführung schon unter der Woche verteidigt. Die Mannschaft stellt sich im Moment jedenfalls fast von selbst aus. Denn in Philipp Bargfrede (Knieoperation), Özkan Yildirim (Leistenoperation) und Luca Zander (Knieprobleme) stellen schon seit Trainingsstart keine Alternativen dar. Gleiches gilt für den längst ausgemusterten Mehmet Ekici, der gestern in Istanbul seinen Medizincheck bestand und weiter nach Trabzon reiste. Dort sollen heute letzte vertragliche Details mit dem türkischen Erstligisten Trabzonspor besprochen werden. Die Clubs haben sich bereits auf eine Ablösesumme von 1,5 Millionen Euro geeinigt. Morgen wird mit der Unterschrift von Ekici gerechnet. Dann will der SV Werder trotz der personellen Probleme natürlich noch im DFB-Pokal vertreten sein. „Wir sind richtig heiß und freuen uns, dass es endlich losgeht.

Wir müssen genauso ins Spiel gehen wie gegen eine Bundesliga-Mannschaft – mit Lust, der richtigen Einstellung, aber auch Respekt“, fordert Neuzugang Alejandro Galvez und widmet sich dann einem unangenehmen Thema: „Ich habe gehört, dass Werder drei Mal hintereinander in der ersten Runde gescheitert ist. Das wollen wir diesmal unbedingt verhindern.“ Cedric Makiadi war beim letzten Mal in Saarbrücken dabei: „In der ersten Runde auszuscheiden, ist kein schönes Gefühl – das will man auf keinen Fall noch mal erleben. Angst haben wir aber nicht, das wäre auch unangebracht.“ Mutig wollen die Bremer sein, sich weder mit der Vergangenheit noch mit dem Verletzungspech beschäftigen. Helfen soll dabei die Überfalltaktik, wie Mittelfeldmann Fin Bartels verrät: „Wir wollen versuchen, ein frühes Tor zu machen, um dem Gegner gleich die Luft zu nehmen.“

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