Werder neuer Sportchef Baumann

Ein gutes Debüt

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Frank Baumann (Archivbild)

Bremen - „Werder schmort im eigenen Saft“ – dieser oder ähnliche Vorwürfe waren häufig zu lesen, nachdem in Frank Baumann der nächste Ex-Werderaner in den Führungskreis des Bundesligisten eingewoben worden war. Doch diese Stallgeruch-Diskussion interessiert Baumann herzlich wenig.

„Werder hat 160 Mitarbeiter – zwölf davon sind Ex-Profis in leitenden Positionen. Das ist nicht zu viel“, sagt er. Und außerdem: „Das entscheidende Kriterium ist immer die Qualität.“

Frank Baumann kann von sich natürlich nicht sagen, dass er die Fähigkeit zum Geschäftsführer hat. Aber was sich über Frank Baumann sagen lässt, ist, dass er auf seiner Vorstellung einen hervorragenden Eindruck hinterlassen hat. Ruhig, sachlich, rhetorisch sicher und konkret in vielen Themen – aber nicht in allen. Ein Ziel für die kommende Saison wollte er nicht formulieren. „Das verschiebe ich lieber um ein paar Wochen in die Zukunft“, sagte er mit dem Hinweis auf noch ausstehende Kaderveränderungen: „Jetzt schon darüber zu sprechen, wäre unseriös.“

Versprechen konnte er nur, dass er – egal was kommt – nie zufrieden sein wird mit der sportlichen Entwicklung: „Das war schon als Spieler so.“ Einen Fünfjahresplan wollte Baumann auch nicht entwerfen. Aber ein ewiger Abstiegskampf ist natürlich nicht das, was ihm vorschwebt: „Die Bundesliga ist ein Verdrängungswettbewerb, und der Klassenerhalt ist Herausforderung genug. Aber ich bin interessiert, hier wieder eine andere Stimmung zu erzeugen.“ Eine positive, versteht sich.
csa

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