Stürmer zum Medizincheck in Bremen erwartet

Werder kurz vor Kruse-Verpflichtung

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Max Kruse

Bremen - Von Björn Knips. Das wäre der Transfer-Hammer des Sommers - zumindest aus Bremer Sicht: Werder bastelt an der Rückholaktion von Max Kruse, der beim VfL Wolfsburg wegen verschiedener Eskapaden in Ungnade gefallen ist und den Club verlassen soll.

„Max ist ein sehr, sehr interessanter Spieler für uns. Er würde uns sportlich extrem helfen“, bestätigte Sportchef Frank Baumann gegenüber dieser Zeitung einen entsprechenden Bericht der „Bild“ und fügte durchaus zuversichtlich an: „Das wird sich nicht mehr ewig hinziehen. Das kann schnell gehen. Es ist schon so, dass dieser Transfer deutlich realistischer ist, als wir uns vor Wochen erhofft haben.“ Wie es heißt, soll Kruse bereits am Dienstagnachmittag den obligatorischen Medizincheck in Bremen absolvieren.

Werder will den Stürmer nicht ausleihen, sondern kaufen. Das wird nicht ganz billig. Der 28-Jährige war erst vor einem Jahr für eine Ablösesumme von zwölf Millionen Euro von Borussia Mönchengladbach nach Wolfsburg gewechselt. Außerdem soll er zwischen fünf und sechs Millionen Euro im Jahr verdienen. Der Angreifer müsste da schon erhebliche Einbußen hinnehmen - und/oder ihm sein Noch-Club eine entsprechende Abfindung zahlen. „Wir haben ja durch die Verkäufe die Möglichkeit zu investieren“, sagte Baumann.

Kruse hat schon von 2006 bis 2009 für Werder gespielt, konnte sich aber gegen Diego und Co. nicht durchsetzen. Über den Umweg Zweite Liga (FC St. Pauli) wurde er dann doch noch zum Bundesliga-Star. Er glänzte erst beim SC Freiburg, dann wirbelte er bei Borussia Mönchengladbach und wurde zum Nationalspieler.

Kruses Verbindung nach Bremen ist nie abgerissen. Vor seinem Wechsel zu Mönchengladbach wäre er beinahe schon einmal zurückgekehrt. Doch Werder wollte ihn angeblich für die Saison 2012/013 trotz der fest geschriebenen Ablöse von 2,5 Millionen Euro nicht aus Freiburg holen, da schlug dann Mönchengladbach zu.

Eine große Leidenschaft von Kruse ist das Pokern, das er durchaus professionell betreibt. Er nimmt gerne an großen Turnieren teil. Nach einer derartigen Veranstaltung hatte er vergangene Saison in Berlin einem Taxi eine größere Summe Bargeld in einem Umschlag vergessen. Das sorgte für jede Menge Schlagzeilen. Beim VfL Wolfsburg war man davon wenig begeistert, zumal Kruse auch sportlich enttäuschte. Deswegen soll der Stürmer weg. Ein Wechsel zu Galatasaray Istanbul war schon fast fix, doch nach den neuesten politischen Unruhen in der Türkei ließ Kruse den Transfer platzen. Nun hat Werder die besten Karten, der Poker soll kurz vor dem Ende stehen. Mit Kruse würde Werder im Offensivspiel ganz neue Möglichkeiten bekommen

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