Werder-Bremen - Der Werder-Absturz.

Der Werder-Absturz.

Bremen - Von Björn Knips. Willkommen am Abgrund! Werder ist ganz unten angekommen – 16 Jahre nach der Schreckenssaison 1998/99, als nur mit zwei Trainerwechseln der Klassenerhalt geschafft wurde.

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Eine Überraschung ist die Entwicklung nicht. Seit Jahren schon spielt Werder gegen den Abstieg. Auch unter dem neuen Coach. Robin Dutt wollte bei seinem Amtsantritt vor gut einem Jahr die Schießbude der Liga schließen, hat es aber nicht geschafft. Robin Dutt wollte einen neuen Werder-Stil prägen, nun lässt er die Bälle wieder lang nach vorne schlagen. Kann es der Trainer seinen Spielern nicht besser vermitteln oder sind diese einfach zu schlecht?

Fakt ist: Werder konnte im Sommer im Gegensatz zur Konkurrenz nicht einkaufen, weil kein Geld mehr da ist. Allerdings: Vereine auf Augenhöhe konnten auch nur deshalb kaufen, weil sie vorher Stars entwickelt und nun zu Geld gemacht haben. Ihr Nachteil: Sie mussten ihr Team zwangsläufig umbauen – und das wie zum Beispiel Mainz nach späten Transfers sogar ziemlich kurzfristig.

Dutt hatte dagegen seinen kompletten Kader von Beginn an zur Verfügung. Ein Vorteil, der sich gerade beim Saisonstart hätte auszahlen müssen. Hat er aber nicht. Werder spielt zwar etwas ansehnlicher als vor einem Jahr, aber nur zeitweise. Das wird zum Klassenerhalt nicht reichen.

Dass Dutt behauptet, mit den Leistungen gehöre Werder nicht ans Tabellenende, ist falsch. Denn selbst die Punktgewinne in Berlin und Leverkusen waren mehr als glücklich, die Gegner hätten uneinholbar führen müssen. Es ist mehr als eine Ergebniskrise!

Dutt muss jetzt beweisen, dass er sein Team da rausholen kann. Noch folgt es ihm. Daran dürfte auch die zu erwartende Niederlage in München nichts ändern. Doch dann kommt das Schicksalsspiel gegen Köln.

Schon jetzt wird über Dutt-Nachfolger spekuliert – und es fällt immer wieder der Name Viktor Skripnik, der aktuelle U23-Coach. 1998/99 kam die Rettung auch aus der zweiten Mannschaft. Sie hieß Thomas Schaaf. Dazwischen durfte aber noch ein gewisser Felix Magath beweisen, dass Trainerwechsel auch völlig falsch sein können.

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