Weil Belfodil nicht zündet, braucht Werder andere Alternativen

Frischer Wind für den Sturm?

Ishak Belfodil im Spiel Werder Bremen gegen den SC Freiburg, am 23. September 2019.
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Ishak Belfodil im Spiel Werder Bremen gegen den SC Freiburg, am 23. September 2019.

Bremen - Im Moment kann man nur die Scharniere ölen und warten. In fünf Wochen geht es dann aber wieder auf, das Transferfenster. Für Werder Bremen ist es im Abstiegskampf die Chance, den Kader noch einmal durchzulüften und mit personellen Veränderungen fußballerische Verbesserungen herbeizuführen.

Dass Werder tätig werden wird, ist ziemlich sicher. Alles andere wäre angesichts der mehr als prekären Lage schon fahrlässig. Und im Zentrum der Suche könnte wie schon im Sommer ein Stürmer stehen. Werder hat im Angriff immer noch Bedarf.

Denn wenn die zurückliegenden beiden Spiele gegen Hannover 96 und RB Leipzig eines gezeigt haben, dann dass die Bremer extrem von der Tagesform ihres Offensivduos Max Kruse und Fin Bartels abhängig sind. Haben sie einen guten Tag, schießen die Beiden Hannover mit 4:0 ab. Haben sie keinen guten Tag, werden in Leipzig Chancen vergeben, die normalerweise mindestens für ein Remis hätten reichen müssen. Am Ende steht dann ein 0:2 in der Ergebnisliste und das Team mit leeren Händen da, „obwohl wir ein vernünftiges Spiel gemacht haben“, so Bartels.

Belfodil nur „Letzte-Hoffnung-Aktion“

Das Problem ist aus vielen anderen Spielen dieser Saison bekannt – schon aus der Zeit, als der Trainer noch Alexander Nouri hieß und nicht Florian Kohfeldt. Letzterer hat jetzt in Leipzig mehr als deutlich vor Augen geführt bekommen, wo es klemmt. Kruse und Bartels haben ihre Chancen vergeben, wirkliche personelle Alternativen für den Sturm sah der Coach auf der Bank aber nicht. Hoffnungsträger Johannes Eggestein saß dort erst gar nicht, weil er in der U23 lernen und reifen soll. Ishak Belfodil, die Last-Minute-Verpflichtung der Sommer-Transferperiode, kam indes erst nach 79 Minuten – würde Kohfeldt sich von dem Algerier wirklich etwas versprechen, hätte er ihn sicher schon früher aufs Feld geschickt. So hatte die Einwechslung den Charakter einer „Letzte-Hoffnung-Aktion“. Und Izet Hajrovic, vom Spielertyp Bartels ähnlich, blieb ganz auf der Bank. Kohfeldt hat ihn noch nie nicht berücksichtigt. Möglich also, dass der Bosnier im Winter abgegeben wird.

Izet Hajrovic saß gegen RB Leipzig nur auf der Bank.

Hajrovics gut dotierter Vertrag läuft nur noch bis Saisonende, zuletzt hieß es, der spanische Club Deportivo La Coruna habe Interesse an dem 26-Jährigen. Die Reaktion von Werder-Sportchef Frank Baumann lässt aber am Wahrheitsgehalt der Meldung zweifeln: „Das sind Gerüchte, die ich nicht kommentiere.“

„Trauen dieser Mannschaft zu, dass sie in der Liga bleibt...“

Kein Gerücht, sondern nicht zu übersehende Realität ist, dass Belfodil die Bremer nicht weiterbringt. Zwar hat er die an Standard Lüttich gezahlte Leihgebühr von einer Million Euro mit seinem 1:0-Siegtor im DFB-Pokal gegen 1899 Hoffenheim schon zu einem großen Teil wieder reingeholt, aber mehr gute Taten lassen sich bis dato nicht über Belfodil berichten. In Leipzig blieb der 25-Jährige nach seiner Einwechslung und trotz stattlicher 1,91 Meter Körpergröße quasi unsichtbar. Baumann schützt ihn trotzdem: „Wir hatten in der Phase auch nicht mehr die Offensivaktionen, es kamen kaum noch Bälle nach vorne. Deswegen ist Ishak nicht mehr aufgefallen. Ich bin mir aber sicher, dass er noch wichtig werden wird für uns.“

Was macht Werder-Sportchef Frank Baumann im nächsten Transferfenster?

Diese Überzeugung hat längst nicht jeder. Wie auch nicht jeder das Vertrauen in den aktuellen Kader hat, das Baumann zum Besten gibt. „Wir trauen dieser Mannschaft zu, dass sie in der Liga bleibt – auch wenn es noch ein langer und steiniger Weg wird.“ Den Werder ab Januar mit einem neuen, zusätzlichen Stürmer gehen wird? Baumann weicht aus: „Mit welchen Spielern wir wie verfahren und auf welchen Positionen wir noch tätig werden, möchte ich nicht sagen.“

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