Werder-Kapitän will verlängern – oder in die USA wechseln

Was wird aus Frings?

Torsten Frings denkt intensiv über seine Zukunft nach.

Bremen - (mr) · Torsten Frings ist ein bisschen ins Grübeln geraten: Hat er eine Zukunft bei Werder – oder soll er noch ein Abenteuer im Ausland wagen? „Innerhalb der Bundesliga möchte ich nicht wechseln. Aber die USA würden mich reizen.

Ich bin Amerika-Fan – und New York ist meine Traumstadt“, sagte der 33-jährige Kapitän, dessen Vertrag 2011 endet, gegenüber der „Welt“. Erster Ansprechpartner sei jedoch Werder: „Wir werden sehen, ob wir auf einen Nenner kommen.“

Klappt’s nicht, wäre ein Wechsel in die Major League Soccer – etwa zu den New York Red Bulls – durchaus denkbar. Der Club, für den der frühere HSV-Manager Dietmar Beiersdorfer als Fußball-Chef arbeitet, hat schon die Weltstars Thierry Henry und Rafael Marquez (beide FC Barcelona) angelockt – und ist mit dicker Brieftasche auf der Suche nach weiteren Zugpferden.

Bekannte Stars können in den USA noch mal richtig abräumen. Ein Beispiel: Los Angeles Galaxy, der Club von David Beckham, soll dem Brasilianer Ronaldinho (AC Mailand) laut „Gazzetta dello Sport“ kürzlich einen Vierjahresvertrag mit einem Verdienst von acht Millionen Euro pro Jahr angeboten haben – netto!

So weit ist es bei Frings freilich noch nicht. Der Bremer genießt aber die Situation, „zum ersten Mal in meiner Karriere ablösefrei“ zu sein: „Plötzlich melden sich einige Vereine bei mir und fragen, ob ich nicht Lust auf einen Wechsel hätte.“ Das sei „ein gutes Gefühl. Ich spüre, dass meine Leistungen geschätzt werden.“

Das ist auch in Bremen der Fall. Vor der Saison hatten Frings und Sportdirektor Klaus Allofs schon mal kurz über eine Vertragsverlängerung gesprochen – seither aber nicht mehr. „Ich will irgendwann Klarheit haben, vielleicht ja in der Winterpause“, meint Frings, der „definitiv noch ein, zwei Jahre Fußball spielen“ will: „Ich bin körperlich gut drauf.“

Am liebsten würde der 33-Jährige bei Werder bleiben. „Ich bin absoluter Bremer. Ich habe nicht vor, hier noch einmal wegzugehen, auch was mein späteres Leben betrifft“, hatte er schon im Trainingslager in Bad Waltersdorf gegenüber dieser Zeitung gesagt. Auf einen „Renten-Vertrag“ in Bremen spekuliert der Werder-Kapitän dabei nicht: „Ein Jahr wäre in Ordnung, ich will gar nicht länger planen.“

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