Entscheidung über Fan-Comeback vertagt

Vorerst keine Entscheidung der Länderchefs über Großveranstaltungen: Werder und Co. müssen weiter auf Zuschauer-Rückkehr warten

Die Fans von Werder Bremen müssen sich weiter gedulden. Der Streit unter den Bundesländern über den Umgang mit einer Zuschauerrückkehr ins Stadion ist zunächst vertagt worden.
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Die Fans von Werder Bremen müssen sich weiter gedulden. Der Streit unter den Bundesländern über den Umgang mit einer Zuschauerrückkehr ins Stadion ist zunächst vertagt worden.

Berlin/Bremen – Der Streit unter den Bundesländern über den Umgang mit Großveranstaltungen – also auch mit Fußballspielen der 1. und 2. Bundesliga – unter Corona-Bedingungen ist vertagt. Werder Bremen und Co. werden sich in der Frage, wann die Fans in die Stadien zurückkehren dürfen, also weiterhin gedulden müssen.

Die Ministerpräsidenten einigten sich am Donnerstag nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur darauf, dass sich eine Arbeitsgruppe auf Ebene der Staatskanzleichefs darüber verständigen soll, wie solche Veranstaltungen mit länderübergreifendem Charakter einheitlich geregelt werden könnten. Diese Arbeitsgruppe soll dann auch einen Beschluss fassen. Erst dann dürfte bekannt gegeben, wann die 36 Profi-Clubs, darunter auch der SV Werder Bremen, wieder mit Fans in den Stadien rechnen können.

Der wohl größte Streitpunkt bei der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) war damit frühzeitig abgeräumt. Am Mittag (ab 13.15 Uhr) hatten die Länderchefs per Videoschalte verhandelt, am Nachmittag (etwa 15.00 Uhr) kam dann auch Kanzlerin Angela Merkel (CDU) dazu. Die Corona-Pandemie sollte bei dem Treffen diesmal eigentlich nicht im Zentrum stehen. Auf der Tagesordnung standen vielmehr Themen wie der Stand der Digitalisierung der Verwaltung und die Energiewende in Deutschland.

Werder Bremen und Co. müssen weiterhin auf die Rückkehr ihrer Fans warten

Der Umgang mit Großveranstaltungen hatte unter den Ländern zunächst für teils massive Verstimmungen gesorgt. Nach dpa-Informationen sahen zumindest Teile der SPD-regierten Bundesländer Abstimmungsbedarf, mit Blick auf allgemeine Großveranstaltungen, aber auch mit Blick auf die anstehende Fußball-Europameisterschaft. Dies lehnten nach Informationen aus Teilnehmerkreisen aber die unionsregierten Länder und das Grünen-geführte Baden-Württemberg ebenso ab wie das Kanzleramt. Eine Einigung war damit von Anfang an extrem unwahrscheinlich. Dem Vernehmen nach wünschte sich die SPD-Seite etwa grundlegende Rahmenbedingungen für Zuschauer bei Großveranstaltungen in Innenräumen und unter freiem Himmel abhängig von der Inzidenz, der Impfquote und einer verbindlichen Test- und Maskenpflicht. (dpa/mwi)

Zur letzten Meldung um 10 Uhr:

Rückkehr der Fans? Werder Bremen erhofft sich Signal von der Politik  

Bremen - Kehren mit Beginn der neuen Saison endlich die Fans in die Stadien zurück? Diese Frage beschäftigt derzeit alle Profifußball-Vereine - und dementsprechend natürlich auch den SV Werder Bremen. Mit großer Spannung blicken sie am Osterdeich auf den heutigen Donnerstag, an dem die nächste Ministerpräsidentenkonferenz ansteht, bei der es seitens der Politik ein Signal in Richtung Fan-Rückkehr geben könnte.

In insgesamt 24 Pflichtspielen war das Weserstadion während der Corona-Pandemie seit Mai 2020 ohne Zuschauer geblieben. Lediglich am ersten und letzten Spieltag der jüngst abgelaufenen Saison hatten einige Fans vor Ort dabei sein können. Waren es zum Auftakt gegen Hertha BSC im September immerhin 8.500 Zuschauer gewesen, durften 100 Personen den letzten Spieltag gegen Gladbach vor gut zwei Wochen von den Rängen aus verfolgen. Nun hoffen die Verantwortlichen des SV Werder Bremen darauf, zum Start der neuen Zweitliga-Saison wieder vor mehr Publikum spielen zu dürfen.

Wann dürfen wieder Fans ins Weserstadion des SV Werder Bremen?

Klar ist: Um die finanzielle Schieflage, in die der Verein geraten ist, bewältigen zu können, sind Zuschauereinnahmen mittelfristig unabdingbar. Etwa 1,5 Millionen Euro Einnahmen gehen Werder Bremen pro Geisterspiel verloren. Ewig so weitergehen kann das nicht, weshalb die Ungeduld im Verein wächst. „Wir haben Testkapazitäten, wir werden durchgeimpft sein, wir haben die digitale Nachverfolgung, wir haben Hygienevorschriften und wir wissen mittlerweile, dass die Ansteckungsgefahr im Freien sehr gering ist“, hatte Geschäftsführer Klaus Filbry kürzlich im „Academy Talk“ des süddeutschen Regionalsenders Regio TV argumentiert - und hinsichtlich der bedrohlichen Situation beim SV Werder betont: „Die Perspektive für Fans im Stadion ist also da. Aber sie müssen auch kommen. Dann stabilisiert sich auch die Einnahmesituation wieder, und dann werden wir auch durchkommen.“

Auch interessant: Die Marktwerte von Werder Bremen stürzen weiter ab!

Das Wichtigste sei jetzt, dass seitens der Politik eine Perspektive aufgezeigt werde. Genau das könnte am Donnerstag passieren. „Die Ministerpräsidentenkonferenz will heute klären, wie es mit dem Profi-Fußball weitergeht. Also ob auch Zuschauer wieder in die Stadien können. Ich bin zuversichtlich, dass wir da schnell zu einer Lösung kommen“, hatte Bremens Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt (Linke) kürzlich gegenüber dem „Weser Kurier“ erklärt.

Werder Bremen ist wirtschaftlich und sportlich auf Fans im Weserstadion angewiesen

Werders neuer Trainer Markus Anfang wünscht sich derweil aus sportlichen Gesichtspunkten die Fans zurück, verspricht sich davon einen Schub für die Mannschaft des SV Werder Bremen. „Während der Pandemie haben wir erlebt, wie es ist, in leeren Stadien zu spielen. Vielleicht ist es ein Impuls, der jetzt kommt, dass wir wieder vor Zuschauern spielen können, dass die Leute glücklich sind, wieder ins Stadion zu kommen und allein damit schon ein Schritt in die positive Richtung gemacht wird.“ (dco)

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