Werder muss noch lange auf Stürmer verzichten

Vorbereitung ohne Johannsson

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Aron Johannsson (Archivbild)

Bremen - Von Björn Knips. Schlechte Nachricht von Aron Johannsson: Der Gesundheitszustand des Stürmers vom SV Werder Bremen hat sich zwar verbessert, doch Fußball spielen wird der US-Nationalspieler mit isländischen Wurzeln so schnell nicht wieder. „Wir können in der Vorbereitung nicht mit ihm rechnen“, bestätigte Sportchef Frank Baumann auf Nachfrage der Kreiszeitung.

Abgeschrieben hat er den 25-Jährigen nach nun schon neunmonatiger Verletzungspause aber nicht: „Er spielt in unseren Kaderplanungen natürlich eine Rolle, auch, wenn wir wissen, dass er zum Saisonstart nicht zur Verfügung stehen wird.“ Will heißen: Für Johannsson wird kein Ersatz verpflichtet. „Wir sind doch im Sturm gut besetzt“, betont Baumann und verweist auf Claudio Pizarro und Anthony Ujah sowie die Neuzugänge Lennart Thy, Justin Eilers und Eigengewächs Johannes Eggestein. Auch Fin Bartels sei eine Alternative. In Melvyn Lorenzen steht ein weiterer Stürmer im Kader.

„Für Aron ist das keine einfache Situation“, sagt Baumann, macht dem Angreifer aber Mut: „Wir haben sehr viel Geduld. Langfristig wird er uns bestimmt noch helfen. Aber eine Prognose ist bei ihm ganz schwierig, es ist ja kein Bruch oder ein Riss.“ Johannsson plagt sich mit Nervenirritationen im Leisten- und Hüftbereich herum. Diese Schwachstelle – so hat es Ex-Sportchef Thomas Eichin einmal verraten – war Werder bekannt, als der Stürmer im vergangenen Sommer als Ersatz für Franco Di Santo (zu Schalke 04) verpflichtet wurde.

4,5 Millionen Euro Ablöse überwiesen die Bremer an AZ Alkmaar. Johannsson startete gut durch, machte in sechs Bundesliga-Spielen zwei Tore. Das war es allerdings. Am 22. September stand er zum letzten Mal in der Bundesliga auf dem Platz. Statt dessen ging es in den OP. Doch die gesundheitliche Wende setzte nicht ein. Zuletzt absolvierte Johannsson seine Reha in der Heimat auf Island. Kürzlich war er in Bremen – und es stellte sich heraus, dass Werder noch lange ohne ihn auskommen muss.

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