Werder vor Rückrundenstart auf Schalke

Skripnik braucht echte Männer - am besten rothaarige

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László Kleinheisler (l.) und Viktor Skripnik

Bremen - Werder Bremens Trainer Viktor Skripnik hält große Stücke auf Neuzugang Laszlo Kleinheisler - auch wegen seiner Haarfarbe. Philipp Bargfrede meldet sich fit fürs Schalke-Spiel und Papy Djilobodji steht vor seinem Startelf-Debüt.

Am Sonntag startet Werder mit dem Spiel auf Schalke (17.30 Uhr) in die Rückrunde. Als Tabellen 16. ist die Ausgangslage dabei klar - in den kommenden Wochen und Monaten wird es einzig darum gehen, den Klassenerhalt zu schaffen. "Wir haben keine Angst. Wir müssen mit Begeisterung und Überzeugung in die Spiele gehen", gibt Skripnik die Marschroute vor. Und was es dafür braucht, um den schweren Weg erfolgreich zu meistern, das weiß der Ukrainer ganz genau: "Wir brauchen in den nächsten dreieinhalb Monaten echte Männer", so der 46-Jährige.

Männer, wie Winterzugang Laszlo Kleinheisler. Auf den ungarischen Mittelfeldspieler hält Skripnik offensichtlich große Stücke: "Er gefällt mir gut, er ist ein Typ, der die Zweikämpfe sucht - genau solche Spieler brauchen wir", erklärt der Werder-Coach, bevor er mit seiner nächsten Aussage doch etwas überrascht. Kleinheisler habe rote Haare, das sei gut, so Skripnik. Auf Nachfrage führt der Ukrainer an, dass Rothaarige besondere Typen seien - bissig und kampfstark.

Ob nun wirklich ernstgemeint oder nicht - ein kleiner Blick in die Geschichte verrät, dass Skripniks Ansicht nicht ganz aus der Luft gegriffen ist. Denn schon im alten Rom sagte man Menschen mit roten Haaren nach, dass sie entschlossener und stärker seien als andere Menschen. So waren rothaarige Sklaven sehr beliebt und entsprechend teuer.

László Kleinheisler: Das ist Werders Neuer

Das ist Werders Neuer: László Kleinheisler, ungarischer Nationalspieler.  (Alle Fotos aus Bremens Trainingslager in Belek, Januar 2016) © nordphoto
Kleinheisler holt beim Vorspielen im Werder-Trainingslager das Letzte aus sich heraus. © nordphoto
Felix Kroos (r.) kommt zu spät, um Kleinheieslers Abspiel abzufangen. © nordphoto
Hat Kleinheisler Bremens Abwehrchef Jannik Vestergaard etwa schon müde gespielt? © nordphoto
Macht der Ungar Kleinheisler hier nur gute Miene zum unverständlichen Spiel, oder funktioniert die Kommunikation mit den Werder-Fans bereits? © nordphoto
Man scheint sich einig geworden zu sein. Kleinheisler posiert mit einer Werder-Anhängerin für ein Foto. © nordphoto
Während sich Co-Trainer Torsten Frings (r.) mit Kapitän Clemens Fritz unterhält, hört Kleinheisler aufmerksam zu. © nordphoto
Kleinheisler geht mit vollem Körpereinsatz gegen Fin Bartels zur Sache. © nordphoto
Sinn für Ästhetik: Die pinken Treter wollen regelmäßig gepflegt werden. © nordphoto
Ein Bild, an das sich Werder-Fans sicher gewöhnen könnten: Kleinheisler jubelt mit Claudio Pizarro über dessen Tor. © nordphoto
"Das ist ein richtig guter Junge", sagt Werders Sportchef Thomas Eichin über den 21-Jährigen. © nordphoto

Um nach dem kurzen Ausflug in die Geschichtsbücher zu Werder zurückzukommen - ob Kleinheisler im Kader für das Schalke-Spiel steht, darauf wollte sich Skripnik noch nicht festlegen. Der 21-Jährige sei noch nicht bei 100 Prozent, so der Coach. Anders sieht es beim zweiten Winterzugang, Papy Djilobodji, aus. Der Senegalese wird mit ziemlicher Sicherheit im Kader - und wohl auch in der Startelf stehen.

Galvez fällt aus, Entwarnung bei Bargfrede

Der Grund: Bei Alejandro Galvez - Werders Innenverteidiger Nummer zwei hinter Jannik Vestergaard - wurde am Freitag ein Bänderriss diagnostiziert. Der Spanier fällt damit wochenlang aus. Entwarnung indes bei Philipp Bargfrede. Der 26-Jährige hat sich für Sonntag fit gemeldet: "Ich bin noch nicht ganz schmerzfrei, es ist aber akzeptabel - ich kann spielen", so der defensive Mittelfeldspieler.

mib

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