Videobeweis fällt aus 

Die Tücken der Technik

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Technik-Tücken am ersten Spieltag: Video-Beweis außer Betrieb.

Sinsheim - Er soll die Garantie für korrekte Entscheidungen in der Bundesliga sein – doch der Videoassistent versagte am ersten Spieltag der neuen Bundesliga-Saison gleich mehrfach.

Nicht, weil er falsche Informationen lieferte, sondern weil er gleich gar nicht funktionierte. Wegen technischer Probleme kam der Video-Assistent in der Partie von Werder Bremen bei 1899 Hoffenheim sowie bei den Begegnungen Hamburger SV - FC Augsburg und Hertha BSC - VfB Stuttgart zunächst nicht zum Einsatz. Die für Abseitsentscheidungen wichtigen Linien konnten nicht erstellt werden. Erst nach der Halbzeitpause funktionierte das System in den betreffenden Stadien wieder.

DFL bestellt Dienstleister zum Rapport

Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) bestellte den Dienstleister Hawkeye unmittelbar zum Rapport. Am Montag soll es in Frankfurt ein Gespräch mit der Geschäftsführung geben. „Dabei sollen die Hintergründe der technischen Schwierigkeiten schonungslos offengelegt und die Konsequenzen für das weitere Vorgehen besprochen werden“, teilte die DFL mit. Die Situation, so wie sie sich am Samstag dargestellt hat, sei „nicht hinnehmbar“.

Kainz' Fehlschuss und Kramarics Glückstor

Nach der 0:1-Pleite bei 1899 Hoffenheim war die Panne bei Werder Bremen kein großes Thema. „Es ist vielleicht ein bisschen unglücklich, wenn es Phasen gibt, in denen der Videoassistent nicht eingreifen kann. Ich glaube aber, dass in unserem Spiel keine Szenen dabei waren, in denen er notwendig gewesen wäre“, sagte Sportchef Frank Baumann. Dabei unterschlug er jedoch die Szene, die zur Großchance durch Florian Kainz geführt hatte. Wäre der Ball im Tor gelandet, wäre unter Garantie eine hitzige Diskussion um eine mögliche Abseitsstellung von Vorlagengeber Fin Bartels entbrannt. Aber: Kainz schoss daneben, kein Hoffenheimer meckerte, der Videobeweis wurde nicht gebraucht, niemand der Beteiligten muss sich echauffieren. Und beinahe hätte man Werder-Coach Alexander Nouri in seiner Reaktion auf das Versagen der Technik so verstehen müssen, dass er Kainz’ Fehlschuss sogar gut fand. „Am Ende muss man ja froh sein, dass es nicht zu einer dieser Endlosdebatten gekommen ist“, sagte er.

Frank Baumann hakte das Ganze als Erfahrung für alle ab: „Man darf nicht vergessen, dass wir in einer Testphase sind in dieser Saison. Da kann nicht immer alles zu hundert Prozent funktionieren.“ 

Einzelkritik: Kruse und Bartels noch nicht auf Betriebstemperatur 

Quelle: DeichStube

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