Werder hofft auf den dritten Turnaround

Vestergaard: „Wir glauben an uns“

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Bleibt Optimist: Jannik Vestergaard.

Bremen - Drei Mal ist Bremer Recht – diesem alten Sprichwort über ihre Stadt wollen die Werder-Profis nur allzu gerne folgen. Und zwar am Sonntag (15.30 Uhr) in Stuttgart. Zwei Mal sind die Bremer in dieser Saison nach Rückschlägen schon aufgestanden und haben in die Spur zurückgefunden. Wiederholung im Schwabenland erwünscht. Und möglich, meint Abwehrchef Jannik Vestergaard: „Als wir in schwierigen, engen Phasen waren und dringend einen Sieg brauchten, waren wir in der Lage, in zwei schwierigen Auswärtsspielen zu gewinnen.“

Der erste Turnaround gelang in Mainz. Werder hatte zuvor fünf Spiele hinterein-ander verloren, dann folgte ein 3:1. Und nach dem 1:3 gegen Borussia Dortmund vor viereinhalb Wochen antworteten die Bremer – erneut auswärts – prompt mit dem 2:1 in Augsburg. Jetzt, findet Vestergaard, ist es nach den Pleiten in Wolfsburg (0:6) und im Nordderby gegen den Hamburger SV (1:3) an der Zeit für die nächste Auferstehung des Tabellen-15.: „Wir befinden uns gerade in einer heißen Phase – und da ist es sehr wichtig, dass wir jetzt Erfolgserlebnisse sammeln.“

Auch für den Trainer. Viktor Skripnik war laut Vestergaard „genauso betrübt wie wir alle über die letzten beiden Spiele. Aber er ist auch optimistisch und versucht uns Mut zu machen.“ Dass Sportchef Thomas Eichin keine Diskussion über den Coach anfangen will und ihm stattdessen den Rücken stärkt, begrüßt Vestergaard ausdrücklich: „Es ist gut und wichtig, dass wir zusammenhalten in so einer Situation. Dass wir jetzt umso mehr eine Einheit sind. Dass wir noch enger zusammenrücken. Und da helfen solche Aussagen natürlich.“

Das „Allerwichtigste“, betont der Däne, ist in sportlichen Krisen „der Teamspirit. Den muss man beibehalten und pflegen“, sagt Vestergaard: „Dann bin ich zuversichtlich, dass wir schnell wieder aus dieser Negativspirale rauskommen. Wir glauben an uns und wollen es unbedingt umbiegen.“

Um die dritte Wende der Saison zu schaffen, versucht es Werder vor dem Stuttgart-Spiel erneut mit einem „Ablenkungsmanöver“ abseits des Platzes. „Wir waren schon mal Essen, Bowlingspielen oder Go-Kart fahren. Da rückst du noch näher zusammen und lernst die Mitspieler besser kennen“, urteilt Vestergaard. Vor dem Mainz-Spiel hat so ein Team-Treffen den Bremern schon mal geholfen...

mr/kni

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