Werders Abwehrchef vor Abschied aus Bremen

Vestergaard will um Erfolge spielen – nicht gegen den Abstieg

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Werders Abwehrchef Vestergaard vor dem Absprung (Archivbild)

Bremen - Der Abschied von Abwehrchef Jannik Vestergaard aus Bremen steht kurz bevor. Gegenüber dänischen Medien hat der 23-Jährige noch einmal seine Wechselabsichten bekräftigt. „Ich kann nicht abstreiten, dass diesen Sommer wohl etwas passiert“, wird Vestergaard vom Fußballmagazin „Tipsbladet“ zitiert.

Die Ablöseverhandlungen zwischen seinem Noch-Arbeitgeber SV Werder Bremen und seinem designierten neuen Verein Borussia Mönchengladbach laufen längst. Für den 23-Jährigen will Werder zehn Millionen Euro kassieren. Obwohl Vestergaard bei der Borussia sicherlich deutlich mehr verdienen wird als in Bremen, geht es ihm (wie immer in solchen Fällen) nicht ums Geld, sondern um die sportliche Perspektive. Er fühle sich bereit für den nächsten Schritt – und „wenn sich die Möglichkeit dazu ergibt, ist es schwer, Nein zu sagen“. Zumal dann nicht, wenn er zwischen Abstiegskampf (bei Werder) und internationalem Geschäft (in Gladbach) wählen kann.

„Es wäre gut, wenn ich zu einem Top-Club in Deutschland gehen könnte, wo ich international spiele“, sagte er gegenüber „Tipsbladet“. „Ich will nicht verhehlen, dass ich auf einem Niveau spielen möchte, bei dem es darum geht, etwas zu gewinnen – nicht gegen den Abstieg“, zitiert ihn das Fußballportal „bold.dk“. Für einen Wechsel nach Gladbach spricht zudem, dass das Thema Premier League für Vestergaard erst einmal vom Tisch ist: „England vielleicht eines Tages, da muss es aber schon ein sehr guter Club sein. Jetzt werde ich wohl in Deutschland bleiben.“

Am Ende kommt das Geld, das bei Werder landet, aber doch aus England. Denn die Borussia ist drauf und dran, mit Granit Xhaka groß Kasse zu machen. Für 40 Millionen Euro soll der Schweizer zum FC Arsenal wechseln. Ein Teil dieser Ablöse wandert dann wohl für Vestergaard weiter nach Bremen – und davon geht wiederum ein Teil an „Vorbesitzer“ 1899 Hoffenheim. Eine entsprechende Klausel haben die Kraichgauer in den Vestergaard-Transfervertrag schreiben lassen, als der Innenverteidiger im Januar 2015 aus Sinsheim nach Bremen gewechselt war. Werder hatte damals 2,5 Millionen Euro für den talentierten Dänen überwiesen. Der Anteil der Hoffenheimer an der zu erwartenden Ablöse soll weit unter den zuletzt kolportierten 20 Prozent liegen.
csa/mib

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